Sonja Salomon

Ein Jahr nach dem Elternzeit Basecamp

Vor gut einem Jahr fand das allererste Elternzeit Basecamp in München statt. Das hatten wir damals ausführlich im Blog dokumentiert, um allen Interessierten den Ablauf mit Fotos, Videos und Text zu veranschaulichen. Hier ist der Link zu den damaligen Blogbeiträgen, die wir während der jeweiligen Sessions geschrieben haben.

Letzte Woche hat ein Nachtreffen der Gruppe von vor einem Jahr statt gefunden und wir tauschten uns darüber aus, was aus unseren jeweiligen persönlichen und beruflichen Plänen bis heute schon geworden ist. Für uns von elterngarten war das spannend, denn natürlich interessiert uns brennend: Was habt Ihr aus dem Elternzeit Basecamp gemacht?

Sonja war eine Teilnehmerin des ersten Elternzeit Basecamps und war beim Nachtreffen dabei. Sie ist heute total zufrieden mit ihrer Situation und ist mitten dabei ihre Vision Realität werden zu lassen. Sie hat unsere Fragen aus der „Impulsserie Elternzeit“ hier beantwortet. Danke Sonja!

Erzähle uns kurz, wer Du (heute) bist.

Mein Name ist Sonja Salomon. Ich bin eine 36jährige Grafik-Designerin, seit 2013 selbständig und freiberuflich arbeitend und Mutter einer zweijährigen Tochter. Mein sehr breites Tätigkeitsspektrum umfasst alle möglichen gestalterischen Arbeiten im online- und vor allem Printbereich, sowohl für große nationale und internationale Konzerne, als auch für kleine und mittelständische Betriebe.

Die Elternzeit war für Dich eine prägende Zeit. Erzähl mal davon, warum war das so?

Für mich war die Elternzeit bzw. die Geburt meiner Tochter erstmal eine riesige Umstellung, sowohl beruflich als auch privat. Der Wechsel vom Paar auf Familie, vom unabhängigen Arbeitstier zur Mama war in vielerlei Hinsicht alles andere als einfach. Zu unterschiedlich waren einfach die neuen Aufgaben und die auf einmal komplett fremdbestimmte Tagesplanung. Und immer wenn ich dachte: so jetzt läuft’s endlich, haben sich die Bedingungen/Anforderungen auch schon wieder geändert.

Hattest Du ein „Impulserlebnis“? Was hat Dich dazu geführt, das zu tun, was Du in der Elternzeit und danach getan hast.

DAS Impulserlebnis schlechthin gab es bei mir nicht. Vielmehr war ich während dem Großteil der Elternzeit zumindest gedanklich immer auf der Suche, wie ich meinen geliebten aber sehr zeitintensiven Job auch zukünftig leben kann, ohne dafür die Familie vernachlässigen oder mich selbst als Person völlig aufgeben zu müssen. Viele kleine Einzelbausteine wie z. B. Gespräche mit anderen Müttern aus der selben beruflichen Branche, das Basecamp des elterngartens, oder einfach das nach wie vor vorhandene Interesse meiner Auftraggeber an meiner Arbeit, haben mir geholfen, eine für mich stimmige Balance zwischen Familie, Beruf und mir selbst zu finden.

Was möchtest Du Müttern und gerne auch Vätern mitgeben, die jetzt gerade in Elternzeit sind?

„Das einzig Beständige ist der Wandel“ – das ist zumindest meine Erkenntnis, die ich aus meiner Elternzeit und auch jetzt als Mutter gewonnen habe. Aus dieser Tatsache kann man eine Menge Positives ziehen. So sind Flexibilität und spontanes Organisieren-Können schließlich auch in jedem Berufsalltag von großem Nutzen. Allerdings finde ich es extrem wichtig, dass jeder seinen ganz eigenen Weg dafür findet. Was beim einen prima funktioniert, muss für einen selbst noch lang nicht stimmig sein. Unterschiedliche Bedürfnisse verlangen unterschiedliche Lösungen. Und wenn der eigene Masterplan mal wieder nicht aufgeht, dann ist das eben so und bietet Raum für neue, spannende Entwicklungen.

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