Profil des Trainers

Christine Winnacker

elterngarten München

Jahrgang 79, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (Jgg. 2011, 2013 und 2017), lebt in München-Sendling. Internationale Betriebswirtin und Personal- und Business Coach.
9 Jahre Berufserfahrung, auch in leitender Funktion mit Personalverantwortung für bis zu 40 Mitarbeiter. Spezialistin für Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe, als Mutter von 2 Kindern und „Managerin eines kleinen Familienbetriebes“ längst nicht mehr nur im beruflichen Kontext.
1,5 Jahre Auslandsaufenthalt in Stanford, Kalifornien, USA, Rückkehr nach Deutschland und Umzug nach München im Mai 2012.
In 2014 abgeschlossene Weiterbildung als Personal- und Business Coach (SGD). Seit 2015 Weiterbildung zur Erziehungsberaterin.
Schwerpunkt in Ihren Coachings ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

“In meinem eigenen Lebenslauf habe ich mich lange vor allem auf meine berufliche Laufbahn konzentriert. Eine Work-Life-Balance gab es nicht und dieser Weg endete für mich im Burnout. Ich habe aus dieser schwierigen Zeit viel gelernt und weiß heute, wie es besser geht. Inzwischen habe ich drei Kinder und erlebe am eigenen Leib und in meinem Umfeld die vielfältigen Herausforderungen rund um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In meiner Arbeit als Coach ist es mir darum sehr wichtig, Eltern darin zu bestärken Vereinbarkeit zu wagen. Mit der richtigen Organisation des Alltags, der Bereitschaft Kompromisse einzugehen und dem Mut auch unkonventionelle Modelle zu leben, können wir unser Berufs- und Familienleben so gestalten, dass es uns zufrieden, glücklich und ausgeglichen macht. Jeden Tag.“

Mehr über Christine auch in unserer Impuls-Serie: https://elterngarten.org/impulsserie-elternzeit-christine-winnacker/

Christine führt als elterngarten Coach untere anderem unsere Elternzeit Basecamps in München durch. Mehr Informationen dazu findest Du hier.

Stärke deine Stärken und überwinde die ständige Selbstverbesserungs-Falle

Der Fokus liegt auf den Defiziten – meist seit der Schulzeit

Hand aufs Herz: wie oft haben wir uns schon innständig gewünscht, unsere Kinder mögen in der Schule positiver gefördert werden, ihre Stärken erkennen und ausbauen. Das gibt Elan und hilft dem Kind, das eigene Profil auszubilden. So kommt Freude und Selbstbewusstsein auf! Stattdessen erleben wir in unserer Schulpädagogik häufig ein Herumhacken oder -kritisieren an den vermeintlichen Schwächen.

Es fängt ja eigentlich noch viel früher an. Wer kennt nicht die Spielplatzgespräche: „Huch, dein Kind kann die Sprossen noch nicht hochsteigen?“ Und schon rattert unser Gedankenkarussell: „Sollte es das nicht längst können? Hätte ich mehr mit ihm trainieren sollen, Treppen zu steigen? Habe ich es genug gefördert?“ Oft haben wir einen Maßstab im Kopf, was unsere Kinder unserer Meinung nach oder auch gemäß der „Standards“ in diversen Erziehungsratgebern alles können sollten. Aber freuen wir uns und würdigen wir die Stärken und neuen Fähigkeiten unserer Kinder eigentlich ausreichend? Oder haben wir statt des erreichten Meilensteins gleich das nächste vermeintliche Verbesserungspotential entdeckt?

 

 

Als Mama bloß nichts falsch machen – und im Job sowieso nicht

Diesem Optimierungsblick auf unsere Kinder liegt oft die Überzeugung zugrunde, es mindestens richtig, am besten sogar perfekt machen zu wollen. Dies treibt uns dann in unserer Elternrolle selbst oft zu Höchstleistungen an. Und da schlagen wir jetzt den Bogen zu uns selbst. Wir perfektionieren uns in unserem privaten Umfeld wie auch in unserem professionellem Tun.

Ich selbst habe einmal eine größere Veranstaltung organisiert. Danach gab es ein mustergültiges Feedback meines Vorgesetzten. Viele Dinge, die hervorragend liefen und ein bis zwei Themen, die noch optimiert werden könnten. Im Ergebnis habe ich mich mit Feuereifer an die beiden zu optimierenden Themen herangemacht. Die Freude an der gelungenen Veranstaltung kam gar nicht so richtig auf. Stattdessen habe ich mich intensiv mit Themen beschäftigt, die mich wenig motivieren.

Wir verlieren das Positive und die erreichten Erfolge aus den Augen

Und ist es nicht oft so in unserem Leben: Die Erfolge werden gar nicht richtig eingebucht und gefeiert? Sie gehen fast schon als selbstverständlich unter und stattdessen konzentrieren wir uns auf die Dinge, die uns eventuell gar nicht richtig liegen, weil wir meinen, das gehöre dazu, das müssen wir auch noch hinkriegen, das müssen wir auch integrieren.

In diesem Kreislauf sinkt die Freude. Und im Ergebnis tun wir immer wieder genau die Dinge, die uns eben nicht energetisieren, die uns nicht liegen, die uns anstrengen und vielleicht sogar überfordern. Das lässt uns abstumpfen. Irgendwann fragen wir uns: Worin bin ich eigentlich richtig gut?

 

Stärkeninventur: Worin bin ich eigentlich RICHTIG gut?

In meinen Coaching-Sessions höre ich gerne genau hin, wie Menschen angetrieben werden, welche Erfolgstrigger sie einsetzen. Zuallererst lohnt es sich aber in vielen Fällen, eine „Stärkeninventur“ zu machen. Haben Sie schon einmal alles Positive zusammengesucht, was Sie an Feedbacks erhalten haben? Schauen Sie in Ihre Zeugnisse und -Beurteilungen. Fragen Sie Ihre Kollegen, Partner, Kinder, Freunde nach Ihren positiven Eigenschaften und Fähigkeiten. Für was schätzt man Sie besonders? Welches sind die 5 Eigenschaften und Stärken, die Anderen in den Sinn kommen, wenn man an Sie als Person denkt? Worin sind Sie für Andere ein Geschenk?

Und ja, es interessieren nur die positiven Eigenschaften. Meine letzte Klientin hat sich akribisch aufgemacht, Dokumente ausgewertet und ihr wichtige Menschen befragt. Sie hat dennoch vereinzelt negative Eigenschaften zurück gespiegelt bekommen. Sie sei oft zu aktionistisch und anstrengend. Aber Vorsicht: Auch in diesen vermeintlich negativen Rückmeldungen können positive Eigenschaften stecken.

Die positive Interpretation der oben genannten Rückmeldung könnte sein: Sie ist kreativ, ideenreich und hat viel Energie für deren Umsetzung. Vielleicht empfindet das Gegenüber es so, als sei dies übertrieben oder zu anstrengend für sie selbst. Aber dies ist eine persönliche Interpretation und hat möglicherweise mehr mit der Person selbst zu tun, die das Feedback gibt.

Natürlich, positive Eigenschaften können durch Übertreibung ihr Ziel verfehlen und dann negativ beurteilt werden. Doch dies gilt es mit den übrigen Feedbacks abzugleichen, zu hinterfragen und zu überprüfen. Vielleicht muss an der Übertreibung gearbeitet werden, damit die Stärke sich entfalten darf.

Die eigenen Fähigkeiten und Stärken genau zu kennen stärkt und motiviert

Nachdem wir im Coachingprozess solche Fragestellungen geklärt hatten, konnte meine Klientin sich im Spiegel vieler positiver Rückmeldungen selbst betrachten und einen harten Kern an positiven Eigenschaften und Fähigkeiten herausarbeiten, die definieren, was sie ausmacht und motiviert. Ihre strahlenden Augen verrieten, dass sie sich selbst lange nicht mehr so klar und mit einer liebenswerten Haltung der Selbstannahme gesehen hat.

An dieser Stelle können sich Menschen in Ihren Stärken und positiven Eigenschaften weiterentwickeln und ihr Profil herausarbeiten. Das ist eine hervorragende Ausgangsbasis, um weiter herauszufinden, was zu einem passt und was einen innerlich glücklich machen kann.

Wäre das nicht auch ein guter Ausgangspunkt für dich? Würde dir ein warmer Regen nicht einmal richtig gut bekommen? Sortiere deine Wertschätzungs-Schätze und spüre der Energie nach, die in dir liegt, wenn du deine Stärken stärkst.

 

Dieser Artikel stammt aus der Feder von Saskia Deller, unserer elterngarten-Coach in der Region Rhein-Neckar.

Coaching für Mamas bei elterngarten – Wieso? Weshalb? Warum?

Wieso Coaching für Mamas? Ist das nicht eher was für Führungskräfte und Manager?

Immer mehr und weit verbreitet spricht die ganze Welt von „Coaching“. Was soll man sich darunter vorstellen? Ist der gute alte Begriff „Beratung“ denn nicht mehr gut genug oder veraltet? Warum wird er nicht verwendet, sondern dieser neumodische Begriff „Coaching“? Führungskräfte werden „gecoacht“, Sportler werden „gecoacht“ und neuerdings sogar Mamas. Sind es denn nicht vor allem Ratschläge und Tipps, die Mamas hören möchten? Warum müssen sie „gecoacht“ werden?

Weil es beim Coaching eben gerade nicht darum geht jemandem Ratschläge und Tipps zu erteilen, die bei anderen funktionieren aber zur betreffenden Person möglicherweise gar nicht passen.

Coaching ist keine Beratung – sondern Begleitung auf Augenhöhe!

Coaching hat das Ziel einen individuell passenden Lösungsansatz zu erarbeiten. Wenn du richtig hinschaust erkennst du, dass in „erarbeiten“ das Wort „Arbeit“ steckt – denn genau das ist Coaching: Arbeit! Arbeit mit dir selbst!

Im Coaching geht man davon aus, dass die Lösung für ein Problem tief im Inneren des Klienten bzw. des „Coachees“ (wenn wir schon bei den neumodischen Begriffen sind 😉) bereits vorhanden ist, dass nur der Zugang zur richtigen Antwort oder Handlungsstrategie noch fehlt.

Im Coaching gibt es kein Schema F – aber einen Weg zu deiner individuellen Lösung

Ein Coaching ist eine sehr wertvolle Hilfestellung um beispielsweise endlich eine Entscheidung zu treffen, neue Prioritäten zu setzen, seine Situation aus einer anderen Richtung zu betrachten, sich zu entwickeln oder zu verändern. Für diesen Weg benötigen die meisten Menschen keine Ratschläge, sondern Sicherheit und tiefe innere Überzeugung, das Richtige zu tun. Genau diese Sicherheit und Überzeugung für den „eigenen Weg“ soll und kann ein Coaching liefern.

Um warum nun genau für Mütter?

Der Alltag stellt viele Herausforderungen an uns Mamas.  Es ist nicht immer leicht die richtige Entscheidung zu treffen, um allen gerecht zu werden. Darum freue ich mich umso mehr, wenn ich meinen Frauen im Coaching Unterstützung bieten kann, damit sie Optionen für verschiedene Wege ausarbeiten, um dann eine Entscheidung zu treffen.  Wie z.B. eine interessante Führungsposition annehmen oder im gewohnten Job bleiben und mehr Zeit mit der Familie verbringen. Ich kann als Coach einen Blick von außen geben, ich helfe Struktur im Kopf herzustellen oder arbeite gemeinsam mit der Klientin heraus, was bei den aktuellen Rahmenbedingungen möglich ist und was nicht. Gemeinsam erstellen wir einen Handlungsplan für die nächsten Schritte.

Ist diese angeleitete „Arbeit mit dir selbst“ erfolgreich, geht die Klientin deutlich zufriedener, gelassener, mit zahlreichen Lösungsideen im Kopf und vielleicht sogar neuen Zielen aus dem Coaching heraus.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Kristin Meng, elterngarten-Coach in Ludwigshafen

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