Carola Grimminger

Carola Grimminger

Carola kenne ich über das Social Start-up, von dem sie auch im Interview erzählt. Ich freue mich sehr über ihr Engagement und ihre Spontanität: auf mein Anfragen hin sagte sie auch gleich zu eine Impuls-Session im November in München anzubieten! Mehr Infos dazu hier.

Erzähle uns kurz, wer Du (heute) bist.

Ich bin Carola Grimminger, Gründerin und Inhaberin von Fokus K, einem Beratungsunternehmen für digitales Marketing und Projekt Management.

Mit meiner 4-köpfigen Familie lebe ich im Süden von München – die Berge im Rücken. Mein Leben ist turbulent und doch fühlt es sich auf eine ungewöhnliche Art und Weise perfekt an.

Wer in Schubladen denkt, würde mich wahrscheinlich in die Kategorie „Working Mom“ einsortieren. Ich liebe nämlich meine Kinder und meinen Mann und meinen Beruf. Bitte nagelt mich jetzt nicht auf die Reihenfolge fest, denn mein Leben funktioniert nur dank einer flexiblen Handhabung. Ich lege allerdings äußersten Weg auf eine gewisse Ausgewogenheit, soweit das möglich ist.

Die Elternzeit war für Dich eine prägende Zeit. Erzähl mal davon, warum war das so?

Ich denke, dass die Elternzeit für alle Eltern eine besondere Zeit ist: Man ist raus aus dem Alltag, in einer neuen Situation, und muss sich erst wieder zurecht finden. Out-of-the-box bedeutet plötzlich nicht mehr gebrauchsfertig sondern über den eigenen Tellerrand hinausschauen.

Da ich eher der umtriebige Typ bin, hat die Umsetzung meiner Ideen meist nicht lange auf sich warten lassen. So habe ich beispielsweise in der ersten Elternzeit bei meinem Arbeitgeber ein Stillzimmer sowie eine freie Arbeitszeiteinteilung für frühe Berufsrückkehrerinnen durchgesetzt. Bei meinem zweiten Kind habe ich dann das Social Start-up managerfragen.org e.V. mitgegründet.

Generell denke ich, dass sich jeder Mensch – egal ob mit oder ohne Kind(ern) – hin und wieder eine Auszeit nehmen sollte, um seinen eigenen inneren Kompass neu auszurichten.

Hattest Du ein Impulserlebnis? Was hat Dich dazu geführt, das zu tun, was Du in der Elternzeit und danach getan hast?

Ein Impulserlebnis hatte ich nicht. Aber ich habe eine Schwester. Sie hat mir vorgelebt hat, dass die Elternschaft nicht automatisch die Familie auseinander reißen muss: in einen berufstätigen und einen häuslichen Part. Durch sie habe ich erfahren, dass es für die ganze Familie bereichernd ist, wenn die Rollen durchlässig und bedarfsorientiert verteilt sind.

Was möchtest Du Müttern und Vätern mitgeben?

Eltern möchte ich ermutigen, sich nicht von Klischees aufhalten zu lassen, wie man sich als Vater oder Mutter zu verhalten hat. Viel wichtiger ist es, sich selbst mit der eigenen Familie in Balance zu befinden. Das ist im Alltag nicht immer ganz leicht, aber im Hinblick auf das große Ganze zählt der „Groove“.

Außerdem wünsche ich alle Eltern den Mut, ihre Ideen und Träume umzusetzen. Nach meiner Elternzeit habe ich Fokus K gegründet, um B2B Unternehmen zu Marketing-Themen wie digitale Positionierung, Customer Relations und Kommunikationsmix zu beraten. Ohne die Elternzeit als „Reife-Phase“ und ohne den Rückhalt meiner Familie hätte ich diesen Schritt wohl nie gewagt.

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