Dominika Rotthaler

Dominika Rotthaler (c)_Sung-Hee Seewald
Dominika Rotthaler (c)_Sung-Hee Seewald

Dominika hat ihre Elternzeiten jeweils genutzt um ihre Blogs aufzubauen und bekannt zu machen. Mittlerweile sind ihre Söhne schon „groß“, die Elternzeit ist vorbei, doch das Bloggen ist nach wie vor ein großer Teil ihres privaten und beruflichen Lebens. Lest selbst, wie Dominika zum Bloggen kam und warum die Elternzeit für sie eine prägende Zeit war.

Erzähle uns kurz, wer Du (heute) bist.

Hallo, ich bin Dominika Rotthaler, komme aus Polen und lebe seit sechs Jahren in München. Ich bin leidenschaftliche Bloggerin – auf meinem Blog „From Munich with Love“ schreibe ich über alles, was Mamas Herz begehrt. Hier berichte ich über unser Familienleben, bilinguale Erziehung, Selbstständigkeit, Auswanderung und Freizeitaktivitäten in München und Bayern. Seit einem Monat arbeite ich zusätzlich Teilzeit in einer Münchner PR-Agentur. Diese berufliche Mischung aus Teilzeitkraft und Bloggerin gibt mir einerseits eine finanzielle Sicherheit, anderseits kann ich mich weiterhin auf meinem Blog kreativ austoben 🙂 Ich bin verheiratet und habe zwei Jungs (3 und 5 Jahre alt).

Die Elternzeit war für Dich eine prägende Zeit. Erzähl mal davon, warum war das so?

Vor meiner Ankunft in München arbeitete ich bereits in Lugano, Hamburg, Danzig und zuletzt in Warschau bei verschiedenen internationalen und lokalen Projekten im Event- und Kulturbereich. Diese Aufgaben waren sehr spannend, aber schwierig mit der Familie zu vereinbaren. In meiner Elternzeit habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie mein beruflicher Weg in Deutschland ausschauen könnte. Als die Kinder noch ganz klein waren, waren ihre Betreuungszeiten relativ unflexibel. Deswegen kam für mich eine Festanstellung nicht in Frage. Trotzdem habe ich verschiedene Möglichkeiten gesucht, mich in der Elternzeit weiterzubilden und zu arbeiten. So habe ich z.B. in der ersten Elternzeit einen IHK-Kurs als „Managementassistenz International“ absolviert und während der zweiten Elternzeit habe ich am umfangreichen Angebot von power_m teilgenommen. Zusätzlich kam mir die Idee des Bloggens entgegen, weil es mir die gewünschte Flexibilität und Freiheit gegeben hat. All das hat mir gezeigt, dass ich stark genug bin, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.

Hattest Du ein „Impulserlebnis“? Was hat Dich dazu geführt, das zu tun, was Du in der Elternzeit und danach getan hast?

Bloggen war sehr lange mein Hobby, denn ich habe bereits 2012 damit begonnen – erst einmal jedoch auf Polnisch als „Polka w Monachium“ („Polin in München“). Erst zwei Jahre später kam ich auf die Idee, auch in der deutschen Sprache zu bloggen. Was mich dazu überzeugte? Es war vor allem das Buch „Mama muss die Welt retten. Wie Mütter vom Wickeltisch aus Karriere machen“ von Caroline Rosales und Isa Grütering. Im Buch gibt es ein paar Beispiele der Mütter, die sich getraut haben, ein eigenes Projekt zu starten und damit ihren beruflichen Wunsch zu verwirklichen. Unter den interviewten Müttern war auch eine Bloggerin dabei. Anschließend habe ich darüber mit meiner Schwiegermutter gesprochen, die mich total ermutigt hat, meinen polnischen Blog auf Deutsch umzusetzen. Sowohl das Buch als auch meine Schwiegermutter waren die allerersten Anfänge meines Abenteuers mit dem Bloggen 🙂

Was möchtest Du Müttern und gerne auch Vätern mitgeben, die jetzt gerade in Elternzeit sind?

Nutzt diese Zeit auch für Euch selbst – so eine Pause vom jetzigen Beruf kann Euch wirklich gut tun! Schaut zurück auf die eigenen Ressourcen, Interessen und Hobbys. Vielleicht gibt es etwas, was sich als Job/Beruf ausbauen lassen könnte? Sprecht mit den Freunden über Eure Pläne, lasst die Gedanken laut werden und sucht Euch Gleichgesinnte, mit denen Ihr Euch frei austauschen könnt. Das hilft enorm! Elternzeit dauert nicht ewig, fangt also bald an, Euch darüber Gedanken zu machen. Viel Erfolg!

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