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Wie ich die Digitalisierung unseres Coaching-Angebots erlebte

Nee ja, ich weiß nicht. Unser Coaching-Angebot digital? Geht da nicht viel verloren? Gerade der persönliche Kontakt, Kennenlernen, das gemeinsame Hinspüren, Spuren lesen, räumliche Verankerungen, Atmosphäre, Energie… Das kann man ja nicht digitalisieren…

Auf der anderen Seite dann die Argumente: Für viele Eltern war unser Coaching-Angebot bisher zu teuer und logistisch nicht machbar. Wir wussten: mit unseren Inhalten konnten wir bedeutend mehr berufstätige Eltern erreichen und berühren, als wir es aktuell taten. Außerdem möchten wir uns mit unserem Angebot weiter entwickeln.

Go for it!

Wir entschieden uns dann für das Experiment „Digitalisierung“. Wir hatten schließlich selbst schon gute Erfahrungen mit Online-Kursen gemacht. Wir trauten uns zu, unsere Formate auch entsprechend umzubauen.

Als Coaches fühlen wir uns im Coaching wohl, aber vor der Kamera?? Sehr viel Unbekanntes und Neues klopfte an unserer Tür. Diese ganze Technik, ein nicht final abschätzbarer zeitlicher Aufwand, ganz zu schweigen vom finanziellen Invest. Wie werden wir uns vor der Kamera fühlen? Können wir unsere Inhalte vermitteln? Können wir über das Online-Format Menschen wirklich berühren und Entwicklungsimpulse geben?

Teamwork

Das Tolle: Christine und ich waren mal wieder ein tolles Team. Wir ergänzen uns beim Arbeiten sehr gut. Im Digitalisierungsprozess motivierten wir uns immer zur richtigen Zeit gegenseitig. Falls sich Zweifel über das Vorhaben meldeten – das war in der Tat öfters der Fall – dann traf es immer nur eine von uns. Die andere konnte die Zweifel dann mit Begeisterung auflösen. Die ganzen Monate der Vorbereitung waren von diesem gegenseitigen Hochziehen geprägt.

Die Produktion

Die Umwandlung unserer Coaching-Inhalte in eine digitalisierbare Form ging uns leicht von der Hand. Dann kam der erste Moment vor der Kamera (bzw. vor drei Kameras). Auch hier wieder: toll zu zweit zu sein! Wir hatten Spaß, machten uns über uns selbst lustig und erlaubten uns ein natürliches Miteinander vor der Kamera. So wie in echt eben.

Miriam und Meike von Happy Rebels waren dabei für uns die besten Begleiterinnen der Welt. Sie ermutigten uns, standen uns bei und waren auf eine angenehme Art konstruktiv kritisch. Die wohlwollende Qualitätssicherung. Nicht nur beim Drehen fordern die beiden uns immer wieder heraus. Ohne die hartnäckige Art der Beiden hätten wir uns untereinander noch ganz viele Entschuldigungen ausgedacht, dass wir den Drehtag und das Marketing und den Kursstart noch verschieben müssen. Wir beobachteten in uns selbst diverse boykottierende Anteile.

So stellten Christine und ich zum Beispiel beide fest, dass wir die ersten Videos zum Kurs zuerst einmal gar nicht anschauen wollten. Dann versteckten wir uns in eine heimliche Ecke, um doch einen Blick darauf zu werfen. Dann sahen wir uns vor der Kamera und fanden uns schrecklich. In unseren Familien machten wir zuerst ein Geheimnis daraus. Bloß nicht dem Ehemann zeigen. Das Video ist total peinlich! So bekamen die Videos ein paar Freundinnen, wahrscheinlich weil die nicht so ehrlich reagieren würden wie der Ehemann. Rückblickend völlig Banane!

Innere Kämpfe

Die eigene Eitelkeit, Perfektionismus, Selbstzweifel, Bequemlichkeit… vieles hielt uns in unserer Komfortzone. Miriam und Meike lockten uns hier immer wieder auf charmante Weise heraus.

Die Happy Rebels legten ein Mega-Tempo vor. Post-Produktion der Videos, die ganze Technik rund um die Lernplattform, parall Online-Marketing zum Kurs… das alles hätten Christine und ich so niemals alleine geschafft.

Echte Erfahrungen

Noch eine Sache konnte ich an mir beobachten. Ich war schließlich super-zufrieden mit unserem neuen Produkt, Anmeldungen rieselten herein, der Kursstart stand an, die erste Live-Session klopfte an der Tür. Ich dachte wir werden überschüttet mit Fragen und Kritik, woher auch immer. Im Internet ist eben alles außer meiner Kontrolle – und man weiß ja nie. Mein innerer Beschützer fuhr schon alle Geschütze hoch. Was und wen werden wir wirklich mit unserem Kurs anziehen? Ich wusste nicht, wie ich mit einem Shitstorm umgehen werde. Ein sehr unsicherer Anteil in mir wippte von einem Bein aufs andere und wusste nicht was er tun sollte.

Doch die erste Live-Session war für mich ein echter Augenöffner. Da waren so echte Frauen mit echten Themen, denen die Videos und Übungen schon echte Erkenntnisse gegeben haben. Wir bekamen echte Fragen und setzten echte Impulse. Die Digitalisierung war plötzlich für mich nicht mehr so unwägbar. Ich fühlte mich in meinem Element, nur war die Bühne plötzlich viel größer. Statt 5 saßen hier nun 25 Teilnehmerinnen, die von überall herkamen, sogar international. Für den nächsten Kurs erwarten wir noch deutlich mehr Anmeldungen, da den Kurs nun auch erste Firmen ihren MitarbeiterInnen zur Verfügung stellen. Unsere Reichweite wächst täglich.

Sinnvolle Arbeit potenzieren

So geht ein Traum für mich in Erfüllung. Wir haben ein qualitativ sehr hochwertiges Produkt hergestellt, dass einen klaren und positiven Beitrag leistet. Mit elterngarten haben wir aufgrund unserer Coaching-Preise bisher keine Massen erreicht. Das sieht beim Online-Kurs anders aus. Wir leisten hier einen wesentlichen Beitrag zur Stressprävention. Berufstätige Eltern manövrieren sich nicht mehr in einen Burn-Out und Kinder können in einer geborgenen Atmosphäre aufwachsen. Firmen haben Mitarbeitende, die in ihrer Kraft stehen und leistungswillig und -stark sind. Wir bauen mit dem Kurs an einer gesunden und nachhaltigen Gesellschaft. Das fühlt sich so gigantisch und sinnvoll an.

Für mich war der ganze Kurs dann ein Flow. Jede Woche eine Live-Session, darüber hinaus Begleitung der TeilnehmerInnen mit einer geschlossenen Facebook-Gruppe und über e-Mails. Wir konnten hier voll aus unserer Erfahrung mit elterngarten schöpfen, Expertise einbringen, unsere Erfahrung weitergeben und das Wichtigste: unsere TeilnehmerInnen wirklich weiterbringen.

Dankbarkeit erleben

Was ich vor dem Kurs auch völlig unterschätzte. Die Möglichkeit eines Shitstorms hatte ich auf dem Schirm. Aber was, wenn das Gegenteil passierte? Wir bekamen schon vom ersten Modul an so viel positives Feedback, so viel Dankbarkeit und Wertschätzung. Das machte die monatelange Arbeit, die Ungewissheit, die Unsicherheit, diese Herausziehen aus der Komfortzone komplett wett. Christine und ich sind beide total beseelt und ja, wir spüren in uns auch eine Portion Stolz und Zufriedenheit gegenüber uns selbst. Unser Mut hat sich tausendfach ausgezahlt. Wir freuen uns mega hier nun weiter zu machen.

Danke Miriam und Meike für Euren Mut, Euer Vertrauen in uns und Eure Hartnäckigkeit. Danke Christine, für mich die beste Coach-Kollegin überhaupt. Ich freue mich auf den nächsten Kurs!

Mehr Infos zu den Inhalten des Online-Kurses findest Du hier.

Ein kostenloser Schnupperkurs zum Kennenlernen steht hier zur Verfügung.

Eine besondere Empfehlung über die “klassischen” Elternzeit Basecamps hinaus gehen an:

Stresskompetenz im Job- und Familienalltag: 3-stündiger Workshop samstags. Du lernst Methoden fürs Selbst-Coaching zur Stressprävention kennen, die Du mitten im Alltag weiter anwenden kannst.

Zeitmanagement im Alltag: 3-stündiger Workshop samstags. Du lernst Methoden kennen, die Euer Familienleben entschleunigen und dadurch wieder Gelassenheit und Freude in Euren Alltag bringen.

Innere Selbstführung mit Tanja Misiak: Nutze Deine Elternzeit für Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung – 5-teilige Serie im Basecamp-Format.

 

Persönlichkeitsentwicklung im Elternzeit-Alltag

Kinder, Haushalt, Job: In einem fremdbestimmten Alltag kann die Laune schnell in den Keller gehen. Aber was verdirbt sie uns eigentlich? Und was hebt sie? Es sind unsere inneren Stimmen, die zu allem einen Kommentar abgeben. Doch wenn man versteht, woher sie kommen, kann man zufriedener durch den Alltag gehen. Bei EditionF hat elterngarten Gründerin Tanja über Persönlichkeitsentwicklung und Alltag geschrieben.

Glücksgefühle am Bügelbrett

Ja, ich meine es ernst. Im fremdgesteuerten Alltag mit zwei kleinen Kindern habe ich unter anderem eine ganz wesentliche Sache erkannt: Wie ich trotz Fremdbestimmtheit glücklich sein kann. Und wie Selbstbestimmtheit und Freiheit in der Fremdbestimmtheit funktionieren kann. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern im Alltag erlebbar. Ich muss nicht auf den nächsten Urlaub oder eine bestimmte Person da draußen warten. Ich kann ständig im Dienst stehen – in dem meiner Familie, den Kindern, meinen Kunden, der Welt. Ich kann den Boden putzen, die Spülmaschine ausräumen, Besorgungen erledigen, am Laptop arbeiten oder eben bügeln – und könnte bei allem vor Glück platzen.

Über die üblichen Verdächtigen, die mir gerne mal den Tag vermiesen

Die üblichen Verdächtigen in mir drin, haben mir sonst gerne mal den Tag vermiest: Angst, Unsicherheit, meine Kritikerin, die Kritikerin der Kritikerin, die Gestresste, die Getriebene und so einige andere. Alles Persönlichkeitsanteile, die zu allem was zu sagen haben. Ich konnte am schönsten Strand der Welt stehen und kritisierte mich dennoch dafür, dass ich das nicht ausreichend genieße. Ganz schön übel!

Doch meine Haltung hat sich geändert und damit auch meine Beziehung zu diesen ehemaligen Alltagsfeinden. Jetzt stehe ich am Strandund höre meiner Kritikerin zu, falls sie noch was zu sagen hat. Das schließt aber nicht aus, dass ich den Strand genießen kann. Durch die Veränderung meiner Beziehung zu meinen inneren Anteilen, wie man diese Stimme in der Therapie nennt, haben diese sich wiederum verändert und ihre eigene kleine Transformation erlebt. Ich verstehe meine innere Kritikerin plötzlich. Und ich bin überzeugt: sie meint es eigentlich gut. Sie meinte es gut, als sie sich diese Methode des Kritisierens angeeignet hat. Wahrscheinlich wollte sie mich vor einer peinlichen Situation beschützen oder mich zum Lernen motivieren, um etwas zu erreichen. Es gibt viele Gründe, für die ein Kritiker auch einen guten Job übernehmen kann. Damals war das angebracht, heute nicht mehr. Das können wir gemeinsam erkennen und uns folglich neue Möglichkeiten des Zusammenlebens gestalten.

Die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen

Klingt verrückt? Ist es nicht. Und auch nicht peinlich. Die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen ist mittlerweile nichts Ungewöhnliches mehr. Verschiedene Strömungen der Psychotherapie und im Coaching wenden Modelle wie das „Internal Family System“ (Richard C. Schwartz) oder das „Innere Team“ (Friedemann Schulz von Thun) an. Weil es in den meisten Fällen funktioniert. Ein Eintauchen und Arbeiten mit Persönlichkeitsanteilen hat sich offensichtlich für viele schon gelohnt.

Ich finde die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen bestechend einfach und möchte gerne dazu ermutigen es auszuprobieren: sei es im Selbst-Coaching, zu zweit, in der Gruppe, oder auch und vor allem im Leben mit Haushalt und Kindern – dort sind unsere Anteile am lautesten! Die meisten Persönlichkeitsanteile haben wir in unserer (frühen) Kindheit ausgebildet und seitdem relativ wenig verändert. Schon mal erlebt, wie ihr Euch beim Schimpfen mit Euren eigenen Kindern ertappt und denkt: „Was rede ich hier eigentlich? Das hört sich an wie meine blöde Lehrerin damals. Warum rede ich so, wenn ich das doch gar nicht will?“ Die Kritikerin, die mir mein Innenleben gerade so schwierig macht, lässt auch nach außen Dampf ab. Die Kinder hören sie und im schlimmsten Fall verinnerlichen sie sich diese Stimmen für den Rest ihres Lebens. Ein bisschen Distanz wäre angemessen, um Wucht und Wirkung nach innen und außen zu relativieren.

Wer hat wen unter Kontrolle?

Der Kniff: Persönlichkeitsanteile haben uns voll unter Kontrolle, solange wir uns deren nicht bewusst sind. Ihre Wirkung ist dann maximal. Selbst nach Jahren Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen kommt immer mal wieder jemand um die Ecke, der bis dahin so selbstverständlich für uns war, dass er oder sie einfach nie aufgefallen ist. Unter Umständen verändert sich sehr viel oder alles, wenn sich auf einmal ein Persönlichkeitsanteil zeigt, der uns bis dahin fest im Griff hatte. Die Beschreibung „Aha-Effekt“ ist dann oft viel zu tiefgestapelt. So hatte mich jahrelang meine „Anspruchsvolle“ geführt. Leute konnten mir sagen, dass ich zu viel von mir verlangen würde. Ich habe das überhört oder gedacht, dieses Urteil sei übertrieben. Das war alles meine „Anspruchsvolle“, mit der ich voll identifiziert war. Der Leistungsdruck war normal für mich. Ständig war ich nicht gut genug und ich hatte tausende Gründe, warum ich mit meinen Leistungen unzufrieden war. Als ich sie „ertappt“ und meine Beziehung zu ihr verändert hatte, spielten sich sämtliche Situationen auf einmal anders ab. Das heißt nicht, dass sie jetzt nicht mehr in mir wirkt, aber unsere „Zusammenarbeit“ ist viel kooperativer geworden.

Ganz einfache Tricks für zu Hause, um glücklicher zu werden

Man kann zu Hause, unterwegs und mitten im Alltag verdammt gut mit Persönlichkeitsanteilen arbeiten. Der Trick ist ganz einfach. Versuche Dir mal selbst zuzuhören, während Du im Alltag rotierst. Wer redet da gerade? Wer schimpft, wer kritisiert? Unsere Anteile zeigen sich gerne auf für sie charakteristische Weisen: Schau in Dich herein und spüre nach. Welche Gedanken und Bilder kommen, wie fühlt sich das jeweils an? Wut im Bauch, Angst im Nacken, dröhnender Kopf, bleibt Dir die Luft weg? Körperliche Empfindungen lügen nicht. Sie sind oft ein hilfreicher Wegweiser darüber, was gerade wirklich abgeht. Und sie verändern sich, wenn man sie mit Interesse und Neugierde beobachtet. Wird es warm, kalt, groß, klein, eckig, weich, etc.? Die Verbindung der Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen mit Körperarbeit ist bestechend. Das kann oft zu Antworten führen, die man auf der rationalen Ebene nie gefunden hätte.

Die erste Reaktion bei unangenehmen Gefühlen und Empfindungen ist oft sie loswerden zu wollen. Auf den Kritiker reagiere ich unter Umständen mit Hass. Auf die Anspruchsvolle mit genervten Gefühlen. Doch das Schöne an uns Menschen ist: Es gibt etwas, das diese ganzen Theaterspiele sehen kann. Und das Sehende, das Beobachtende, das nicht mehr beobachtet werden kann, ist nie genervt, kritisiert nicht, hasst nicht. Es ist in sich ruhend, neugierig, wohlwollend und hat Gnade und Verständnis mit den wirkenden Anteilen, die sich oft das Leben gegenseitig schwermachen. Richard C. Schwartz redet hier vom „Selbst“, das in vielen anderen Systemen, Lebensanschauungen und Theorien auch andere Namen haben kann: der Zeuge, die Präsenz, der Beobachter, etc. Unterschiedlichste Kulturen berichten von den gleichen Erfahrungen, was jetzt hier zu weit führen würde. Für mich ist an dieser Stelle, in meinen (Selbst-)Coachings oder mit meinen Kindern nur eines wichtig: es funktioniert – unabhängig von Herkunft, Kultur oder Ausbildungsstand.

Die verschiedenen Rollen der Persönlichkeitsanteile

Unterschiedliche Anteile haben unterschiedliche Funktionen und auch Bedürfnisse. Schwartz kategorisiert beispielsweise in beschützende Anteile, verletzte oder „verbannte“ Anteile (die inneren Kinder) und in „Feuerbekämpfer“, die ebenfalls beschützend wirken wollen. Wunderbar zu erleben im Alltag mit Kindern. Schon mal ausgerastet, als das Fass übergelaufen war? Das war vielleicht ein Feuerbekämpfer. Sicher auch bereut danach? Wir haben uns in unserem Leben so viele starke Muster und Automatismen angeeignet, die irgendwann ihren Sinn hatten.

Es ist eine spannende Abenteuerreise in diese Geschichten einzutauchen und anzufangen zu verstehen. Und beim nächsten Mal kurz vorm überkochen gelingt es Dir vielleicht innezuhalten und einen anderen Weg einzuschlagen: im Team sozusagen, gemeinsam mit dem Hass, der gerade im Schwung war Dich komplett zu übernehmen, mit Dir zu verschmelzen. Dir ist es gelungen Distanz zu Deinem Hassin Dir zu bewahren und Dich nicht überwältigen zu lassen, ihm ins Gesicht zu schauen und ihn zu erkennen. Deine Haltung ändert sich plötzlich, Deine Beziehung zum Hass ändert sich, Du spürst Verständnis und Wohlwollen. Und mit dieser Beziehung in Dir verändert sich auch plötzlich Deine Beziehung zu Deinem Kind. Die eben noch fast eskalierende Situation endet darin, dass Ihr Euch in den Armen liegt und vor Glück heulen könntet…

Was die Arbeit mit mir selbst mit dem Bügeln zu tun hat

Es lohnt sich den inneren Stimmen einfach mal zuzuhören und einen empathischen Zugang zu ihnen finden. Ihr kommt ins gemeinsame Arbeiten.
Beim Bügeln, Spülen, Putzen und im Familienalltag mit Kindern und den Nächsten geht das wunderbar und zeigt einen direkten Effekt. Hier muss man sich nicht verstellen und kann im besten Fall offen kommunizieren, was man gerade beobachtet. Und wer die einzelnen Anteile ausreichend kennengelernt hat merkt, dass man ihnen nicht mehr kritisch, hassend oder genervt gegenüberstehen muss. Dann zeigt sich das Glück am Bügelbrett.

Und Du bist dankbar für dieses wundervolle Leben. Hinter Deiner Angst, Deinem Kritiker oder Deiner Gehetzten gibt es eine Ebene, die ruhig bleibt. So wie das tiefe Meer unter den Wellen. Und vielleicht ist gerade diese Stille das Wichtigste, was wir heutzutage in den Wirren unseres Alltags und der Welt erleben können. Wir erkennen das Theaterspiel und die Egokämpfe von bestimmten Persönlichkeitsanteilen, die miteinander in Wechselwirkung gehen und sich gegenseitig Energie abzapfen. Und was bleibt, wenn wir hinter die Kulissen schauen? Wir heilen die Beziehung mit uns selbst, unseren Liebsten und der Welt. Und was am Anfang sehr belustigend geklungen haben mag, ist vielleicht das Wichtigste im Leben.

Frieden fängt in unserem Inneren an

Es gibt Menschen mit viel Macht und Hebeln in der Hand, denen ich mehr Zeit zum Innehalten wünsche. Denn am Ende geht es um viel mehr als Glücksgefühle. Es geht um respektvolle Begegnung mit sich selbst und der Natur und Kulturen dieser Erde. Statt auf Hass mit Hass zu reagieren oder auf Angst mit Angst, lohnt sich der Blick hinter die Kulissen. Welche Geschichte hat Deine Angst? Dein Hass? Deine Arroganz? Du beginnst zu verstehen und wirst anders auf Deine Anteile reagieren. „Ihr“ könnt gemeinsam kreativ werden und ein anderes Leben gestalten. Diese Haltung verändert potenziell alles. Frieden fängt in unserem Inneren an.

Hier ist der Artikel im Original zu lesen.