Sascha Schmidt

Wir freuen uns über die männliche Verstärkung im Team! Sascha ist nicht nur Coach und Berater rund um Familie und Beruf für Eltern in und außerhalb von Unternehmen, er hat auch schon mehrere Bücher zum Thema geschrieben. Er zieht aus privaten Gründen von München nach Kiel und bietet ab September 2017 die Elternzeit Basecamps in Kiel an. Hier könnt Ihr mehr über Sascha und seine Beweggründe erfahren bei elterngarten mitzumachen.

Erzähle uns kurz, wer Du (heute) bist.

Wer bin ich? Nun, ich würde sagen die Summe meiner bisherigen Lebenserfahrungen. Geboren 1969 wuchs ich in Patchwork-Verhältnissen auf; nach Zivildienst studierte ich Geschichte, Philosophie und Pädagogik und startete dann eine Karriere als Journalist und Manager in der Medienbranche. 2003 wurde meine erste Tochter und 2006 meine zweite Tochter geboren. Meine damalige Frau und ich lebten von Anfang an „double income – two kids“. 2009 verließ ich die Medienwelt und machte mich als Business Coach (Karriere & Familie) selbständig. 2011 war ein einschneidendes Jahr im meinem Familienleben – Trennung sowie eine Weiterbildung beim dänischen Familientherapeuten Jesper Juul (familylab). Das veränderte mein Leben als Vater und gab beruflich einen neuen Impuls. Heute unterstütze ich als Karriereberater Menschen in beruflichen Veränderungen, halte Vorträge und gebe Workshops in Unternehmen zum Thema familienfreundliche Führung und helfe als Paarberater berufstätigen Eltern im Familien- und Paarleben. Weitere Infos unter:

www.selflab.de (Karriere & Familie)
www.wieder-paar-sein.de (Paarberatung)

PS: Ich bin seit 2015 wieder glücklich verheiratet und erlebe jetzt Patchwork aus der Vaterperspektive.

Die Elternzeit war für Dich eine prägende Zeit. Erzähl mal davon, warum war das so?

Die klassische Elternzeit hatte ich nicht. Elterngeld und Vätermonate gab es noch nicht. Für mich ist Elternzeit nicht begrenzt auf das gesetzliche Format einer beruflichen Auszeit. Ich befinde mich seit der Geburt meiner ersten Tochter in Elternzeit. Meine Töchter prägen seitdem mein Verhalten und meine Selbstreflexion maßgeblich. Es ist erstaunlich, wie persönliches Wachstum stattfindet durch die Geburt und Erziehung eines Kindes – wenn man sich bewusst darauf einläßt.

Hattest Du ein „Impulserlebnis“? Was hat Dich dazu geführt, das zu tun, was Du in der Elternzeit und danach getan hast?

Ich erinnere mich daran, dass ich überlegte eine berufliche Auszeit für mein erstes Kind zu nehmen und erhielt als Antwort vom meinem Chef „Das kannst Du gerne machen, doch Deine Karriere ist damit zu Ende.“ Klare Ansage und für mich ein Impuls, das Unternehmen zu verlassen und mich selbständig zu machen. In der Selbständigkeit war ich zeitlich deutlich flexibler, mich um die Bedürfnisse meiner Tochter zu kümmern.

Was möchtest Du Müttern und gerne auch Vätern mitgeben, die jetzt gerade in Elternzeit sind?

Drei Sätze:
1. Job und Karriere lassen sich planen und verschieben, die Entwicklung der eigenen Kinder nicht. Überlege Dir daher sehr genau: Was für eine Mutter oder was für ein Vater willst du sein?
2. Kinder sind keine Möbelstücke, die man von einer Betreuung zu nächsten schieben kann. Kinder haben eine Seele. Und für das Wohlergehen dieser Seele sind wir Eltern verantwortlich.
3. Kinder brauchen glückliche Eltern. Damit Eltern glücklich sind, müssen sie als Frau und Mann und nicht nur als Mutter und Vater agieren. Also achtet auf euer Paarleben, denn dies ist die Energietankstelle, um die Herausforderungen rund um Familie- und Arbeitsleben zu meistern.

Zurück zur Impuls-Serie.