Petra Fellmann

Petra ist unsere neue elterngarten Coach in Hamburg – wir freuen uns so! Hier findest Du Petra’s nächstes Basecamp. Sie passt einfach perfekt zu unserem Team und ergänzt uns über das Coaching hinaus auch super als Expertin für Employer Branding und Karriereberaterin. Petra hat in Hamburg den Staffelstab von Melanie übernommen. Wir wünschen Melanie alles Gute für ihren weiteren Weg, den sie jetzt wieder als Ärztin an der Uniklinik weiterführt.

Erzähle uns kurz wer Du (heute) bist.

Ich begleite leidenschaftlich Menschen auf ihrem Weg der persönlichen Weiterentwicklung. Mein großer Erfahrungsschatz in Marketing und Kommunikation ermöglicht mir, durch kreative Fragestellungen immer neue Impulse zu setzen. Ergänzend betreue ich Firmen auf ihrem Weg der organisationalen und kulturellen Weiterentwicklung, getrieben durch ein erfolgreiches Employer Branding.

Ich arbeite freiberuflich und nutze die Flexibilität für unser kleines „Familienunternehmen“. Ich habe eine Balance gefunden, die mich nachhaltig zufrieden und glücklich sein lässt. Für diese Situation bin ich sehr dankbar.

Meinen Ausgleich finde ich regelmäßig in Yoga-Übungen. Hier kann ich mich immer wieder neu ausrichten und erden.

Die Elternzeit war für Dich eine prägende Zeit. Erzähl mal davon, warum war das so?

Um das zu erklären, würde ich gerne einige Monate früher anfangen zu erzählen. Ich war viele Jahre in der schnelllebigen Marketingwelt der Konsumgüter zu Hause. Ich war beruflich immer sehr aktiv und als ich schwanger wurde, plante ich im Geiste schon wieder die Phase nach der Elternzeit, den Wiedereinstieg. Vieles wirkte damals auf mich planbar und vorhersehbar. Ich war überglücklich, schwanger zu sein und tastete mich optimistisch an all die kleinen und großen Veränderungen heran.

Der Beginn des Mutterschutzes fiel mir jedoch überraschend schwer. Ich empfand Stillstand und Rastlosigkeit. Ich fühlte mich „aus der Rolle gefallen“ und unverstanden in meinen Gefühlen. Augenblicke der körperlichen Überforderung in der Anfangszeit wechselten sich mit Situationen der geistigen Unterforderung in der Elternzeit ab. Ich suchte nach Austausch und Orientierung, fühlte mich jedoch oft allein.

Geholfen hat mir in dieser Zeit das klare Bekenntnis meines Mannes und mir zum Wert Familie, zu wechselseitiger Unterstützung und zum einander Auszeiten schenken. Im Laufe der Monate lernte ich, meine neue Rolle anzunehmen und zu lieben.

Hattest Du ein Impulserlebnis? Was hat Dich dazu geführt, das zu tun, was Du in der Elternzeit und danach getan hast?

Während meiner Elternzeit zeichnete sich bei meinem Mann eine spannende berufliche Option in einer anderen Stadt ab. Der Familienrat tagte, und wir entschieden uns dafür, umzuziehen. Unsere Entscheidung führte uns von Berlin nach Hamburg, wissend, dass ich meine bisherige Arbeit nicht wie geplant wieder aufnehmen kann.

Eine Phase der beruflichen Neuorientierung begann, die mir zunehmend Vergnügen bereitete. Unser erstes Kind hat mir die Tür zu einer neuen Welt geöffnet, und ich wollte plötzlich immer mehr Türen aufmachen. Ich hatte mir lange nicht den Raum gegeben, mich zu fragen, wer ich eigentlich sein will und wie ich leben möchte. Zusätzlich mussten wir für uns einen Weg finden, Rollen und Aufgaben innerhalb der Familie zu verteilen.

Ich entschied mich, meinen Stärken zu folgen und absolvierte eine Coaching-Ausbildung in meiner zweiten Schwangerschaft. Diese legte den Grundstein für meine freiberufliche Tätigkeit. Sehr viel Spaß machte mir die Begleitung von Menschen zum Thema berufliche Neuorientierung. Einige Zeit später schrieb ich mich zur Weiterbildung an der Karriereexpertenakademie von Svenja Hofert ein.

Ergänzend zum Coaching mit Einzelpersonen interessierte ich mich zunehmend für die Beratung von Unternehmen. Ich entdeckte für mich den Bereich ‚Employer Branding‘ als Brücke zwischen meiner Marketing-/Kommunikationserfahrung und meiner Begeisterung für Personal- und Organisationsentwicklung.

Mein Engagement für elterngarten ist für mich die logische Konsequenz aus meinem bisherigen Lebensweg. Ich möchte gerne meine Erfahrungen einbringen und andere Eltern dabei begleiten, eigene Visionen zu entwickeln und umzusetzen. Diese Arbeit ist für mich wertvoll und in hohem Maße sinnstiftend und sie gibt mir das Gefühl, dass wir zu einem gesellschaftlichen Wandel in Richtung Zukunft beitragen können.

Was möchtest Du Müttern und Vätern mitgeben?

Gebt einander Raum, aktiv in Euch hinein zu hören und Euch neu zu entdecken. Ein Kind in die Welt zu setzen, bedeutet eine riesige Veränderung. Die Übernahme der Elternrolle geschieht bei den wenigsten reibungslos. Und es sind gerade diese Reibungspunkte, bei denen es sich lohnt, nachzuhaken. Was tut mir gerade nicht gut? Warum entstehen diese Gefühle? Was wollen sie mir sagen? Das ist nur eine kleine Auswahl an Fragen, die sich lohnen, gestellt zu werden. Und ich empfinde sie deshalb als besonders relevant, da es vielen jungen Eltern heute schwerfällt, sich an den Rollen ihrer Eltern zu orientieren. Sie müssen sich ihren eigenen Weg erarbeiten und neue Rollenvorbilder schaffen.

Und traut Euch, für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu kämpfen. Ich glaube fest daran, dass Eltern beidem gerecht werden können.

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