Tanja Klein

Tanja Klein

Impulszeit Elternzeit – Im Gespräch mit Tanja Klein

Diese Gespräch ist etwas ganz besonderes! Ich (die Gründerin-von-elterngarten-Tanja) kenne Tanja Klein aus meinen „alten“ Zeiten in Köln/ Bonn. Wir wissen wie wir arbeiten, was uns treibt und vertrauen uns. Die beste Basis für eine Kooperation! Während unseres Gesprächs haben wir beschlossen, dass Tanja (Klein) ein Elternzeit Basecamp in Bonn anbietet. Somit hat sie geholfen den Standort Bonn zu etablieren und Stefanie und Julia führen dieses Erbe nun gebührend weiter!

Erzähle uns kurz, wer Du (heute) bist.

Hallo! Die meisten Klienten nennen mich einfach Tanja. Aber auf meinen drei Büchern steht mein voller Name: Tanja Klein. Ein Künstlername wäre vielleicht außergewöhnlicher gewesen, aber ich brenne für das Thema „Authentisch sein“ – da passt der eigene Name besser :-). Ich liebe mich selbst – und mein Leben. Und das wie das möglich geworden ist, zeige ich sehr gerne anderen Müttern und auch Kindern in meiner Rolle als Coach (KleinCoaching). Nachdem ich sehr gerne arbeite und sehr gerne Mutter bin – ist die Selbstständigkeit ideal. So bleibt genügend Zeit, um mit meinen süßen Sohn (2) stundenlang in Baumärkten zu versumpfen und mit meiner bezaubernden Tochter (9) direkt nach der Schule schwimmen zu gehen. Und für meine Lieblingshobbys: Lesen & Essen. Gerne auch gleichzeitig :-).

Die Elternzeit war für Dich eine prägende Zeit. Erzähl mal davon, warum war das so?

Zu allererst war es die Magie zum ersten Mal Mutter zu werden! Raum und Zeit verschmelzen und alles was ich über mich wusste, durfte neu geschrieben werden. Darüber hinaus erlebte und erlebe ich genau in dieser Zeit eine 180 Grad-Wendung meiner beruflichen Identität:

Ich habe in der Elternzeit meine Ausbildung zum Systemischen Coach zu Ende gebracht, habe erfolgreich meine Selbstständigkeit als Coach gestartet und mehrere Bücher* veröffentlicht. Damit begann für mich ein ganz neuer Lebensabschnitt mit einer veränderten Identität:

  1. Mutter sein
  2. Selbstständig sein. Nach 16 Jahren Festanstellung ein ähnlich ungewohntes Gefühl, wie das der neuen Mutterrolle!
  3. Autorin sein. Vor allem das Kinderbuch „Mama  meditiert“ ist mein absolutes Herzensbuch! Es erklärt kindgerecht, weshalb Mama freiwillig still-rumsitzt und dabei nicht gestört werden will.

Hattest Du ein „Impulserlebnis“? Was hat Dich dazu geführt, das zu tun, was Du in der Elternzeit und danach getan hast? 

Meine „Lebenswende“ begann witzigerweise mit einem Coaching. Ich klagte einem firmeneigenen Coach, dass ich jetzt in den letzten 1,5 Jahrzehnten schon fast in jeder Abteilung gearbeitet habe, aber im Moment sehr unglücklich wäre, weil ich nicht wisse, wo ich eigentlich mit meinen Talenten am ehesten hingehöre. Dort wo ich damals jeden Morgen mit Mühe nur hinschleppte, konnte es jedenfalls nicht sein: Meine Werte passten nicht zu den geforderten Aufgaben im Stab des Vorstandes eines Großkonzerns… Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade mit meiner Tochter schwanger und ich hatte die Sorge, dass ich nur noch Stillbücher und Erziehungsratgeber lesen würde und am Ende in einen schlechten Teilzeitjob versauern müsste.

Am Ende der ersten und zugleich auch letzten Sitzung sagte der Coach zu mir: „Ich sehe da drei passende Möglichkeiten. Aber am ehesten werden Sie auch Coach. Das ist der rote Faden, der sich durch Ihr Leben zieht. Sie hatten immer Freude daran, wenn Sie für andere unterstützen können.“ Verwundert ging ich aus seinem Büro. Auf diese Idee wäre ich nie gekommen. Dann las ich das erste Buch zu dem Thema und wusste: „Das ist genau mein Ding“. Zum Glück habe ich einen guten Coachingausbilder gefunden: change-concepts hat mir ermöglichst, mit Johanna im Arm die zweite Hälfte der Ausbildung zu absolvieren. Ich konnte Johanna nach Bedarf hinter einem Paravent stillen, während im Raum über NLP-Modelle oder Aufstellungsarbeit doziert wurde.

Was möchtest Du Müttern und gerne auch Vätern mitgeben, die jetzt gerade in Elternzeit sind?

Nutzt diese magische Zeit für einen inneren Neubeginn! Meist ist das zeitlich gesehen beim ersten Kind leichter, als bei jedem noch folgenden! Beantwortet Euch ehrlich Fragen wie:

Was wollte ich als Kind werden? Was würde ich jetzt lieber beruflich machen?

Wofür schlägt das Herz wirklich? Schließlich lernen Kinder am Modell! Ich möchte nicht, dass meine Kinder lernen, dass Arbeit etwas schlimmes ist, wo man sich nur von Urlaub zu Urlaub rettet oder mit der Option, in der Rente mal endlich das machen zu wollen, was man wirklich gerne macht…

Neben all dem Stress, den ein kleines Kind und die durchwachten Nächte so mit sich bringen, gibt es trotzdem eine gute Möglichkeit für einen beruflichen Neuanfang. In der Elternzeit kann man sich mit „Fallschirm“ ausprobieren. Wenn der alte Arbeitgeber zustimmt, kann man in diesen Monaten etwas ganz Neues wagen. Und wenn es nicht klappt nach dem Elternzeitende wieder zum Arbeitgeber zurückkehren. Es gibt einen Weg, gut für das kleine Kind da zu sein – und dennoch im Fernstudium eine wichtige Qualifikation zu erreichen. Für den Heilpraktiker für Psychotherapie habe ich mit schlafenden Sohn auf meinem Schoss und ein Buch in meinen Händen gebüffelt. Es ist natürlich leichter, wenn man einen Partner hat, der einen dabei unterstützt. Ohne meinen Mann wäre es mir nicht so leicht gefallen. Nachdem diese Zeit auch eine sehr prägende Zeit für das Kind ist, war es mir sehr wichtig, dass sie dabei nicht zu kurz kommen.

Als Coach – und vor allem auch als KinderCoach – kann ich jedem Elternteil wärmstens empfehlen, diese Zeit für die Heilung der eigenen, seelischen Verletzung zu nutzen. Alles, was ich als Mutter oder Vater nicht verarbeitet habe, kann mein Kind anschließend mit sich herumtragen. Ob ich will, oder nicht: Mein Kind bekommt viel mehr mit, als ich möchte: Oft kommen Gedanken wie „Ich bin dumm“ gar nicht vom Kind selbst, sondern weil es diesen Satz – in meinem ganz persönlichen Fall  – zu oft von der eigener Mutter gehört hat. Und irgendwann einmal nimmt man diesen Satz ganz selbstverständlich als Tatsache für sich selbst an. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Thema mit der Coachingmethode wingwave lösen konnte. Nach 30 Minuten war das Thema „erledigt“. Nachdem gerade frisch gebackene Mütter oft ein Coaching gut gebrauchen können, biete ich an, dass sie bei mir ihr Baby einfach mitbringen können. Mit etwas Kreativität und Glück kann ich auch gut so mit der Mutter an ihrem Thema gut arbeiten.

Viele Selbstwertprobleme von Kindern kommen wie oben beschrieben entweder von den Eltern (oder anderen prägenden Menschen) oder durch eine unglückliche Kommunikation mit dem Kind. Leider ist „Liebevolle Kommunikation mit Kindern“ noch kein Schulfach. Deshalb habe ich hier auf zwei Seiten niedergeschrieben, was sich aus Coach-Sicht als hilfreich erwiesen hat. Vielleicht ist ja ein guter Impuls für die elterngarten-Community dabei (gleich der erste Punkt auf der Seite).

*Hier zur Information die Bücher und die direkte Bestellmöglichkeit bei Interesse:

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Coach, your Marketing

Mama meditiert (Kinderbuch)

Erfolg durch Positionierung

Link zu Tanja’s Elternzeit Basecamp in Bonn

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