Maren Assmus

Maren Assmus mit Sohn Henry (4 Jahre alt)
Maren Assmus mit Sohn Henry (4 Jahre alt)

Impulszeit Elternzeit – Im Gespräch mit…
Maren Assmus, Stilberatung, lebendig und nachhaltig

Erzähle uns kurz, wer Du (heute) bist.

Ich heiße Maren Assmus und bin Stylistin. Ich habe mir ein selbstständiges Jobkonzept gebaut, was sich sehr gut ergänzt. Zum einen style ich Models auf Fotoshootings und Werbedrehs (marenassmus.com) und zum anderen biete ich individuelle Stilberatung (your-personal-stylist.com) an. Ob Kleiderschrank Check, Einkaufsbegleitung oder Stylingberatung für Mütter, bei mir findet jede Frau das passende Angebot für ihre persönlichen Bedürfnisse. Meine Stärke ist es die Persönlichkeit eines Menschen schnell zu erfassen und den persönlichen, individuellen Stil heraus zu arbeiten. Bei meiner Arbeit motiviert mich besonders die Dankbarkeit meiner Kundinnen. Oft ist die Arbeit mit mir für meine Kundinnen sehr bewegend. Ausmisten, sich neu definieren ist aufregend.Wenn sie dann vor dem Spiegel stehen und sich ihr kritischer Blick in ein Lächeln verwandelt weil sie sich wieder in ihrer Haut wohl fühlt. Das ist das größte Geschenk für mich!

Die Elternzeit war für Dich eine prägende Zeit. Erzähl mal davon, warum war das so?

Nun, ich habe, gefühlt als einzige selbstständige Mutter mir eine Auszeit von einem Jahr für jedes Kind gegönnt. Bei Henry hat mich das Muttersein erstmal ganz schön überrollt: der neue Focus in meinem Leben, meine neue Rolle und, er hat viel geweint. Das zusammen mit Schlafentzug war echt ne harte Nummer und ich wusste oft nicht wo oben und unten ist. Umso mehr weiss ich es jetzt 🙂

Hattest Du ein „Impulserlebnis“? Was hat Dich dazu geführt, das zu tun, was Du in der Elternzeit und danach getan hast?

Meine Kinder haben mich gelehrt, inne zu halten, mir und ihnen Zeit zum wachsen zu geben. In meiner zweiten Elternzeit mit Marla habe ich dann die Idee zum Personal Stilist weiterentwickelt. Unterstützung bei der Entwicklung meiner Idee bekam ich bei einem Workshop bei Economista. Sie unterstützen Frauen dabei, aus ihrer Idee ein Business zu machen. Es war einfach toll mit dieser Gruppe von unterschiedlichen Frauen zusammen einen Weg zu finden, der zum Erfolg führt. Ich finde es wichtig, das Frauen nicht einfach ihren beruflichen Werdegang wegen der Kinder hin schmeißen und sagen: Hey, jetzt verkaufe ich mein Selbstgenähtes auf Dawanda und kümmere mich nur noch um die Kinder. Das ist eine Möglichkeit und ich verbeuge mich vor jeder Frau die ihren Weg gefunden hat. Aber wir können doch so viel mehr als das. Ich kenne den Konflikt zu gut, das ich zum einen für meine Kinder da sein will und zum anderen auch in meinem Beruf aufgehen will, mit dem ich auch noch Geld verdiene. Es ist beides möglich ohne eine unachtsame Mama zu sein. Welche Frau will denn schon die frustrierte Mutter zu Hause sein, die nicht glücklich ist, weil sie keine Möglichkeit sieht ihren Weg zu gehen.

Was möchtest Du Müttern und gerne auch Vätern mitgeben, die jetzt gerade in Elternzeit sind?

Vor allem möchte ich mich an die Mütter wenden. Glaubt an euch, Think Big! Wir sind eine Generation, die noch dafür sorgen muss, dass Frauen abgesichert sind, wenn sie sich dafür entscheiden, Mutter zu werden. Viel zu schnell wird wieder nach der alten Rollenverteilung gegriffen und wir müssen dafür kämpfen, das sich das ändert. Im Idealfall plant vorher zusammen mit eurem Partner und sichert euch ab. Natürlich braucht Frau dafür auch einen emanzipierten Mann an ihrer Seite. An der Stelle will ich meinem Partner für seine Unterstützung in dieser Zeit danken. Nehmt euch nicht zu viel auf einmal vor! Die Balance ist wichtig. Als Frau können wir tausend Sachen gleichzeitig machen, Ich finde es wichtig die Elternzeit zu nutzen um den bisherigen Werdegang mal neu zu betrachten und zu schauen wo die eigenen Stärken wirklich liegen. Das geht aber nicht im Vorbeirennen, sondern es muss wachsen. Als Mütter haben wir die Möglichkeit die nächste Generation zu beeinflussen. Erzieht eure Kinder zu starken, mitfühlenden Menschen. Besonders Mädchen sollen wissen was ihre Bedürfnisse sind und das sie nicht schwierig sondern lebendig sind wenn sie diese ausleben. Und wie geht das am besten? Seid ihnen ein Vorbild!

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