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Über Partnerschaft, Elternzeit und Weiterentwicklung.

Was hat die Partnerschaft in unserem Blog verloren, wo es bei elterngarten doch um die persönliche und berufliche Weiterentwicklung geht?

In unseren Elternzeit Basecamps beobachten wir immer wieder, wie die Eltern (meist Mütter) beschreiben, wie wenig der (arbeitende) Elternteil präsent ist – nicht nur körperlich, sondern auch und vor allem in den vielen Überlegungen und Gedankenschleifen rund um die Frage „Wie geht es weiter mit mir?“. Alle Karten auf den Tisch: Im Alltag ruft die Arbeit, das Kind schreit, die Zeit drängt, Einkäufe müssen erledigt werden und nicht selten steht „ganz nebenbei“ noch ein Umzug an. In den ersten zwei Jahre nach der Geburt kann man von der Partnerschaft nicht allzu viel erwarten*. Es ist schon mal viel erreicht, wenn die Eltern als Team gut funktionieren. Doch „nur“ das Funktionieren reicht nicht, wenn beide Partner Ambitionen haben sich persönlich und beruflich weiterentwickeln zu wollen.

In unseren Elternzeit Basecamps und auch Einzelcoachings taucht immer wieder ein ähnliches Muster auf. Der zu Hause gebliebene Elternteil, meist eben die Mutter, verliert stetig an Selbstbewusstsein und wird zunehmend frustriert. Die Decke fällt auf den Kopf und der Mangel an Möglichkeiten für einen professionellen Austausch unter Erwachsenen tut sein Übriges dazu. Dabei spielt die Partnerschaft aus unserer Sicht eine tragende Rolle. Warum?

Vermisste Wertschätzung

Der Knackpunkt für zunehmende Frustration ist oft die vermisste Wertschätzung – wenn diese nicht vom Partner kommt, woher soll sie sonst kommen? Vom Kind zu Hause kann diese nicht erwartet werden. Da der Job wegfällt, fällt hier ein wesentlicher Feedbackkanal aus. Gerade engagierte und ambitionierte Eltern haben sich bisher stark über ihre Jobs identifiziert und ihren „Wert in der Welt“ am Beitrag für ihren Job und an ihren bisherigen Leistungen gemessen.

Oft haben die weiter arbeitenden Partner gar nicht auf dem Radar, dass das Thema „Wertschätzungsmangel“ so präsent ist. Und die betroffenen Eltern geben sich oft selbst zu wenig Wertschätzung für das, was sie tagsüber (und nachts) alles so wuppen. Wie oft haben wir das bei elterngarten schon gehört: „Haushalt, Baby und Co: das kann ja jeder, dafür habe ich nicht studiert.“ Und genau hier möchten wir einhaken, denn vielen Eltern könnte eine veränderte Haltung das Erleben der Elternzeit wesentlich verändern – und folglich eventuell das ganze Leben, denn Entscheidungen und Handlungen während und nach der Elternzeit sind entscheidend für alle weiteren Schritte und werden je nach Ausgangslage anders ausfallen.

Sich Freiräume schaffen

Die Qualität der Partnerschaft trägt also unserer Erfahrung nach wesentlich dazu bei, dass die Elternzeit als Feld der Möglichkeiten (für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung) und nicht als Sackgasse wahrgenommen wird. Partnerschaft sollte eine Energietankstelle sein*. Hier sollte Platz für Träume sein. Für gemeinsame – aber auch für persönliche und berufliche Träume. Hier sollten Freiräume geschaffen werden und Ermöglichung gelebt werden. Auf Augenhöhe, für Beide, dem Elternteil zu Hause und dem im Job. Doch wie soll das gehen im Elternzeit Alltag? Es ist viel leichter, dass der eine Elternteil den anderen Elternteil einfach „abhängt“.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Wertschätzung für die jeweiligen Rollen in der Familie sehr wesentlich ist für die erlebte Qualität der Elternzeit und nicht zuletzt für die Qualität der getroffenen Entscheidungen hinsichtlich weiterer Schritte mit der Familie und dem Beruf. Die Rolle der zu Hause bleibenden Person ist neu und die Partner müssen sich neu organisieren statt so weiterzumachen wie bisher nur gefühlt in eingeschränkter Form. Hier ist es gefährlich das Denken zu reduzieren auf die Aussage, dass ein Partner jetzt „zu Hause ist, nichts mehr leistet und weniger oder nichts mehr verdient“. Das ist zu kurz gesprungen. Der Partner zu Hause hat nun einen anderen Job mit einer anderen Vergütungslogik, er sollte sich auch über die neue Rolle definieren und identifizieren können, und nicht nur über das, was mal vor der Geburt war. Dabei sollten sich die Partner gegenseitig unterstützen.

Weiter denken: Sich ein eigenes System schaffen

Auch finanziell – denn in unserem derzeitigen Wirtschaftssystem müssen wir uns in der Partnerschaft und vor allem in der Elternzeit unsere eigene Logik bauen. Oft erleben wir leider, dass Geld als implizites Machtmittel missbraucht* wird. Der Partner zu Hause, der nun weniger oder gar nichts mehr verdient, begibt sich in eine gefühlte Abhängigkeit vom arbeitenden Partner (was wiederum hinterlegt, dass der Elternteil zu Hause „nichts wert ist“…). Da das Basecamp bei uns auch etwas kostet und nicht alle Arbeitgeber eines zahlen, müssen TeilnehmerInnen sich oft die Teilnahme am Basecamp in der Familie „hart erkämpfen“ und haben zusätzlich noch ein schlechtes Gewissen, da das ausgegebene Geld nicht ihres ist, sondern eine „Spende“ des Partners. Dass wir uns hier nur mit Glaubenssätzen beschäftigen und diese auch geändert werden können ist vielen nicht bewusst. Wie stark machen wir uns abhängig vom Wirtschaftssystem da draußen? Bzw. wie schaffen wir uns unser eigenes System, was besser zu unseren Werten passt – und sei es nur in unserem Mikrokosmos Familie.

Wenn die Partner wirklich daran interessiert sind sich gegenseitig in ihrer Entwicklung zu unterstützen, wenn sie trotz der finanziellen makro-systemisch bedingten schiefen Rahmenbedingungen auf Augenhöhe bleiben, dann entsteht ein anderes Selbstverständnis. Der weiter arbeitende Partner hat ein Kind und kann nur deswegen arbeiten und Karriere machen, weil der andere Partner ihm den Rücken freihält. Wieviel ist das dem arbeitenden Partner wert? Wieviel ist dem arbeitenden Partner wert, dass das Familienklima gesund ist? Dass Zufriedenheit überwiegt? Dass der Partner nicht gestresst ist? Die Kinder glücklich? Dass sich die Familie weiter gesund entwickeln kann? Dass alle zufrieden sind? Die meisten Partner würden sagen, dass das am allerwichtigsten ist. Und wenn sie tagsüber nicht dabei sind und nicht die kleinen und großen Wutanfälle, Küchenkatastrophen, durchgeschrienen Besorgungsfahrten oder verpatzten Mittagsschlafe erleben (was oft stressiger ist als die stressigsten Meetings im Office) dann ist Frage angebracht: „Was können wir wie füreinander tun, damit es uns gut geht?“ Aus unseren Erfahrungen können wir sagen, dass hier die Teilnahme an einem Basecamp oft schon mal ein großes Signal ist für das Leben auf Augenhöhe und das Interesse an der jeweiligen Weiterentwicklung des Partners – egal ob zu Hause oder im Job.

Die Partner sollten sich in den neuen jeweiligen Rollen erkennen und wertschätzen. Wenn sich die Partner ermöglichen, sich gegenseitig unterstützen mit den Ambitionen und Träumen und Plänen, dann kann auch die Elternzeit genutzt werden als Feld für Weiterentwicklung – für alle Beteiligten.

* Lesetipp, das neueste Buch unseres elterngarten Coach Sascha Schmidt:
„Wieder Paar sein – Erfüllte Zweisamkeit trotz Arbeit und Kind“

Dieser Artikel wurde in redigierter Form auch bei EditionF veröffentlicht:
Die Elternzeit stellt eine Beziehung auf Augenhöhe auf die Probe – das muss aber nicht sein

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elterngarten bei den New Work Families

„Wir lieben unsere Arbeit und wir lieben unsere Familie. Wir wollen uns im Beruf verwirklichen und Zeit für unsere Kinder haben. Wir sind die Familien der neuen Arbeitswelt – die New Work Families.“

Das ist unsere elterngarten-Liebeserklärung an eine neue Initiative in Deutschland, die sich perfekt mit unseren Aktivitäten ergänzt und der wir uns aus diesem Grund angeschlossen haben und unterstützen werden.

Warum wir bei den New Work Families dabei sind

Wir lieben unsere Kinder und genießen unsere Elternzeit, wir sind in Krabbelgruppen und später auf Spielplätzen unterwegs. Wir genießen den zeitlichen und räumlichen Abstand vom bisherigen Alltag, der stark durch den meist zeitintensiven und anspruchsvollen Job bestimmt war. Das finden wir inspirierend. Andere Leute nehmen Sabbaticals um auf neue Gedanken zu kommen, Dinge zu hinterfragen, Revue passieren zu lassen, Abstand zu gewinnen. Wir nutzen hierfür unsere Elternzeit und hinterfragen mit Baby auf dem Arm unser bisheriges Leben. Unsere Werte haben sich nochmals deutlich verschoben zur Geburt. Es geht für viele von uns tatsächlich nicht unbedingt um die Frage, wie schnellstmöglich eine Fremdbetreuung organisiert werden kann, um dann den Job zu machen, den wir vorher gemacht haben. Selbst wenn es der „alte Job“ bleiben soll: Es geht darum neue Wege zu finden, wie Familie und Beruf unter einen Hut gebracht werden können, in einen Flow, nicht in eine Zerrissenheit. Wir packen das ein, was uns wichtig ist: Kinder an erster Stelle, Familie, Partnerschaft UND das, was wir bisher in unserem Job gelernt haben, unsere Berufserfahrungen, unsere Ideen. Ganz klar wird aber nicht alles eingepackt. Wenn wir uns die Fragen im Elternzeit Basecamp beantworten, allen voran „Wie will ich wirklich wirklich leben (und arbeiten)?“, dann wissen wir auch sehr oft, was wir nicht mehr wollen.

In der Elternzeit New Work denken – Rahmenbedingungen schaffen

In unseren Elternzeit Basecamps erleben wir regelmäßig bei den TeilnehmerInnen so viel Leidenschaft und Engagement, so viel Lust zu arbeiten, was zu reißen, Lust auf tolle Projekte, Lust auf sinnvolle Arbeit, Lust darauf einen Beitrag zu leisten. Die Rahmenbedingungen unsere professionellen Seiten in unser Familienleben zu integrieren und andersherum liegen meistens leider nicht auf der Hand. Weder bei unseren Arbeitgebern noch sonst irgendwo. Wir müssen uns die Rahmenbedingungen selbst schaffen, wenn wir „trotz Baby und Kinder“ auch noch weiter anspruchsvoll und beitragsorientiert arbeiten und dabei unseren (neuen) Werten treu bleiben möchten. Dafür inspirieren die Elternzeit Basecamps speziell während der Elternzeit und die vielen weiteren Geschichten, die sich nun unter dem Dach der New Work Families sammeln. Wir sagen: Es lohnt sich gerade in der Elternzeit, „New Work“ zu denken und neue Wege einzuschlagen.

Denkblockaden aus der alten Welt, Möglichkeiten der neuen Denke

In erster Linie hindern uns jedoch die eigenen Denkblockaden, die noch aus der „alten Welt“ stammen: Elternzeit ist die Zeit zu Hause, eine Pause vom Job, da soll man sich 100% aufs Baby und die neue Situation einlassen. Geld verdienen sollte man lieber nicht, denn dann wird das Elterngeld gekürzt. Elternzeit-Angebote unserer Arbeitgeber sind selten und beschränken sich zu oft auf weniger spannende Geschichten, wie das ein oder andere Webinar zu neuen internen Systemen, etc. Wie wäre es denn, wenn wir „trotz“ Baby nicht ausgeschlossen werden, sondern auch unsere professionellen Seiten weiter sprechen lassen dürften, auf neue und passende Weise besser integriert? Wie wäre es, wenn wir in ko-kreative Prozesse einsteigen – mit unseren Arbeitgebern, mit anderen Eltern, mit neuen Initiativen… Und zwar schon während der Elternzeit. Genau das möchten wir ermöglichen.

Ausgleich als Eltern – die professionelle Seite ausleben (dürfen)

Immer wieder erleben wir, wie Eltern während der Elternzeit mit 100% Baby und Haushalt nach ca. 6-9 Monaten die Decke auf den Kopf fällt, manchmal später, manchmal früher. Der Ausgleich fehlt. Das hat nichts mit mangelnder Liebe und auch nicht mit dem Wunsch nach Fremdbetreuung zu tun. Sondern einfach mit dem, was wir sonst noch sind außer Eltern.

Als Teil der Initiative „New Work Families“ setzen wir uns für eine bessere Integration unserer unterschiedlichen Bedürfnisse sowie der Bedürfnisse unserer Kinder ein. Wir möchten anregen, dass die Elternzeit selbst nicht zu einer ungesunden Polarisierung unserer unterschiedlichen Persönlichkeitsanteile führt – also unserer Elternseite und unseren professionellen Seiten. Bei elterngarten und bei den New Work Families dürfen wir unsere Kinder mitbringen und „trotzdem“ arbeiten, Teil toller Projekte sein, voneinander lernen, uns untereinander vernetzen, neue Perspektiven kennenlernen, neue Ideen entwerfen, inspirieren, Workshops machen, Events planen, bei denen die Kinder dabei sind und bei denen wir professionell sein „dürfen“. Die Kinder sind dabei und erleben, wie ihre Eltern Spaß am arbeiten haben. Und für die Kinder: Die Eltern verschwinden nicht einfach irgendwohin, Kinder lieben es dabei zu sein und Teil einer schönen Bewegung zu sein, die offensichtlich den Eltern so gut tut. Das heißt ja nicht, dass wir ausschließlich arbeiten. Jedoch: Arbeit kann in der Elternzeit tatsächlich auch als Ausgleich gesehen werden – das ist mit einer alten Denke nicht fassbar.

Jetzt freuen wir uns Teil einer tollen Initiative zu sein und auf die nächsten Schritte!

Siehe auch: Blogbeitrag „New Work mit Familie verknüpfen“.

Ein Interview mit der elterngarten-Gründerin Tanja Misiak und ihrem Chef Marc Wagner findest Du direkt bei den New Work Families: New Work und Elternzeit – Wenn der Chef die Frage erlaubt: Wie willst Du wirklich leben und arbeiten?

 

 

 


„New Work“ mit Familie verknüpfen

Was passiert, wenn wir „Familienfreundlichkeit“ mit den Konzepten der „Neuen Arbeitswelten“ zusammenbringen – und wie wir das tun

Teaser

Die Generation, die unsere Arbeitswelten zum Umdenken bringt, hat noch etwas zunehmend gemeinsam: Sie bekommen nun Kinder und gründen Familien. Eigentlich perfekt, denn familienfreundliche Maßnahmen lassen sich gut mit Konzepten der Neuen Arbeitswelt verbinden.

New Work

Foto: Felicitas von Imhoff

Mittlerweile schreiben etliche Studienergebnisse und Veröffentlichungen darüber, was Arbeitgeber der Zukunft tun und haben sollten, um ihre ArbeitnehmerInnen wirklich binden zu können. Der Grundtenor ist immer ungefähr der Gleiche: Identifikation und Einsatzbereitschaft der Belegschaft ist Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Dafür ist ein Umdenken notwendig. Das Gehalt alleine zählt schon lange nicht mehr. Für die Leistungsträger sind Sinnhaftigkeit und Freude an der Tätigkeit wesentlich. MitarbeiterInnen möchten sich mit den Unternehmenszielen identifizieren können und im Job das tun, was sie auch „wirklich, wirklich wollen“ (vgl. Frithjof Bergmann). Sie fordern persönliche und berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten, eigenverantwortliches Handeln, Vertrauen und Wertschätzung, gesundes und stressfreies Arbeiten und einen hierarchie- und bereichsübergreifenden respektvollen Umgang auf Augenhöhe. Mitarbeiter sind gerne überdurchschnittlich leistungsbereit, wenn das Team passt und geteilte Werte die Zusammenarbeit stärken. (vgl. bspw. Studie des Forums Arbeitsgesundheit mit der LMU München vom Herbst 2016)

New Work und Familie

Ein „Manko“ oder die „Chance“ kommt nun noch erschwerend oder herausfordernd hinzu: Die Arbeitnehmer-Generation, die dieses Umdenken in den Mainstream gebracht hat und die wesentlich an der Gestaltung der Neuen Arbeitswelt beteiligt ist, gründet gerade Familien. Denn auch das ist – auch wenn es gerne mal ausgeklammert wird – ein fester Bestandteil der Neuen Arbeitswelt und dessen, was ein großer Teil der aktuellen Generation der Leistungsträger „wirklich, wirklich will“. Deutschlandweit steigende Geburtenraten fordern die Arbeitgeber heraus – auch oder vielleicht gerade bei den so sehr vermissten Fachkräften im Auftrieb der Karriereleiter. Dabei genügt es offensichtlich nicht, sich „nur“ um die Ausweitung der Fremdbetreuungsmöglichkeiten zu kümmern. Eltern sind heute hier genau wie bei allen anderen Themen sehr werte- und sinngetrieben. Für viele Eltern kommt es selbst bei gegebener Möglichkeit nicht in Frage, das Kind mit einem halben Jahr in die Krippe zu geben oder die Fremdbetreuungszeit bis zum Abend auszuweiten. Das Herz der Eltern entscheidet hier offiziell mit, und das ruft nach Alternativen und möchte kompromissbehaftete Entscheidungen auf Kosten der Eltern-Kind-Bindung vermeiden.

Junge Eltern als Chance sich als Arbeitgeber weiterzuentwickeln

Arbeitgeber müssen daher über die Fremdbetreuung hinausdenken und dürfen hier aus einem Schatz an Ideen aus den zahlreichen (u.a. abgewandelten) Konzepten für die Neuen Arbeitswelten zurückgreifen. Wir begleiten als Berater und Coaches Eltern in Elternzeit, die diese besondere Zeit und den Abstand vom bisherigen Arbeitsleben nutzen, um innezuhalten und sich zu fragen, was sie „wirklich wirklich wollen“. Leider erleben wir immer wieder, dass die Eltern versucht sind während dieser Zeit über Selbstständigkeit nachzudenken oder wenigstens über den Wechsel ihres Arbeitgebers, da sie befürchten oder gar sicher sind mit ihren Vorstellungen bei ihrem aktuellen Arbeitgeber auf taube Ohren zu stoßen.

Wie wäre es also, wenn Arbeitgeber junge Eltern als Chance sehen würden, um sich weiterzuentwickeln und in der Neuen Arbeitswelt zu positionieren? Der Arbeitgeber würde Leistungsträger und wertvolle Fachkräfte gewinnen und binden und erlebt statt Stress und Konflikten rund um den Eintritt in Elternzeit und den Wiedereinstieg einen Innovationsschub.

Wie Arbeitgeber die „Neue Arbeitswelt“ mit „Familienfreundlichkeit“ verbinden können

Viele Vorbilder gibt es in der Schnittmenge der „Neue Arbeitswelten“ und „Familienfreundlichkeit“ tatsächlich noch nicht. Folgende Möglichkeiten sehen wir für Arbeitgeber und Eltern.

Selbstverantwortung fördern

Eltern sollten nicht wie leider üblich weniger, sondern eher noch mehr Verantwortung zugeteilt bekommen. Sie entwickeln in ihrem Familienalltag automatisch ihre Fähigkeiten zu organisieren, effektiv und effizient zu sein. Am besten bekommen Eltern die Verantwortung für ein klar abgegrenztes Projekt zugeteilt – wenn dies nicht möglich ist, dann kann immer noch über Unterprojekte nachgedacht werden. Hier sollte man nie zu früh aufhören zu denken! Der unermesslich wertvolle Vorteil von Projektverantwortung ist die damit verbundene Freiheit zu entscheiden. Eltern entscheiden selbst über Meeting- und Bürozeiten und da meist sie der zeitliche Engpass sind, sollten sie die Planung einfach übernehmen. Auch Regeln, wie z.B. handy- oder e-mail-freie Zeiten, können selbstbestimmt zum Wohle aller vereinbart werden. So ersparen sie sich jede Menge Stress und Unmut unter Kollegen. Natürlich geht mit der Projektverantwortung auch eine klare Zielorientierung einher. Das Projekt wird nach Erfolg gemessen, nicht nach Stunden der Anwesenheit vor Ort. Gute Ideen für eine effizientere Umsetzung belohnen nicht nur die Eltern selbst, sondern sparen dem Arbeitgeber Kosten und Zeit. Voraussetzung für diese Art der Umsetzung ist ein Vertrauensvorschuss, der in der neuen Eltern-Generation mit Sicherheit dankend angenommen wird. Nicht ist motivierender als sich des Vertrauens des Arbeitgebers sicher zu sein und jeder würde sich bemühen vorzuzeigen, dass sich dieser Vertrauensvorschuss für alle Seiten lohnt.

Vernetzung fördern

Junge Eltern starten gerade neu durch: Sie sehen sich mit neuen Rahmenbedingungen konfrontiert und versuchen ihre neue Welt der Familie mit ihrem anspruchsvollen Job zu verbinden. Arbeitgeber sollten hier nicht nur den Austausch unter den jungen Eltern fördern – die treffen sich voraussichtlich auch gerne mal „privat“, denn Kinder verbinden. Hier kann ebenfalls weitergedacht werden: Eltern können interne Veranstaltungen planen und ihre Ideen für Familienfreundlichkeit direkt umsetzen. Ungeahnte Ideen werden über diese selbst organisierten Möglichkeiten Realität. Im Mittelpunkt der Vernetzungsaktivitäten steht der Austausch auf Augenhöhe. Mitarbeitern aus unterschiedlichen Abteilungen auf jeweils unterschiedlichen Hierarchiestufen haben plötzlich etwas gemeinsam: Kinder und Familie. So entsteht Gesprächsstoff, der sich weiterentwickeln kann, und zwar business-mäßig formuliert: interdisziplinär und kreativ. Die Ideen werden weiterwachsen und das Business befruchten. Warum nicht auch die Kinder mitbringen?

Integration der Kinder fördern

Das geht für viele Arbeitgeber dann doch zu weit. Doch das Potenzial birgt ungeahnte Möglichkeiten. Nicht nur bei speziell organisierten Familientreffen der Unternehmen sollten Kinder dabei sein dürfen. Wir schauen auch in den „normalen“ Alltag: Was machen Eltern mit halb-kranken Kindern? Viele bringen sie doch in die KiTa mit der Folge, dass noch mehr Kinder angesteckt werden und sich das betroffene Kind auch nicht wirklich auskurieren kann. Dieser Kreislauf könnte für alle anders aussehen. Wenn sich Eltern mit deren Kindern angenommen und nicht falsch fühlen, werden neue Energien freigesetzt. Dinge entstehen, die anders nie entstanden wären.

Foto: Felicitas von Imhoff

Konkret heißt das: Kinderstimmen im Hintergrund bei Telefon- oder Videokonferenzen sollten erlaubt sein ohne verurteilende Blicke und Proteste. Wir haben wunderbare Erfahrungen gemacht mit unseren Kindern, die auch gut und gerne mal eineinhalb Stunden am Stück auf dem Schoß der Eltern sitzen, während diese fast ungestört über Video nicht nur am Geschehen teilhaben, sondern es auch tatkräftig mitgestalten konnten. Meine Kinder finden es mittlerweile normal, wenn ich skype, telefoniere oder mal am Laptop arbeite. Sie wissen, dass dies zum Alltag gehört genauso wie die Zubereitung des Mittagessens. Es ist alles eine Sache der Haltung. Wenn ich die Kinder nicht im Hintergrund verstecken muss, sondern sie ein offizieller und integrierter Bestandteil des ein oder anderen Arbeitstages sind, dann sind sowohl die Kinder als auch ich als auch die Auftraggeber entspannter. Kinder müssen nicht halbkrank fremdbetreut werden, können sich erholen und sind sogar tendenziell wieder schneller fit und gesund. Erfolgsrezept hierbei ist, dass ich mich für die Kinder nicht schämen muss, sondern offen damit umgehe. Das leistet sicher einen wesentlichen Beitrag zur Stressprophylaxe und lässt mich gegenüber meinen Kindern sowie gegenüber meinen Kollegen meistens ziemlich entspannt gegenübertreten. Durch den offenen Umgang mit der immer vorhandenen Schnittmenge aus „privat“ und „beruflich“ können wir Eltern mit der Energie gehen, statt viel Zeit und Nerven ins Verstecken und „weg organisieren“ zu investieren.

Persönlichkeitsentwicklung fördern

Das gilt natürlich allgemein, ist aber speziell während der Elternzeit und danach förderlich. Vielleicht ist die Stressgefahr in keiner anderen Lebensphase mehr so hoch, wie in der Zeit, in der junge Eltern das Leben mit kleinen Kindern und beruflichen Ambitionen zu verbinden versuchen. Wenn Arbeitgeber nun so weit gehen und Eltern eher mehr als weniger Verantwortung übertragen, dann hat dies offensichtlich hohe Ansprüche an die persönliche Weiterentwicklung. Viel Selbstverantwortung und Selbstorganisation setzt nicht zuletzt eine gute innere Selbstführung voraus. Das beugt garantiert einer oder mehreren Ladungen Stress vor, die gerne mal von einem Bereich in den nächsten überschwappen.

Elternzeit als ko-kreativen Prozess fördern

Die ersten Wochen und Monate nach der Geburt sind neben der Zeit mit dem Baby auch eine große Chance für Reflektion und zum Innehalten. Das ein oder andere New Work Unternehmen setzt bereits Sabbaticals um, in denen die „Auszeit“ der MitarbeiterInnen gefördert wird, um gerne auch mal Dinge zu hinterfragen und auf neue Ideen zu kommen. Die Elternzeit ist dabei noch völlig außerhalb des Radars, obwohl sie genauso viele Möglichkeiten des Abstand-gewinnens, Innehaltens und Hinterfragens bereithält. Die Elternzeit ist perfekt dafür, sich Gedanken über die Zeit danach zu machen und sich zu fragen, was man „wirklich, wirklich will“. Mitarbeiter können hier ihre persönlichen und beruflichen Pläne erarbeiten und diese idealerweise auch offen mit ihrem Arbeitgeber besprechen und weiterentwickeln.

Querdenken fördern

Lineares Denken ist bei diesen ko-kreativen Prozessen während der Elternzeit oft eine Falle. Viele Eltern aus der Generation der Neuen Arbeitswelten kommen aus anspruchsvollen Berufen, die gerne auch mal mit viel Reisen zu tun haben oder mindestens eine hohe Flexibilität der zeitlichen Verfügbarkeit notwendig machen. Wir kommen dann nicht weiter, wenn wir fragen, wie man diesen gleichen Job nun mit weniger Wochenstunden ausüben könnte. Stattdessen könnte eine gute Frage sein: Was sind Deine Stärken, Deine (neuen) Bedürfnisse, Deine Wünsche und wie kannst Du uns unter den neuen Rahmenbedingungen einen neuen Mehrwert bringen?

Beispiele aus der Praxis

Foto: Felicitas von Imhoff

Während meiner erste Elternzeit war ich als Unternehmensberaterin zuerst mit dem üblichen Problem konfrontiert: Wie übe ich mit Kind denn meinen Beruf noch aus? Zum Glück ist mein Chef selbst Vertreter des Themas „New Work“ und wir hatten die Möglichkeit unser lineares Denken bewusst zur Seite zu legen. Statt festzustellen, dass ich als Beraterin wohl kaum ein Projekt oder einen Kunden finde, bei dem ich viel von zu Hause arbeiten kann und mein Kind um spätestens 15 Uhr in der Krippe abholen darf, bei dem ich nicht reisen werde und ich trotzdem anspruchs- und verantwortungsvoll arbeiten darf, haben wir einfach gemeinsam einen neuen Job für mich kreiert. Für eine begrenzte Zeit war ich zuständig für den Auf- und Ausbau eines Beratungsthemas und übernahm die interne Koordination. Ich koordinierte ein Team mit Beratern und leitete die Erstellung einer Studie und das Aufsetzen des Außenauftritts für das Thema. Es musste nie in Frage gestellt werden, ob meine Arbeit tatsächlich einen Mehrwert für meinen Arbeitgeber brachte. Und der Job passte perfekt zu meiner Lebensphase: mit kleinem Kind und Kind Nummer 2 war bereits unterwegs. Mein Arbeitgeber profitierte von seinem eigenen freien Denken. Wir hatten keine gesetzlich getriebenen Diskussionen zum Wiedereinstieg, sondern waren inhaltlich und kreativ unterwegs.

Meine zweite Elternzeit war nochmals ganz anders. Ich hatte eine konkrete Business-Idee, die mit sich brachte, dass ich sie unabhängig von meinem Arbeitgeber umsetze. Der ließ mich während meiner Elternzeit „dann mal machen“ und beobachtete und unterstützte sogar zeitweise meinen Gründungsprozess, da er die Idee selbst gut fand und auch teilweise in Anspruch nahm. Ich durfte erleben, wie ich das Gefühl haben durfte genug für meine Kinder da zu sein UND gleichzeitig einen anspruchsvollen Job zu haben. Das wünsche ich allen Eltern in Elternzeit und auch deren Arbeitgebern.

Fazit

Natürlich sind nicht alle Berufe geeignet für die Umsetzung dieser Vorschläge. Jedoch immer mehr, und vor allem die neu entstehenden, dienstleistungsintensiven und/ oder online-getriebenen Jobs der Neuen Arbeitswelt und aus der Industry 4.0. Alle Jobs, in denen gute Ideen und Ergebnisse (zunehmend) wichtiger sind als reine Präsenzzeit, können mit Familie noch weitergedacht werden. Denn denken können die „Eltern der Neuen Arbeitswelt“ extrem gut – egal wo, auch auf dem Spielplatz.

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Unsere aktuellen Elternzeit Basecamps bundesweit.

Wir unterstützen die New Work Families:
New Work, Agile, Arbeiten 4.0, digitale Transformation – all das sind Entwicklungen in der Arbeitswelt, die Raum schaffen, Familienfreundlichkeit und Vereinbarkeit völlig neu zu denken. Die Kampagne New Work Families ruft zu einem deutschlandweiten Austausch auf, um zu neuen Ansätzen und Modellen für bedürfnisorientierte Vereinbarkeit zu inspirieren oder diese sichtbar zu machen.

 

 


Bayern2 besucht elterngarten

In München findet ein Elternzeit Basecamp nach dem anderen statt. Weitere Städte übernehmen das Konzept und bieten zunehmend mehr Basecamps für „ihre“ Eltern in Elternzeit an. Grund genug fürs Radio sich das mal genauer anzuschauen. Warum gehen Eltern mit ihren Babys zu elterngarten und nutzen ihre Elternzeit nicht nur für Krabbelgruppe und co, sondern auch für ein intensives Gruppencoaching?

Die Bayern2 Redakteurin durfte bei einer Basecamp-Session im Januar mitlauschen und befragte Teilnehmerinnen, Tanja als Gründerin von elterngarten und Christine als Basecamp-Coach zu ihren Erfahrungen. Es kam sogar eine ehemalige Teilnehmerin dazu, deren Basecamp bereits einige Monate zurück lag. Sie erzählte von ihren Erfahrungen mit der Zeit danach und wie sie letztendlich ihren Wiedereinstieg organisiert hat. Ist sie ihrer Basecamp-Vision ein Stück näher gekommen? Auch eine aktuelle Teilnehmerin spricht darüber, warum sie am Elternzeit Basecamp teilnimmt und wie sie es aktuell erlebt. Christine erläutert unser Elternzeit Basecamp Konzept und Tanja erzählt davon, wie die elterngarten-Idee entstanden ist, wie die Anfänge vor mehr als einem Jahr waren und welchen Beitrag heute elterngarten für Eltern, Arbeitgeber und Gesellschaft leistet.

Wir sind sehr gespannt, was aus über einer Stunde Hör-Material letztendlich in den 3,5 Minuten gelandet ist, die im Rahmen des Bayern2 Notizbuchs am 21.02.2017 zwischen 10 und 12 Uhr ausgestrahlt werden. Hier geht es zum Radio-Streaming von Bayern2. Hier kannst Du Dich für einen Termin-Reminder eintragen und gemeinsam hören wir in unserer Facebook-Community, was Bayern2 über elterngarten berichtet.

Nachtrag: Beitrag auch als Podcast verfügbar!

Hier geht es zum Bayern2 Podcast.


Blogbeitrag aus dem Hamburger Basecamp – Werde die, die Du bist

Melanie Couson ist unsere elterngarten Coach in Hamburg. Sie hat diesen Blogbeitrag nach der ersten Session des Hamburger Basecamps geschrieben. Im Original ist er auf der Seite von Melanie Couson nachzulesen. Danke Melanie für den tollen und energiegeladenen Blogbeitrag!

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Letzte Woche ist mein erstes Elternzeit Basecamp für den elterngarten in Hamburg gestartet. Die Idee dahinter ist, dass Mütter (und Väter) in Elternzeit sich in einem Gruppencoachingprozess mit ihren Wünschen und Zielen für ihr Familienleben auseinandersetzen. Zum ersten Mal begleite ich fünf Frauen dabei und schon der Start hat mich sehr nachdenklich gemacht.

Vor mir saßen fünf kluge und hochqualifizierte Frauen, die vor der Elternzeit erfolgreich in ihren jeweiligen Berufen gearbeitet hatten – allerdings waren auch 70-Stunden-Wochen und Arbeit bis tief in die Nacht ganz normal. Mit Kind keine Option. In der ersten Session geht es darum sich die eigenen Stärken wieder bewusst zu machen, alte und neue. Wenn wir das Gefühl haben den ganzen Tag nur noch Windeln zu wechseln und unser Baby in den Schlaf zu schuckeln, wenn ein guter Tag einer ist an dem wir es geschafft haben zu duschen UND die Zähne zu putzen – dann geht uns nach einer Weile das Gefühl dafür verloren, was wir alles schon geschafft haben und weiterhin jeden Tag schaffen.

Als die Teilnehmerinnen so erzählten und auf Karten an der Wand immer mehr Stärken gesammelt wurden, da fand ich es mal wieder zum Haareraufen, was der Arbeitswelt da eigentlich an Potential verlorengeht. Und das nur weil sich die 40-Wochenstunden-Präsenz (Minimum) plus maximale Flexibilität so hartnäckig hält, obwohl es doch gerade in unseren heutigen Welt so viele andere Lösungen geben könnte. Obwohl längst allen klar ist, dass kein Mensch 8 Stunden am Tag – geschweige denn noch länger – produktiv sein kann, werden die Kraft, die Ideen und die frische Perspektive von Frauen verschenkt, bloß weil sie auch für ihre Kinder da sein wollen. Manche haben Glück, die allermeisten eher nicht. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus, denn daran können wir nur bedingt etwas ändern (darauf komme ich später zurück).

Mir ist mal wieder klargeworden, dass die Elternzeit viele in eine Krise stürzt. Und Krisen sind etwas Gutes (auch wenn ich jedem, der mir das in meiner eigenen Elternzeit-Krise hätte verkaufen wollen, wahrscheinlich eine Bratpfanne um die Ohren gehauen hätte). Aber wenn wir auf unser bisheriges Leben zurückblicken, woran sind wir am meisten gewachsen? An den Zeiten in denen alles fluffig war, alles superglatt lief? Oder an den Zeiten, in denen wir mit geplatzten Träumen, mit Rückschlägen und mit Verlusten konfrontiert waren? In der Krise haben wir das Gefühl, dass das, was unser Leben bisher zusammengehalten hat, um uns herum weg bricht. Uns war nicht bewusst, wieviel Stabilität und Sicherheit uns dieser Job gegeben hat – bis wir plötzlich von morgens bis abends allein mit Baby zu Hause sitzen und gar nicht so glücklich darüber sind wie wir uns das vorgestellt haben. Aber das Gute daran ist: wenn alles um uns herum weg bricht, bricht auch viel von dem weg, das eigentlich gar nicht richtig zu uns gehört hat. Übrig bleibt die, die wir wirklich sind.

Manche Teilnehmerinnen haben das schon vorsichtig angedeutet. Eigentlich war ich gar nicht so glücklich darüber 70 Stunden in der Woche zu arbeiten. Eigentlich ist meine Partnerschaft schon damals viel zu kurz gekommen. Eigentlich hab ich mich mit dem Job viel zu sehr identifiziert. Eigentlich wollte ich immer was anderes machen, hab mich aber nicht getraut.

Darin liegt die große Chance in der Elternzeit. Für viele ist es nicht einfach auszuhalten, dieses Gefühl irgendwie „ausgebremst“ zu sein. Gerade wenn man vorher mit vollen Terminkalendern, beruflichen Erfolgen und vielleicht noch vielen Reisen gelebt hat. Aber wir müssen erst einmal – zumindest halbwegs – zum Stehen kommen, wenn wir Klarheit für unseren weiteren Weg gewinnen wollen. Wer macht das schon, wenn er gerade mitten im Hamsterrad steckt?

img_4532Wenn wir in der Krise langsam verstehen, was uns eigentlich immer so angetrieben hat, was wir wollen, was wir nicht mehr wollen, welche Sehnsüchte in uns schlummern, die wir nicht weiter unterdrücken können – dann bekommen wir auch eine ganz andere Verhandlungsposition. Mit der Klarheit in diesen Fragen können wir z. B. auf unsere Partner und auch auf unsere Arbeitgeber ganz anders zugehen. Wenn wir wissen, was uns wirklich wichtig ist, was verhandelbar ist und was nicht, treten wir ganz anders auf. Dann bedeutet das manchmal, dass der Arbeitgeber uns entgegenkommt, weil er merkt, dass wir nur so gut arbeiten können. Oder aber, dass man sich von einem Arbeitgeber trennt, einen neuen Job sucht oder doch den Schritt in die Selbständigkeit wagt. Vielleicht bedeutet es, dass man mit dem Partner eine feste Zeit vereinbart in der man ungestört malen kann, einfach weil es so gut tut. Oder dass man sich doch die Babysitterin gönnt, nur um mal in Ruhe eine Runde im Park drehen zu können.

Und um auf die Veränderung der Arbeitswelt zurück zu kommen: ich glaube/hoffe, dass Arbeitgeber es sich in Zukunft nicht leisten können werden, auf familienunfreundlichen Arbeitsmodellen zu beharren. Ich glaube/hoffe, dass allein die demographische Entwicklung da ihr Übriges tun wird. Bis dahin allerdings ist das Beste, was wir tun können, uns selbst absolut klar darüber zu werden, wer wir sind, was wir wollen und was nicht. Und uns dann an die Aufgabe machen, unsere Lebensumstände dem anzupassen.

Und jetzt frage ich Dich: Wie erlebst Du/hast Du Deine Elternzeit erlebt? Was hast Du über Dich gelernt? Konntest Du Deine Wünsche nach der Elternzeit umsetzen? Wenn nein, was glaubst Du woran das lag?

Autorin: Melanie Couson, elterngarten Coach Hamburg


Persönlichkeitsentwicklung im Elternzeit-Alltag

Kinder, Haushalt, Job: In einem fremdbestimmten Alltag kann die Laune schnell in den Keller gehen. Aber was verdirbt sie uns eigentlich? Und was hebt sie? Es sind unsere inneren Stimmen, die zu allem einen Kommentar abgeben. Doch wenn man versteht, woher sie kommen, kann man zufriedener durch den Alltag gehen. Bei EditionF hat elterngarten Gründerin Tanja über Persönlichkeitsentwicklung und Alltag geschrieben.

Glücksgefühle am Bügelbrett

Ja, ich meine es ernst. Im fremdgesteuerten Alltag mit zwei kleinen Kindern habe ich unter anderem eine ganz wesentliche Sache erkannt: Wie ich trotz Fremdbestimmtheit glücklich sein kann. Und wie Selbstbestimmtheit und Freiheit in der Fremdbestimmtheit funktionieren kann. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern im Alltag erlebbar. Ich muss nicht auf den nächsten Urlaub oder eine bestimmte Person da draußen warten. Ich kann ständig im Dienst stehen – in dem meiner Familie, den Kindern, meinen Kunden, der Welt. Ich kann den Boden putzen, die Spülmaschine ausräumen, Besorgungen erledigen, am Laptop arbeiten oder eben bügeln – und könnte bei allem vor Glück platzen.

Über die üblichen Verdächtigen, die mir gerne mal den Tag vermiesen

Die üblichen Verdächtigen in mir drin, haben mir sonst gerne mal den Tag vermiest: Angst, Unsicherheit, meine Kritikerin, die Kritikerin der Kritikerin, die Gestresste, die Getriebene und so einige andere. Alles Persönlichkeitsanteile, die zu allem was zu sagen haben. Ich konnte am schönsten Strand der Welt stehen und kritisierte mich dennoch dafür, dass ich das nicht ausreichend genieße. Ganz schön übel!

Doch meine Haltung hat sich geändert und damit auch meine Beziehung zu diesen ehemaligen Alltagsfeinden. Jetzt stehe ich am Strandund höre meiner Kritikerin zu, falls sie noch was zu sagen hat. Das schließt aber nicht aus, dass ich den Strand genießen kann. Durch die Veränderung meiner Beziehung zu meinen inneren Anteilen, wie man diese Stimme in der Therapie nennt, haben diese sich wiederum verändert und ihre eigene kleine Transformation erlebt. Ich verstehe meine innere Kritikerin plötzlich. Und ich bin überzeugt: sie meint es eigentlich gut. Sie meinte es gut, als sie sich diese Methode des Kritisierens angeeignet hat. Wahrscheinlich wollte sie mich vor einer peinlichen Situation beschützen oder mich zum Lernen motivieren, um etwas zu erreichen. Es gibt viele Gründe, für die ein Kritiker auch einen guten Job übernehmen kann. Damals war das angebracht, heute nicht mehr. Das können wir gemeinsam erkennen und uns folglich neue Möglichkeiten des Zusammenlebens gestalten.

Die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen

Klingt verrückt? Ist es nicht. Und auch nicht peinlich. Die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen ist mittlerweile nichts Ungewöhnliches mehr. Verschiedene Strömungen der Psychotherapie und im Coaching wenden Modelle wie das „Internal Family System“ (Richard C. Schwartz) oder das „Innere Team“ (Friedemann Schulz von Thun) an. Weil es in den meisten Fällen funktioniert. Ein Eintauchen und Arbeiten mit Persönlichkeitsanteilen hat sich offensichtlich für viele schon gelohnt.

Ich finde die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen bestechend einfach und möchte gerne dazu ermutigen es auszuprobieren: sei es im Selbst-Coaching, zu zweit, in der Gruppe, oder auch und vor allem im Leben mit Haushalt und Kindern – dort sind unsere Anteile am lautesten! Die meisten Persönlichkeitsanteile haben wir in unserer (frühen) Kindheit ausgebildet und seitdem relativ wenig verändert. Schon mal erlebt, wie ihr Euch beim Schimpfen mit Euren eigenen Kindern ertappt und denkt: „Was rede ich hier eigentlich? Das hört sich an wie meine blöde Lehrerin damals. Warum rede ich so, wenn ich das doch gar nicht will?“ Die Kritikerin, die mir mein Innenleben gerade so schwierig macht, lässt auch nach außen Dampf ab. Die Kinder hören sie und im schlimmsten Fall verinnerlichen sie sich diese Stimmen für den Rest ihres Lebens. Ein bisschen Distanz wäre angemessen, um Wucht und Wirkung nach innen und außen zu relativieren.

Wer hat wen unter Kontrolle?

Der Kniff: Persönlichkeitsanteile haben uns voll unter Kontrolle, solange wir uns deren nicht bewusst sind. Ihre Wirkung ist dann maximal. Selbst nach Jahren Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen kommt immer mal wieder jemand um die Ecke, der bis dahin so selbstverständlich für uns war, dass er oder sie einfach nie aufgefallen ist. Unter Umständen verändert sich sehr viel oder alles, wenn sich auf einmal ein Persönlichkeitsanteil zeigt, der uns bis dahin fest im Griff hatte. Die Beschreibung „Aha-Effekt“ ist dann oft viel zu tiefgestapelt. So hatte mich jahrelang meine „Anspruchsvolle“ geführt. Leute konnten mir sagen, dass ich zu viel von mir verlangen würde. Ich habe das überhört oder gedacht, dieses Urteil sei übertrieben. Das war alles meine „Anspruchsvolle“, mit der ich voll identifiziert war. Der Leistungsdruck war normal für mich. Ständig war ich nicht gut genug und ich hatte tausende Gründe, warum ich mit meinen Leistungen unzufrieden war. Als ich sie „ertappt“ und meine Beziehung zu ihr verändert hatte, spielten sich sämtliche Situationen auf einmal anders ab. Das heißt nicht, dass sie jetzt nicht mehr in mir wirkt, aber unsere „Zusammenarbeit“ ist viel kooperativer geworden.

Ganz einfache Tricks für zu Hause, um glücklicher zu werden

Man kann zu Hause, unterwegs und mitten im Alltag verdammt gut mit Persönlichkeitsanteilen arbeiten. Der Trick ist ganz einfach. Versuche Dir mal selbst zuzuhören, während Du im Alltag rotierst. Wer redet da gerade? Wer schimpft, wer kritisiert? Unsere Anteile zeigen sich gerne auf für sie charakteristische Weisen: Schau in Dich herein und spüre nach. Welche Gedanken und Bilder kommen, wie fühlt sich das jeweils an? Wut im Bauch, Angst im Nacken, dröhnender Kopf, bleibt Dir die Luft weg? Körperliche Empfindungen lügen nicht. Sie sind oft ein hilfreicher Wegweiser darüber, was gerade wirklich abgeht. Und sie verändern sich, wenn man sie mit Interesse und Neugierde beobachtet. Wird es warm, kalt, groß, klein, eckig, weich, etc.? Die Verbindung der Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen mit Körperarbeit ist bestechend. Das kann oft zu Antworten führen, die man auf der rationalen Ebene nie gefunden hätte.

Die erste Reaktion bei unangenehmen Gefühlen und Empfindungen ist oft sie loswerden zu wollen. Auf den Kritiker reagiere ich unter Umständen mit Hass. Auf die Anspruchsvolle mit genervten Gefühlen. Doch das Schöne an uns Menschen ist: Es gibt etwas, das diese ganzen Theaterspiele sehen kann. Und das Sehende, das Beobachtende, das nicht mehr beobachtet werden kann, ist nie genervt, kritisiert nicht, hasst nicht. Es ist in sich ruhend, neugierig, wohlwollend und hat Gnade und Verständnis mit den wirkenden Anteilen, die sich oft das Leben gegenseitig schwermachen. Richard C. Schwartz redet hier vom „Selbst“, das in vielen anderen Systemen, Lebensanschauungen und Theorien auch andere Namen haben kann: der Zeuge, die Präsenz, der Beobachter, etc. Unterschiedlichste Kulturen berichten von den gleichen Erfahrungen, was jetzt hier zu weit führen würde. Für mich ist an dieser Stelle, in meinen (Selbst-)Coachings oder mit meinen Kindern nur eines wichtig: es funktioniert – unabhängig von Herkunft, Kultur oder Ausbildungsstand.

Die verschiedenen Rollen der Persönlichkeitsanteile

Unterschiedliche Anteile haben unterschiedliche Funktionen und auch Bedürfnisse. Schwartz kategorisiert beispielsweise in beschützende Anteile, verletzte oder „verbannte“ Anteile (die inneren Kinder) und in „Feuerbekämpfer“, die ebenfalls beschützend wirken wollen. Wunderbar zu erleben im Alltag mit Kindern. Schon mal ausgerastet, als das Fass übergelaufen war? Das war vielleicht ein Feuerbekämpfer. Sicher auch bereut danach? Wir haben uns in unserem Leben so viele starke Muster und Automatismen angeeignet, die irgendwann ihren Sinn hatten.

Es ist eine spannende Abenteuerreise in diese Geschichten einzutauchen und anzufangen zu verstehen. Und beim nächsten Mal kurz vorm überkochen gelingt es Dir vielleicht innezuhalten und einen anderen Weg einzuschlagen: im Team sozusagen, gemeinsam mit dem Hass, der gerade im Schwung war Dich komplett zu übernehmen, mit Dir zu verschmelzen. Dir ist es gelungen Distanz zu Deinem Hassin Dir zu bewahren und Dich nicht überwältigen zu lassen, ihm ins Gesicht zu schauen und ihn zu erkennen. Deine Haltung ändert sich plötzlich, Deine Beziehung zum Hass ändert sich, Du spürst Verständnis und Wohlwollen. Und mit dieser Beziehung in Dir verändert sich auch plötzlich Deine Beziehung zu Deinem Kind. Die eben noch fast eskalierende Situation endet darin, dass Ihr Euch in den Armen liegt und vor Glück heulen könntet…

Was die Arbeit mit mir selbst mit dem Bügeln zu tun hat

Es lohnt sich den inneren Stimmen einfach mal zuzuhören und einen empathischen Zugang zu ihnen finden. Ihr kommt ins gemeinsame Arbeiten.
Beim Bügeln, Spülen, Putzen und im Familienalltag mit Kindern und den Nächsten geht das wunderbar und zeigt einen direkten Effekt. Hier muss man sich nicht verstellen und kann im besten Fall offen kommunizieren, was man gerade beobachtet. Und wer die einzelnen Anteile ausreichend kennengelernt hat merkt, dass man ihnen nicht mehr kritisch, hassend oder genervt gegenüberstehen muss. Dann zeigt sich das Glück am Bügelbrett.

Und Du bist dankbar für dieses wundervolle Leben. Hinter Deiner Angst, Deinem Kritiker oder Deiner Gehetzten gibt es eine Ebene, die ruhig bleibt. So wie das tiefe Meer unter den Wellen. Und vielleicht ist gerade diese Stille das Wichtigste, was wir heutzutage in den Wirren unseres Alltags und der Welt erleben können. Wir erkennen das Theaterspiel und die Egokämpfe von bestimmten Persönlichkeitsanteilen, die miteinander in Wechselwirkung gehen und sich gegenseitig Energie abzapfen. Und was bleibt, wenn wir hinter die Kulissen schauen? Wir heilen die Beziehung mit uns selbst, unseren Liebsten und der Welt. Und was am Anfang sehr belustigend geklungen haben mag, ist vielleicht das Wichtigste im Leben.

Frieden fängt in unserem Inneren an

Es gibt Menschen mit viel Macht und Hebeln in der Hand, denen ich mehr Zeit zum Innehalten wünsche. Denn am Ende geht es um viel mehr als Glücksgefühle. Es geht um respektvolle Begegnung mit sich selbst und der Natur und Kulturen dieser Erde. Statt auf Hass mit Hass zu reagieren oder auf Angst mit Angst, lohnt sich der Blick hinter die Kulissen. Welche Geschichte hat Deine Angst? Dein Hass? Deine Arroganz? Du beginnst zu verstehen und wirst anders auf Deine Anteile reagieren. „Ihr“ könnt gemeinsam kreativ werden und ein anderes Leben gestalten. Diese Haltung verändert potenziell alles. Frieden fängt in unserem Inneren an.

Hier ist der Artikel im Original zu lesen.


So war’s im dritten Münchner Elternzeit Basecamp!

Münchner Elternzeit Basecamp Oktober 2016
Münchner Elternzeit Basecamp Oktober 2016

Die letzte Session eines Elternzeit Basecamps ist immer sehr bewegend. Wir haben uns zwar „nur“ 5 mal 90 Minuten getroffen. Doch unsere Arbeit im Basecamp Prozess geht ans Eingemachte und wir lernen uns dadurch doch relativ intensiv kennen. Wir teilen mit uns unsere Stärken, unsere Bedürfnisse und Werte, unsere Vorstellungen von beruflicher Karriere und von einem schönen und stressfreien Familienleben. Durch das Setting im Gruppencoaching-Prozess gehen wir durch eine intensive Selbsterfahrung, die wir von den anderen Gruppenteilnehmerinnen widergespiegelt bekommen. Erkenntnisgewinn ist dabei eigentlich garantiert.

IMG_4178Jede Elternzeit-Basecamp Gruppe ist anders und legt selbst unterschiedliche Schwerpunkte. So kam in dieser Gruppe das „Aufräumen und Ausmisten“ von einigen Teilnehmerinnen: Ballast abwerfen und sich von dem trennen, was uns in unserer heutigen Lebenssituation mit Kind nur noch stört und Energie verschwendet. Ansonsten sind die Frauen heute mit sehr konkreten Schritten nach Hause gegangen, was sie persönlich und beruflich nun „in Angriff“ nehmen möchten. Bei einer Teilnehmerin steht jetzt ein Gespräch mit dem Arbeitgeber an mit einem „besseren“ Vorschlag, wie sie sich intern „trotz Teilzeit“ weiterentwickeln könnte. Der Arbeitgeber war da von sich aus eher unkreativ. IMG_4171Bei einer anderen Teilnehmerin steht die Planung eines Umzugs in eine neue Stadt an. Eine Teilnehmerin möchte sich einen neuen Job in einem bestimmten Bereich umschauen, der für sie während des Basecamps von wachsender Bedeutung war. Eine Teilnehmerin möchte sich neben ihrer beruflichen Planung für die Selbstständigkeit auf den Immobilienmarkt wagen. Auch das private Leben hatte in den Visionen und der Planung der nächsten Schritte einen großen Platz. Welche Betreuung stellt man sich vor, wie lang und ab wann? Die Absprachen mit dem Partner, das Übereinanderlegen der Vorstellungen bzw. IMG_4180das Planen von Überzeugungsstrategien für den Ehemann :-). In einem waren die Teilnehmerinnen einig: Es hat sich gelohnt, sich diese Gedanken in diesem strukturierten Basecamp-Prozess zu machen. Dafür sind wir ja auch da! Unsere Unterlagen und Übungen sind professionell aufbereitet und ermöglichen einen intensiven Prozess des Innehaltens, Reflektierens und Gestaltens.

Insgesamt haben wir wieder einen ganz tollen 5-wöchigen Prozess erlebt und wir bedanken uns bei den Teilnehmerinnen für Euer Vertrauen. Wir wünschen Euch nun alles Gute für Eure nächsten und auch langfristigen Schritte!

Und danke Helen für Dein Video Statement, wie Du und Dein Kleiner das Elternzeit Basecamp erlebt haben!

Die nächsten Elternzeit Basecamps findest Du hier.

Mehr Infos zum Basecamp gibt es hier.

Ein Erfahrungsbericht von einem Elternzeit Basecamp gibt es hier.

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Erkenntnisse aus unseren Elternzeit Basecamps

161004_IMG_7544Heute fand die zweite Session unseres aktuell laufenden Elternzeit Basecamps statt. Einige „Muster“ wiederholen sich doch immer wieder, auch wenn der Teilnehmerkreis in jedem Elternzeit Basecamp ein anderer ist und jede Gruppe ihren eigenen Charakter hat. Wir haben bereits unglaublich viele „Learnings“ im ersten elterngarten-Jahr gesammelt, viele Begegnungen, persönliche Geschichten und ein zunehmender Erfahrungsschatz gehen in unsere Arbeit in den Basecamps ein. Und es ist kein Witz, im Hintergrund basteln wir schon an einem elterngarten-Buch, in dem wir unsere Erfahrungen in mehr Tiefe und Details beschreiben. Dieses Buch soll genauso wie elterngarten auch allen Eltern in Elternzeit eine Inspirationsquelle dafür sein, was in der Elternzeit jenseits von Haushalt und Kind auch noch dran sein könnte. Über einige diese „Muster“ reflektiere ich in diesem Beitrag und nehme damit gerne schon mal ein paar Geschichten vom Buch vorweg.

Geteilte Erfahrungen sind halb so schlimm, z.B. die: Mama voller Pläne und am Ende vom Tag „nichts geschafft“ – was sagt uns das?

Das ist schon harter Tobak. Doch so Gedanken treiben uns. Und das darf auch mal angesprochen werden. „Unsere“ Frauen sind teilweise schon ziemlich deprimiert mit den sonstigen Angeboten für die Elternzeit und wir bekommen so viele dankbare Rückmeldungen, dass es uns „endlich“ gibt. Wir möchten ja gar nichts gegen Pekip und Krabbelgruppen sagen, aber Elternzeit ist eben nicht „nur das“, nur „auch das“. Nicht nur Baby, nicht nur Haushalt, nicht nur Familienalltag.

„Unsere“ Frauen haben meistens schon viel Berufserfahrung, sind beruflich aufgestiegen, haben Studium und Weiterbildungen erlebt, Führungsverantwortung übernommen, 60+-Wochenstunden erlebt, tolle Projekte gerissen und den Kick von Erfolg genossen. Sie würden sich vielleicht nicht als „Karrierefrauen“ bezeichnen mit ihrer typisch weiblichen Bescheidenheit. Aber die Ansprüche, die die Frauen antreiben, lassen „objektiv“ oft anderes implizieren.

„Unsere Frauen“ sind engagiert und ambitioniert. Jede auf ihre eigene Art, in ihrem eigenen beruflichen Umfeld. Pläne sind groß, an Ideen mangelt es meist nicht. Der Knackpunkt ist die Umsetzung. Mit Kind ist das alles schwieriger. Denn man ist eben jetzt nicht nur Unternehmensberaterin, Trainerin, Führungskraft, etc. Sondern man ist auch Mutter. Und zwar von einem kleinen bedürftigen Kind, das viel Zeit beansprucht und diese auch bekommen soll.

IMG_3599So gerät einiges außer Kontrolle, und genau darüber haben wir heute auch gesprochen. Baby krank, unruhige Nacht gehabt, schlecht gelauntes Kind? Und mal wieder die Enttäuschung: Mama voller Pläne und am Ende vom Tag „nichts geschafft“. Eine Mutter schilderte heute wie frustrierend es ist eine Business Idee zu haben und keine Möglichkeit zu finden, das „mal endlich richtig anzugehen“. Denn das Mittagessen muss gekocht werden und die Wäsche gewaschen. Mann unterwegs, Großeltern wohnen nicht in der gleichen Stadt. Das Chaos breitet sich im Haushalt so schnell aus, dass einem die eine Stunde, die man doch mal in eine Recherche gesteckt hat, direkt wieder auf die Füße zu fallen droht. Reaktion in unserer Runde: Keine schiefen Blicke der anderen Frauen, einfach nur Verständnis und Mitgefühl.

Glaubenssätze benennen entzieht ihnen die Kraft und macht Raum für neue Möglichkeiten

In unseren Elternzeit Basecamps hat all das Platz. Wir reden offen über unsere verlorene Kontrolle, Karrierepläne, kreative Ideen und Selbstverwirklichungsträume. Und die garantierte Erkenntnis: anderen geht es auch so. Und es gibt Möglichkeiten, mit all dem gefühlten „Chaos“ besser umzugehen, mit den eigenen Ansprüchen selbstbewusster zu jonglieren. Meist sind es nicht nur äußere Stellschrauben. Wir haben hier einen Rahmen über unsere inneren Glaubenssätze zu reflektieren und innere Antreiber zu erkennen, die uns bis zu ihrer Benennung fest im Griff hatten. Jetzt haben wir die Möglichkeit sie bewusster einzusetzen und schaffen uns vor allem auch mehr innere Freiheiten. Das kann ganz grundsätzliche Veränderungen anstoßen. Alles auf dem Weg zu mehr Lebensqualität und Zufriedenheit im täglichen Spagat zwischen Familie und Beruf.

Elternzeit für sich nutzen – ein Tabu wird zu einer Kraft spendenden Energiequelle

Was für mich wirklich die schönste Erfahrung ist sind die strahlenden Augen der Frauen – vor allem in der vierten Session, in der es um die Vision von Beruf und Familie geht. Die Frauen bekommen jetzt den Raum, die Zeit und die Tools geschenkt, sich ganz bewusst mit den eigenen Bedürfnissen, Wünschen, Zielen und Plänen auseinanderzusetzen, sowie mit inneren Glaubenssätzen und Blockaden, mit denen wir uns oft selbst im Weg stehen. Trotz oder gerade mit Kind. Denn die Elternzeit ist die perfekte Zeit fürs Innehalten und zu hinterfragen, ob man auf dem richtigen Weg ist oder doch etwas verändern möchte. Wie gesagt, trotz oder gerade wegen Kind.

Bewusste Entscheidungsprozess während der Elternzeit – nicht erst danach

IMG_3601Oft sind bei uns auch die Zweifach-Mütter. Auch wieder eine Erzählung von unserer heutigen Session. Eine Zweifachmama, die bisher einen verantwortungsvollen Job im Online-Marketing Bereich inne hatte, erzählte heute von ihrer Erfahrung mit dem ersten Kind. Karriere ging nach der ersten Elternzeit weiter, Wiedereinstieg im siebten Monat, Kind bis 19 Uhr in Fremdbetreuung. „Das will ich nicht mehr machen“. Wie möchte ich wirklich leben mit Familie und Karriere? Sehr oft kommen auf uns Mütter zu, die bedauern, dass es elterngarten „zu ihrer Elternzeit“ noch nicht gegeben hat. Es ist vergleichslos wertvoll, bewusste Entscheidungsprozesse zur persönlichen und beruflichen Veränderung in die Elternzeit zu legen – und diese nicht auf die Zeit danach zu verschieben, wenn das Hamsterrad schon wieder angesprungen ist.

Daher arbeiten wir gerade daran, das elterngarten-Konzept auch Eltern jenseits von München zur Verfügung zu stellen. Es hakt noch etwas an der Bekanntheit. Doch unsere Ausrichtung ist klar. Wir möchten deutschlandweit jeder Frau, die sich hier angesprochen fühlt, die Möglichkeiten von elterngarten bieten. Das Elternzeit Basecamp gehört für sie vielleicht in ein paar Jahren genauso selbstverständlich zur Elternzeit wie der Rückbildungskurs.

Daher, wir bedanken uns für Euer Vertrauen und Eure dankbaren Rückmeldungen und freuen uns natürlich übers teilen und weitererzählen: an alle, die gerade das Glück haben in Elternzeit zu sein!

PS: Willst Du über Veranstaltungen, neue Blogbeiträge und Interviews auf dem Laufenden bleiben? Dann melde Dich zu unserem Newsletter an.

PPS: Wir bedanken uns bei den derzeitigen Teilnehmerinnen für die Erlaubnis, die Fotos aus der Session nutzen zu dürfen!

 


Saison-Start elterngarten bundesweit – Neues Video!

Wir sind total gespannt auf die neue Saison. Unseren Urlaub und die Kindergartenferien haben wir nicht nur für Ausflüge mit der Familie genutzt. Wir, Tanja und Tanja, waren kreativ und haben ein Video für elterngarten gebastelt. Wir wollten in 90 Sekunden erklären, warum wir die Elternzeit für so eine besondere Zeit halten und wie wir Eltern die Elternzeit durch ein Angebot bereichern, das es bisher in dieser Form bundesweit noch nicht gibt. Wir freuen uns auf Feedbacks zum Video!

Was jetzt definitiv noch fehlt ist der explizite Verweis darauf, dass wir nach und nach in immer mehr Städten in Deutschland zu finden sind. Offiziell sind ja schon München, Bonn, Bochum, Dortmund und Berlin mit am Start. Hamburg, Leipzig und Köln begeben sich gerade Richtung Startlöcher. Die Städte haben wir weniger nach den Eltern in Elternzeit ausgesucht. Das hat sich ganz ehrlich gesagt einfach ergeben durch unser Netzwerk und bekannte Coaches, die gerne die elterngarten-Idee mit voran treiben möchten.

Im Hintergrund laufen daher gerade die „Train-the-Trainer-Sessions“ zum Elternzeit Basecamp. Das Konzept geben wir an die mitmachenden Coaches weiter inklusive aller Arbeitsblätter, die wir in München erstellt haben und Erfahrungen, die wir bisher gemacht haben. Wir hatten letzte Woche den ersten Call „in der großen Runde“ und freuen uns auch auf den gemeinsamen Austausch rund um unsere Erfahrungen mit den Elternzeit Basecamps in den jeweiligen Städten. Das heißt mal wieder beginnt eine neue spannende Phase bei elterngarten und wir sind gespannt auf die nächsten gemeinsamen Schritte.

Interesse am Elternzeit Basecamp in Deiner Nähe? Hier sind die aktuellen Angebote. Und es lohnt sich das mitzuverfolgen, denn es kommen ja stetig neue Standorte dazu! Hier kannst Du Dich zu unserem Newsletter anmelden.


elterngarten – ein Blick hinter die Sommerkulissen

Sommerpause! Die nächsten Elternzeit Basecamps sind erst wieder ab September terminiert und auch auf Impuls-Sessions verzichten wir im Hochsommer. Hin und wieder steht mal ein Einzelcoaching an, doch insgesamt sind wir bei elterngarten gerade mehr hinter den Kulissen aktiv. Wir nutzen die „freie“ Zeit für die Vorbereitung der nächsten elterngarten-Phase. Die vielen Anfragen aus anderen Städten haben uns dazu gebracht, dass wir unseren ursprünglichen Plan etwas angepasst haben. Statt noch mehr Ideen in München umzusetzen, setzen wir erst mal eine Idee in weiteren Städten um. Und die weiteren Ideen haben wir abgespeichert und nur verschoben – nicht aufgehoben!

Cova d'en Xoroi, Menorca
Cova d’en Xoroi, Menorca

Angelina und Katrin für Berlin und Tanja für Bonn sind ja bereits auf unserer Website zu finden. Wir unterhalten uns darüber hinaus aber auch gerade sehr intensiv mit weiteren Coaches und werden in den nächsten Wochen noch Elternzeit Basecamps in Hamburg, Leipzig, Bochum und vielleicht weiteren Städten anbieten. Das war tatsächlich nicht unser Plan, als wir im April mit dem ersten Elternzeit Basecamp in München gestartet sind. Aber das Konzept des Basecamps bewährt sich, Nachfrage ist da, die Website ist da, Konzept ist da, Coaches sind da… Nutzen wir den Schwung, den wir gerade haben!

So erleben wir gerade ein Community-Building mehrerer Coaches, die bereits Erfahrungen in Zusammenarbeit mit Müttern/ Eltern haben und gerne ein aktiver Teil des elterngarten-Netzwerks werden. Es ist klar, wir sind immernoch im Start-up Modus. Die Coaches, die jetzt ein Teil des Netzwerks werden, wollen mit gestalten, mit aufbauen und sind wirklich – wie wir es jetzt nennen – „Coaches der ersten Stunde“. Es ist also durchaus sehr sehr spannend gerade bei uns hinter den Sommerkulissen…

Aber auch ganz operative Sachen stehen an. So überarbeiten wir gerade unseren Flyer für das Elternzeit Basecamp und arbeiten mit einer Zeichnerin zusammen an einem tollen Elternzeit-Video. Auch ein gemeinsames Buchprojekt haben wir angestoßen – dazu werden wir gerne beizeiten auch noch mehr verraten.

Also, von Langeweile keine Spur. Abgesehen davon, dass im August der Kindergarten zu hat und nur mit Unterstützung der erweiterten Familie das ein oder andere gemacht werden kann. Wir waren Anfang Juli für 2 Wochen mit meiner Familie in Menorca (siehe Bild) und ich habe eine gute (aufgetankte) Energie-Basis für einen Sommermix aus elterngarten-„Arbeit“ und Familie. Darauf freue ich mich jetzt sehr und wünsche allen elterngarten-Followern einen ebenfalls schönen und gerne auch ebenso kreativen Sommer. Ich freue mich immer über Grüße aus der Welt und die ein oder andere Anmeldung und Anfrage für die Basecamps ab September!

Und vielleicht bieten wir im nächsten Hochsommer dann mal ein Elternzeit Basecamp in einem schönen Familienhotel an? Das Setting wäre perfekt und der Urlaub ist eigentlich auch perfekt um sich Gedanken über die Zeit nach der Elternzeit machen. Denn eines steht fest: Elternzeit verändert – persönlich und beruflich. Wir freuen uns bald noch mehr Eltern in ihren Veränderungsprozessen begleiten zu dürfen, tolle Impulse zu geben und dann die Umsetzung toller Basecamp-Ideen bei unseren „Alumni“ mitverfolgen zu dürfen.

Liebe Grüße an die Leser 🙂 Tanja (Misiak)

Elternzeit Basecamp in Berlin-Schönefeld mit Katrin Neiß ab 09.09.

Elternzeit Basecamp in Berlin-Friedrichshain mit Dr. Angelina Bockelbrink ab 09.09.

Elternzeit Basecamp in Bonn mit Tanja Klein ab 27.09.

Elternzeit Basecamp in München mit Christine Winnacker und Tanja Misiak ab 27.09.

Weitere Basecamps folgen….


Neue Mitgründerin und mehr Basecamps in Deutschland: Neues bei elterngarten.

Tanja Misiak: 8.6.2016, heute wird die Idee „elterngarten“ ein Jahr alt! Seit meinem „Blitzeinschlag“ musste noch mal ein halbes Jahr ins Land ziehen bis zur offiziellen Gründung im Januar 2016 und zur Live-Schaltung der Website. Und noch ein halbes Jahr bis zum Einstieg einer neuen Mitgründerin, eines ersten unterstützenden Arbeitgebers und dem Ausbreiten auf andere Städte jenseits von München. Und das nächste halbe Jahr steckt schon voller neuer Pläne.

Jetzt aber noch mal von vorne: elterngarten’s Lottogewinn ist Tanja Klein. Sie passt so was von perfekt zu elterngarten! Zu zweit können wir elterngarten noch viel größer und schöner bauen als er bis jetzt schon ist. Tanja Klein ist nicht nur Mutter von zwei eigenen und zwei Patchwork-Kindern, sondern auch sehr erfolgreiche Coach für Mütter, KinderCoach, Unternehmerin, Kinderbuch- und Fachbuchautorin und Marketingexpertin. Ich hatte sie vor einigen Wochen nichts ahnend (oder doch?) für unsere Impulsserie interviewt. Daraus ist ein langer intensiver Austausch entstanden, ein Basecamp-Angebot in Bonn und letztendlich dann der entscheidende Handschlag. Mit Tanja Klein gemeinsam hat elterngarten nun viel mehr Kraft die Vision umzusetzen, DIE Plattform in Deutschland zu sein für persönliche und berufliche Weiterentwicklung und Neu-Orientierung während der Elternzeit. Ich kenne Tanja Klein noch aus „alten Zeiten“. Wir wurden 2008 schon einmal in der Bonner Kantine der Deutschen Telekom AG einander vorgestellt und hatten damals schon Pläne für eine Zusammenarbeit „wenn die Zeit reif ist“. In diesem Jahr haben wir uns dann über die Facebook-Gruppe der Mompreneurs wieder getroffen. Und dann kam eins zum anderen. Verrückt!

Tanja Klein: Ich bin nach wie vor etwas perplex, wie schnell sich alles gefügt hat! Durch Deine Interviewanfrage für elterngarten bin ich erst auf Dein Angebot gestoßen und sagte sofort zu ganz vielen Menschen: „Das ist super, da kann man bei allen Seminaren auch seine Kinder mitbringen!“ Wie sonst sollte eine Mutter in der Elternzeit gut für sich und ihre Bedürfnisse sorgen können? Und wie wichtig diese Zeit für eine Neuorientierung ist, wusste ich ja von mir selbst! Ich nutzte diese Zeit für eine berufliche und auch innerliche Neuorientierung und konnte so meinem Arbeitgeber ganz klar sagen, dass ich jetzt erst mal nicht so schnell zurück kommen will :-). Und diese Entscheidung habe ich seit über 9 Jahren nicht bereut.

Ich begleite anderen Müttern bei diesem Neuorientierungsprozess. Auch sie sollen ihre eigenen Stärken spüren und eine Klarheit für ihren weiteren Weg mit Kind und Karriere finden. Und dazu passt perfekt Tanjas fertiges und bewährtes Konzept der Basecamps!

Tanja rannte bei mir offene Türen ein, als sie mich fragte, ob ich für Bonn die Basecamps durchführen möchte. Ich kann es gar nicht erwarten, ab 28.06. endlich mit den Müttern und 5-6 süßen Babys gemeinsam an diesem Ziel zu arbeiten. Aber nach der ersten Euphorie hatte ich ein kleines Problem: Ich hatte das Gefühl, dass ich ein Teil von elterngarten sein wollte. Ich wollte mein Marketing- und Coachingwissen einfließen lassen. Zugleich war es mir aber sehr wichtig Tanja Misiak nicht in „ihr Baby“ reinzureden. Als ich dann diesen Spagat offen ansprach war Tanja total erleichtert und freute sich sehr. Ich wurde sofort ins Boot geholt, durfte erste Marketingideen und Texte beisteuern und fühle mich pudelwohl damit, jetzt endlich auch offiziell Teil von elterngarten zu sein. Die Zusammenarbeit mit Tanja ist herzerfrischend, macht mir einfach Spaß und wir zaubern mit 3-4 Kindern im Hintergrund sehr schnell tolle Ergebnisse. Auch das, obwohl uns 590 km voneinander trennen!

Die Ausrichtung und das Angebot von elterngarten passt zu 100% zu mir. Ich kann mein Wissen als Mutter, Coach und Marketingfrau weitergeben und arbeite zugleich genau mit den Menschen, die ich mir ausgesucht habe!

Tanja Misiak: Nachdem auch viele andere Coaches gerne mit Müttern zu diesem Thema arbeiten wollen und nicht immer so gerne Marketing betreiben wie Tanja und ich – bieten wir jetzt eine Kooperation für interessierte und passende Coaches an. Wir freuen uns jetzt ein bundesweites Netzwerk an Coaches aufzubauen und möglichst vielen Müttern einen sich stetig weiter entwickelnden und bewährten Prozess anzubieten, der nicht nur in der Elternzeit beflügelt und bereichert, sondern das Leben nachhaltig zufrieden und stimmig macht. Mit unserer doppelten „Tanja-Power“ starten wir im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2016 mit weiteren Standorten in Deutschland. Es lohnt sich also uns zu folgen egal wo Du gerade bist. Wir werden jetzt nach und nach kommunizieren, wo es ein Basecamp geben wird. Im Hintergrund sind wir schon fleißig am sprechen mit Coaches aus unserem Netzwerk, mit denen wir gerne zusammen arbeiten würden. Das macht Spaß, jeder der Gründungscoaches wird elterngarten jetzt mit seiner Person mit gestalten und weiterentwickeln. Ein spannender Prozess steht uns bevor.

Wir freuen uns auf die nächsten Wochen und Monate und halten Euch gerne weiter auf dem Laufenden. Wer es noch nicht getan hat, trägt sich doch gerne noch in unseren Newsletter ein und folgt uns auch auf Facebook. Hier posten wir mittlerweile fast jeden Tag.

Liebe Grüße

Tanja M. & Tanja K. von elterngarten


Zweites Elternzeit Basecamp ist gestartet!

Heute erlebten wir einen neuen Auftakt eines weiteren Elternzeit Basecamps. Christine Winnacker und elterngarten-Gründerin Tanja Misiak sind gut vorbereitet und gleichzeitig voller Neugierde und Spannung. Wer wird denn dieses Mal zusammen kommen? Wer hat sich denn dieses Mal angemeldet, um mit uns einen Gruppencoaching Prozess über 5 Wochen zu durchlaufen? Außer den Namen und dem Alter der Kinder wissen wir vorher noch nichts über die Teilnehmerinnen.

Wir erarbeiten uns heute und in den kommenden Wochen unsere Basis für ein zufriedenes Leben mit Beruf und Familie, beantworten uns selbst wichtige Fragen zwischen Kind und Karriere und treffen bewusste Entscheidungen für unser nächsten kleinen und großen Schritte. Mehr über die Inhalte des Elternzeit Basecamps findet ihr hier.

Hintergrundinfos zum Elternzeit Basecamp

Das erste Elternzeit Basecamp hat im April/ Mai statt gefunden. Ausführliche Blog-Berichte inklusive eines Video-Beitrags einer Teilnehmerin am Ende des Prozesses findet Ihr hier. elterngarten bietet die Elternzeit Basecamps aktuell immer am Kapuzinerplatz an. Gemäß der elterngarten-Formate kommen zu uns Eltern in Elternzeit und bringen ihre Kinder mit. Die Kinder liegen oder sitzen direkt bei uns oder wuseln in unserer Mitte herum. Für 90 Minuten halten sie das in der Regel supergut durch. So haben wir ein Format erschaffen, mit dem persönliche und berufliche Weiterentwicklung und (Neu-)Orientierung in den Elternzeit-Alltag integrierbar ist. Aufgrund der hohen Nachfrage bieten wir die Basecamps nun laufend an. Ein erster Arbeitgeber ist jetzt auch mutig genug gewesen und hat einer Mitarbeiterin das Basecamp gesponsert. Dazu bald mehr. Auch bald mehr über die Elternzeit Basecamps jenseits von München. So wird es ab Juni eines in Bonn geben und ab September gibt es auch was in Berlin. Also freut Euch Eltern in Elternzeit, auch außerhalb von München!

Wer ist dieses Mal dabei?

Zweites Elternzeit Basecamp
Zweites Elternzeit Basecamp

Ein kleiner Überblick, wer denn dieses Mal zusammen gekommen ist: Mamas mit vielen Ideen und Plänen und zu wenig Zeit zum umsetzen. Denn der intensive Elternzeit-Alltag lässt wenig Raum für die Rollen jenseits der Rolle „Mama“. Zu diesem Elternzeit Basecamp haben sich wieder Mamas gefunden, die aktuell den Großteil ihrer Zeit für Haushalt und Kinder verbringen und gleichzeitig aber auch Ambitionen haben, über diese Elternzeit-alltagsübliche Beschäftigungen hinaus zu denken, zu wünschen und sich zu organisieren. Alle Mamas erzählten von ihrem Leben vor Kind 1 oder Kind 2: zwei Unternehmensberaterinnen sind unter den Teilnehmerinnen, eine Rundfunk- und Fernsehredakteurin, eine Marketing-Managerin und eine Familien- und Sozialberaterin und Coach (ja, auch Coaches lassen sich coachen!). Die Kinder, die dabei sind, sind zwischen 10 Wochen und 12 Monaten alt. Zwei Teilnehmerinnen möchten nicht auf Fotos zu sehen sein, was wir natürlich gerne akzeptieren! Um allen Interessierten einen ansatzweisen Eindruck zum Basecamp zu geben, gibt es ein Foto mit einem Bubble und den Verweis auf die Blog-Einträge zum letzten Basecamp.

Fazit zur ersten Session des zweiten Basecamps

Ich bin wieder begeistert über die vielfältigen beruflichen und privaten Hintergründe der Teilnehmerinnen. Das ermöglicht ein breites Spektrum an Perspektiven und die Frauen können sich gut gegenseitig inspirieren. Wir werden die kommenden Wochen wieder aus unseren Komfort-Zonen heraus gelockt. Wir laden uns gegenseitig ein, jenseits unserer Tellerränder hinaus zu denken und uns eine persönliche Vision zu formulieren. Die Vision gibt uns Energie, wird beflügelnd wirken und uns Klarheit für unsere Ausrichtung bei anstehenden Entscheidungen bringen. Naja, ein Mann ist schon wieder nicht dabei. Persönliche und berufliche Weiterentwicklung während der Elternzeit ist offensichtlich doch sehr ein Frauen-Thema. Jetzt freuen wir uns auf die kommenden vier Wochen und auf gut gestellte und anregende Fragen und Übungen!

Ergänzung zum 07.06.2016:
Tine und TanjaHeute hat die zweite Session des zweiten Elternzeit Basecamps statt gefunden. Wer konkreteres über den Ablauf der verschiedenen Sessions erfahren möchte, dem empfehlen wir den Erfahrungsbericht der ersten Runde. Über die heutige Session gibt es „nur“ einen Facebook-Post.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, der sollte auch unseren Newsletter abonnieren. Hier werde aktuelle Veranstaltungen und schöne Tipps rund um die persönliche und berufliche Weiterentwicklung während der Elternzeit regelmäßig verteilt.

 


Na, wie war’s? Spannend: Fünfte und letzte Session Elternzeit Basecamp

10. Mai 2016, letzte Session! Und sicher die spannendste von allen, darauf haben wir jetzt fünf Wochen hingearbeitet! Die ersten vier Sessions haben wir übrigens hier beschrieben.

Tanja und Christine haben durch das Basecamp durchgeführt.
Tanja und Christine haben durch das Basecamp durchgeführt.

Wir haben uns direkt in der Zukunft getroffen, im Jahr 2020. Darauf hatte sich jede Teilnehmerin mit ihrer Hausaufgabe vorbereitet. Wie leben wir in vier Jahren? Viele strahlende Gesichter gab es heute. Inspiriert und voller Drive, genau das, was wir uns als Planer des Basecamps erhofft hatten! Die Teilnehmerinnen haben für heute alles, was sie sich während der letzten Sessions und dazwischen erarbeitet haben, in ihrer Vision zusammengebracht. Jetzt treffen wir uns tatsächlich im Jahr 2020 und erzählen wie wir jetzt wo leben, wie alt die Kids sind (und wie viele?), wie das Familienleben so läuft und was wir beruflich tun. 

Wir tun so, als wären wir in 2020 und erzählen in der Gegenwart. Wir reden von den letzten vier Jahren und wie wir unterwegs waren, „seit wir uns damals beim Basecamp getroffen haben“. Es gibt sogar neue Gründungsideen! Aber auch Ideen, wie wir beim „alten“ Arbeitgeber weiter machen möchten, sind dabei. Fast alle sind umgezogen, aber puh, alle leben noch in München. Ein paar Aus- und Weiterbildungen wurden absolviert, neue Hobbys angefangen und alte wieder ausgegraben. Teilzeitmodelle geändert, Vorstellungen klar formuliert, es wurde gereist, entdeckt, erkannt.

Wir gingen in uns und durften das Gefühl genießen, das entsteht, wenn man voller Dankbarkeit und Freude zurückblickt auf vier tolle Jahre, in denen „alles geflutscht“ ist. Kurz noch mal genossen, dann zurück ins Jahr 2016 zurück gegangen. 

Wir bewegten uns entsprechend im Raum. Jetzt ist die letzte Phase des Basecamps erreicht. Wir machen uns einen individuellen Zeitplan und bewegen uns „geerdet“ in Richtung Zukunft. Was sind die nächsten Schritte, heute, nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr,…?

Nach dem Basecamp - Wir haben es geschafft! :-)
Nach dem Basecamp – Wir haben es geschafft! 🙂

Klar, die Vision wird sich noch mal anpassen. Es flutscht ja oft dann doch nicht alles und geschieht, wie man es nicht vorhersehen kann. Aber das wichtigste ist unsere Ausrichtung und zu wissen, in welchen Bereichen wir welche Bedürfnisse haben. Darauf basierend können wir klare Entscheidungen treffen und gehen so Schritt für Schritt mit einem stimmigen Gefühl voran. Ich denke, so weit ist jetzt jede Teilnehmerin. Aber hey, Ihr dürft jetzt auch mal selbst kommentieren, liebe Teilnehmerinnen!

Danke, dass Ihr dabei ward! Ihr ward ja besonders mutig, immerhin war es jetzt die allererste Basecamp-Runde. Danke daher Euch 6 noch mal für Euer Vertrauen und das Sich-einlassen auf diesen Prozess! Und danke auch noch mal bei den Kids, Ihr habt toll mitgemacht und Euren Müttern einen impact-reichen Prozess ermöglicht, von dem Ihr sicher auch noch profitieren werdet.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und hoffen auch, dass Ihr untereinander ein wenig in Kontakt bleibt.

Liebe Grüße 

Tanja und Christine

Nächstes Basecamp ist schon terminiert.

Und für die, die heute nicht dabei sein konnten. Das nächste Basecamp ist bereits terminiert ab dem 31.05. Wir bieten wieder einen Frühbucherrabatt, also schaut doch mal rein.

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Impuls-Session heute rund um den „Wiedereinstieg“

Nächste Impuls-Session, heute mit Sabrina Klix von Mamihelden. Sie ist Expertin für das Thema Wiedereinstieg und berät sowohl Mütter (und Väter) vor und während der Elternzeit als auch die Arbeitgeber. Sie begleitet den Prozess von der Schwangerschaft bis zum tatsächlichen Wiedereinstieg. Dabei ist ihre Ausrichtung ein konstruktiver Umgang von beiden Seiten miteinander und dem Finden von „stimmigen“ Lösungen, von denen beide Seiten profitieren können. 

Die zweifache Mutter Sabrina hat letztes Jahr Mamihelden gegründet. Sie hatte vorher eine Leitungsfunktion in der strategischen Personalentwicklung in einem größeren Unternehmen. Die Idee „Mamihelden“ entstand durch ihre eigenen Erfahrungen mit ihrem Wiedereinstieg nach ihrem ersten Kind und wurde bestätigt durch die Erfahrungen anderer Mütter in ihrem Umfeld: der Prozess ist oft „suboptimal“ gestaltet und könnte sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer mehr „Output“ produzieren. Und zwar mit einem kleinen Funken mehr Aufmerksamkeit für „klassische“ Stolperfallen und Fallstricke. Und mit guten Ideen für die Gestaltung des Prozesses.

Impuls-Session WiedereinstiegIn der heutigen Impuls-Session hatten die Teilnehmerinnen viel Raum und Zeit für ihre individuellen Fragen. Sabrina ist auf alle Fragen eingegangen, hat sowohl aus der rechtlichen als auch aus der organisatorischen Perspektive hilfreiche Tipps gegeben und wertvolle Vorschläge für einen konstruktiven Prozess von Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Die Teilnehmerinnen konnten mit hilfreichen Tipps nach Hause gehen und werden nun sicher das ein oder andere anders angehen als bisher geplant. Danke Sabrina für Deine Impulse! 

Und hier noch ein kurzer und spontaner Video-Beitrag, den wir nach der Session gedreht haben.

Viel Spaß und bis bald auf einer weiteren Impuls-Session von elterngarten!

PS: Liebe elterngarten-Fans. Bitte sagt uns vor den Veranstaltungen Bescheid, wenn Ihr verhindert seid. Es ist für unsere Organisation hilfreicher zu wissen, mit welcher Anzahl an TeilnehmerInnen wir rechnen sollten. Danke!


Impuls-Session in der Pinakothek der Moderne

Kunst mit Baby 3Unsere Impuls-Sessions werden von Eltern angeboten, die auf ihrem Gebiet „Experte“ sind. Das kann durch den beruflichen Hintergrund gegeben sein – oder durch ein großes Hobby. Ich freute mich schon riesig auf die heutige Impuls-Session in der Pinakothek der Moderne mit Daniela. Sie ist eine große Kunstliebhaberin und war schon öfters bei elterngarten zu sehen. Als Teilnehmerin im ersten Elternzeit Basecamp war sie dabei und beeindruckte mich schon dann mit ihrer tollen Mischung aus BWLerin, Social Media Begeisterte, zweifache Mutter, Gruppenleiterin im Mütter-Väter-Zentrum Neuhausen und nicht zuletzt als absolute Kunst-Liebhaberin inklusive eigenem Blog „uNTERWEGSiNsACHENkUNST„. Wenn sie von der Kunst und ihrer Wirkung auf sie spricht (und schreibt), dann fühle ich mich per se schon inspiriert. Ich lasse ihre Welt auf mich wirken und denke: das ist spannend, erzähl mehr, was macht das mit mir?

 IMG_1972Perfekt für unser kleines erstes gemeinsames Projekt: Kunstführung mit Kind in der Pinakothek der Moderne. Daniela hat dort eh ihre Jahreskarte und ist beeindruckend gut im Bilde zu den Hintergründen der Werke, die wir dort sehen. Ihren Tipp sich für einen Besuch nur wenige Werke vorzunehmen befolgten wir erfolgreich. Fünf Werke hat sie für uns ausgesucht und konnte uns die historischen und persönlichen Hintergründe der Künstler vermitteln. Dazu zeigte sie uns auf ihrem Tablet die Fotos der Künstler oder andere Kunstwerke im Zusammenhang und ermutigte uns dazu die Werke auf uns wirken zu lassen. Wir konnten eintauchen in die Welt der Künstler, ließen Farben, Gesamteindruck und Details auf uns wirken und wurden dabei automatisch verführt den Alltag mal zur Seite zu bitten. Die Wirkung muss heute jede Besucherin für sich selbst verarbeiten. 😉

Kunst mit BabyIch habe diesen Ausflug in die Pinakothek sehr genossen und fühle mich inspiriert durch die Stimmungen und die Atmosphäre der heutigen Werke. Kunst ist ein toller Weg ins Innenleben und jedes Werk eine Einladung das Innenleben des Künstlers und das eigene Innenleben zu reflektieren und zu spüren, was dann passiert. Jenseits von diesem Punkt der Resonanz geht es in diesem Blogbeitrag nicht. Statt dessen die Einladung für die nächste Führung mit Daniela.

Liebe Daniela, danke für Deine Führung. Du bist, was Du redest, teilst souverän und begeisternd Deine Sicht mit den Zuhörerinnen. Du hast Dich gut vorbereitet, aber wir bekamen auch einen guten Eindruck davon, was Du neben den Schwerpunkten von heute auch noch alles „auf dem Kasten hast“. Das macht Lust auf mehr. Wir freuen uns auf eine nächste Session mit Dir. Termin wird in Kürze bekannt gegeben. Über unseren Newsletter bleibt man über neue Veranstaltungen immer auf dem Laufenden!

 


Zweite Impuls-Session: Schaut Euch die Videos einfach an :-)!

Zweite Impuls-Session, Bude wieder voll, Impulse ohne Ende.

elterngarten Impuls-Session 29.04.2016(Frische) Eltern wollen einfach lernen, und eben nicht nur auf einmal nur alles rund ums Babys, sondern sich auch im eigenen Schwerpunkt weiterentwickeln bzw. über ihren eigenen Tellerrand hinaus schnuppern. Und wie bereichernd ist es einfach voneinander zu lernen?! Da gibt die Elternzeit einzigartige Rahmenbedingungen. Denn hier treffen sich Eltern mit den unterschiedlichsten fachlichen Hintergründen und wir geben hier nun die Plattform für einen interdisziplinären Austausch „trotz“ – nein „dank!“ Babys/ Kindern!

Ich persönlich als Unternehmensberaterin hatte bisher noch nie mit einer Regisseurin zu tun gehabt. Dank elterngarten heute schon. Und gelernt habe ich dabei wieder jede Menge!

Heute werde ich etwas weniger schreiben. Der Grund dafür sind die vielen Impulse, die ich heute dank Olivia’s Impuls-Session gewinnen konnte. Schaut Euch einfach die kleinen Statements einiger unserer heutigen Besucher an, siehe unten! Die vermitteln wahrscheinlich noch besser, was wir heute erlebt haben!

elterngarten Impuls-Session "Videos" mit OliviaUnsere zweite Impuls-Session war wieder gut besucht, 9 Teilnehmerinnen und dabei nur 3 Kids. Das liegt wahrscheinlich am Thema. Heute waren einige Eltern dabei, die bereits wieder-eingestiegen sind oder sich während der Elternzeit selbstständig gemacht haben. Sie suchten Inspiration rund um das Thema „Videos“ und wie sie das in ihrem Job oder auf dem eigenen Blog besser nutzen können. 

Schaut Euch einfach die kurzen Statements an und lasst Euch von den frisch inspirierten Eltern selbst motivieren rund um das Thema Video.

Olivia klärte uns aber nicht nur auf rund um die Video-Schnellschüsse (siehe unten). Es ging auch um Tipps und Tricks rund ums Schneiden, Hintergrundmusik und weitere Effekte. Da hat sich wahrscheinlich jede/ jeder noch mal neu gefreut über das eigene Smartphone, denn die vielfältigen Möglichkeiten werden ja oft gar nicht genutzt. Ein richtiges Video wird es demnächst auch noch geben hier, denn wir haben natürlich noch mehr gefilmt als nur die Statements am Ende. Das erfordert aber ein bisschen mehr Zeit und wird daher in den nächsten Tagen angekündigt!

Viel Spaß beim Video-schmökern!

Statement von Daniela:

Statement von Andreas:

Statement von Nadja:

Statement von Sabrina:

 

 


Das Elternzeit Basecamp geht in die erste Runde!

Die Sessions 1 bis 5 sind alle in diesem Beitrag zusammen gefasst und chronologisch von oben geschrieben. Für die Session 4 vom 03.05. bitte runterscrollen!

12.04.2016 Basecamp Session 1

Session 1 12.04.2016
Session 1 12.04.2016

Ein ganz besonderer Tag bei elterngarten! Das erste Basecamp startete heute Vormittag am Kapuzinerplatz mit einer vollen Runde: 6 Teilnehmerinnen treten mit uns die 5-wöchige Reise an und bauen in einem begleiteten Prozess in Form eines Gruppencoachings durch Christine Winnacker und Tanja Misiak an ihrem jeweils eigenen Modell für ein zufriedenes Leben mit Job und Familie.

Rein ins Arbeiten!

Die Kids waren zum größten Teil mit dabei und sind zwischen 7 Wochen und 14 Monaten alt. Die Teilnehmerinnen sind alle Mütter, in vier Fällen mittlerweile sogar zweifach. Womit wir schon mittendrin sind. Diese eine Rolle nimmt bei allen sehr viel Zeit in Anspruch – das hat die Elternzeit ja auch an sich. Jedoch, vielleicht braucht diese Rolle an der ein oder anderen Stelle auch gefühlt mal zu viel Zeit? Was sind wir denn alle sonst noch so?

Jetzt sind wir schon mittendrin im Arbeiten. Denn – da war jede Teilnehmerin vorgewarnt: wir haben die Tools, die Teilnehmerinnen sollen damit arbeiten. Deswegen hatte jeder schon im Vorfeld der ersten Session eine Hausaufgabe bekommen. Alle hatten sich bereits im Vorfeld über ihre aktuellen dominanten und auch „runtergefahrenen“ Rollen Gedanken gemacht. Wir stellten uns gegenseitig unsere Rollen vor und lernten uns dabei auch ein bisschen besser kennen. Unsere BWLerin in der Runde hat sogar ein Excel-Sheet genutzt und ausgerechnet, dass sie aktuell bei ca. 170 % liegt, wenn sie ihre Rollen auf die zeitlichen Ansprüche verteilt… 🙂

Vielfalt der Gruppe

Erste Basecamp Session 12.04.16Super-bereichernd ist die Vielfalt unserer Gruppe, denn rein schon bezogen auf die  Ausbildungen bringen die Teilnehmerinnen bereits ein breites Spektrum an Hintergründen mit: zwei Unternehmensberaterinnen aus dem IT- und Finanzbereich, eine ehemalige Führungskraft mit Start-up in der Kunstbranche, eine selbstständige Graphikdesignerin, eine sportbegeisterte Lehrerin, eine Marketingangestellte und promovierte Biologin. Die Hobbys sind entsprechend bunt und vielfältig. Eine klare Gemeinsamkeit dieser Gruppe ist das Interesse an großen und kleinen und langen und kurzen Reisen.

Und natürlich: das Interesse an der bewussten Auseinandersetzung mit sich selbst in der neuen Rolle als ein- oder zweifache Mutter und dem Herausarbeiten an Möglichkeiten für die berufliche und persönliche Weiterentwicklung. Und zwar so, dass es realistisch ist, dass man „nicht in ein Burn-Out rast wie einige meiner Kollegen“, dass „man der Mutterrolle gerecht wird“ und auch den eigenen Ansprüchen an „Karriere und Beruf“. Es ist wirklich ein extrem anspruchsvoller Spagat, den wir da alle gehen. Den meisten/ allen mangelt es nicht an Ideen, sondern an Zeit und auch der körperlichen Verfassung den Ideen und Ansprüchen Raum zu geben. Hatte man vor der Geburt einen anspruchsvollen und auch irgendwie sehr erfüllenden Job (oder gleich vier…), nimmt jetzt eine Rolle so viel Zeit in Anspruch, dass eine Balance teilweise nicht erlebt werden kann. Diese teils schlummernden da nicht ausgelebten Energien analysierten wir gemeinsam und erschufen uns einen Überblick der ganzen Ressourcen im Raum, die teilweise ziemlich weit „runtergefahren“ sind – aber (!) die trotzdem noch da sind und auch beizeiten reaktiviert werden können. „Synergien schaffen“ war heute vielleicht eine der schönsten Erkenntnisse.

Fazit der ersten Session

Vereinbarkeitscoach Christine Winnacker in ActionIch bin überwältigt im positiven Sinne von der Vielfalt und sicht- und unsichtbaren Power, die heute hier durch die Teilnehmerinnen repräsentiert war. Ich freue mich auf die nächsten gemeinsamen Schritte, bei denen sich nun jede Teilnehmerin um ihr eigenes Lebensmodell kümmert, Ansprüche formuliert, sortiert, priorisiert. Wir sind auf einem Weg in eine persönliche Klarheit, die im Basecamp entstehen soll – das ist unser Anspruch als Organisatoren! Wahrscheinlich werden nicht alle Ideen und Ansprüche ab sofort bedient, denn jeder Tag hat nur 24 Stunden, aber wir entscheiden für uns persönlich in Klarheit und ganz bewusst, was jetzt dran ist und was später.

Natürlich gab es wieder eine Hausaufgabe, die uns dann in die zweite Session überleitet. Wir treffen uns zwar jetzt nur dienstags vormittags, doch die Themen sollen auch zwischendrin unbewusst weiter arbeiten und bewusst bearbeitet werden. Ich bin gespannt auf die nächste Runde und freue mich schon darauf zu hören, wie bei uns jeweils die erste Session nachgehallt ist.

Ergänzt am 19.04.2016: Basecamp Session 2

Zweite Basecamp-Session! Heute Morgen kommen wir wieder zusammen, sehen uns zum ersten Mal zum zweiten Mal! Wir sind jeweils ganz interessiert, wie die erste Session nachklingt. Ich schreibe mit Respekt für jede Teilnehmerin, erzähle bewusst nicht zu viel – aber hoffentlich auch nicht zu wenig für interessierte LeserInnen!

Perspektivwechsel bereichert

Alle hatten ihre Hausaufgaben gemacht auf unterschiedlichste Art: direkt nach der letzten Session oder gestern Abend auf dem letzten Drücker. 🙂

Christine hat auch Spaß :-)
Christine hat auch Spaß 🙂

Wir widmen uns ganz dem Perspektivwechsel und ermutigten schon für die Hausaufgabe unsere Teilnehmerinnen dazu, mal andere als alltagsübliche Perspektiven einzunehmen. Dabei geht es immer noch um das Thema Stärken/ Ressourcen. Wir streckten nun die Fühler aus hin zu bekannten und unbekannten Größen von Heute und Früher, von nah und fern. Was sehen wir in ihnen, und noch spannender: was würden sie in uns sehen? Wir trauen uns uns darauf einzulassen. Das erfordert mal mehr oder weniger Überwindung. Uns besuchten im Raum (imaginär natürlich!) tolle Persönlichkeiten und inspirierten uns: Männer und Frauen, die Geschichte schreiben oder schrieben, genau so wie AlltagsheldInnen. Es gab Schnittmengen und Unterschiede. Alles zusammen häufte sich zu einem Schatz an Ressourcen an, aus denen sich dann gegen Ende der Session noch mal jede für sich persönlich ihre eigenen Erkenntnisse zum Thema „Meine Stärken“ aufschreiben und sie auf eigene Erfahrungen herunter brechen konnte. 

Insgesamt war ich sehr beeindruckt von der Vielfalt und Fülle, die in dieser Gruppe zusammen kommt. Sorry, ich wiederhole mich, aber das passiert halt im Zustand der Beeindrucktheit! 

Stillarbeit - Reflektion am Ende der Session
Stillarbeit – Reflektion am Ende der Session

Diese Fülle kann niemand alleine erschaffen. Bei uns kommt oft die Frage an, ob Gruppen- oder Einzelcoaching besser wäre – es gibt ja beide Möglichkeiten. Es hat beides ganz eigene Vorteile, denen wir uns demnächst auch mal in einem eigenen Blogbeitrag widmen werden. Ein Vorteil des Gruppencoachings ist auf jeden Fall die Fülle und Vielfalt, die zusammen kommt. Daraus konnten heute alle Anwesenden schöpfen.

Sinn unserer Übung war den Blick zu erweitern. Was konnten sich die Teilnehmerinnen mit dem erweiterten Blick erarbeiten?

Überleitung zum Träumen

Ich hoffe, dass die Runde nun gut nachwirkt bei jeder Teilnehmerin. Es ist eine Überleitung zum nächsten Basecamp-Schritt, bei dem wir jetzt so langsam und begleitet mal den Boden verlassen und ins Träumen kommen. Keine Angst, die Teilnehmerinnen sind vorgewarnt. Alle werden wieder auf den Boden zurückgeholt, aber jetzt in der kommenden Hausaufgabe geht es ums Träumen. Wir haben empfohlen, sich schon ab sofort mit der Hausaufgabe zu beschäftigen: immer mal zwischendurch etwas ins Smartphone zu klimpern, Notizen zu machen, auch gerne mal dem Baby davon zu erzählen. So kann alles wirken und neue Strukturen annehmen. Wir locken ganz bewusst aus der Komfortzone heraus. Damit erzielen wir Ergebnisse oder Ideen und Erkenntnisse, die sonst nicht entstehen würden. Das kostet natürlich teilweise Überwindung, aber das macht nichts – gehört dazu! Wir freuen uns auf die nächste Session. Wir freuen uns träumen zu dürfen und sind gespannt, was dann passiert.

Die Kids

Die Kinder haben heute gut mitgemacht und wir finden es sehr nett, dass sie die Mamas auch mal um sich selbst drehen lassen. Diese 90 Minuten sind für alle voll okay. Und liebe Kids, die Mamas werden Euch sehr dankbar sein. Wer weiß, was bald anders/ besser (?) läuft als in Vor-Basecamp-Zeiten? Schauen wir mal, nicht zu viel vorwegnehmen, ich freue mich jetzt erst mal auf den nächsten Schritt unserer gemeinsamen Reise.

Ergänzt am 26.04.2016: Basecamp Session 3

Weiter geht’s mit unserer Reise und wir trauen uns nun so langsam vom Boden abzuheben. Über unsere Stärken wissen wir mittlerweile sehr gut Bescheid. Jetzt ging es um unsere Werte, die unsere zukünftigen kleinen und großen Entscheidungen beeinflussen. Sich deren bewusst zu werden macht so einige Entscheidungen klarer – was sich unter Umständen aufs ganze restliche Leben auswirken kann…

Wir arbeiten

Session 3 26.04.2016Mit einem einheitlichen Frageformat erarbeiteten sich die Teilnehmerinnen zwischen der letzten und der heutigen Session Aktivitäten in der Zukunft. Dabei ging es gar nicht unbedingt um die konkrete Aktivität und auch gar nicht um die konkrete Zukunft. Es ging mehr um die Bedürfnisse dahinter. Das, was uns wichtig ist und entlang dem wir zukünftig unsere Entscheidungen treffen möchten. Wir sammelten mit der ganzen Gruppe und profitierten wieder stark von der Vielfalt. Sehr viel kam zusammen, die komplette Wand war voll mit Karten. Alles Futter und Inspiration für das Wrap-up der Session: Mit einem Übungsblatt formulierten wir uns nun einen Auftrag an uns selbst und schöpften dabei aus der Fülle an Werten, Verben und Bereichen an der Wand.

Es machte heute riesigen Spaß ein bisschen in die Zukunft vorzufühlen. Am schönsten war der ein oder andere Blick, der dabei durch den Raum huschte: ganz verschmitzt und durchaus mal frech, oder sehr bestimmt, oder strahlend, hoffnungsfroh oder zuversichtlich, oder ganz tief ins eigene Innere schauend – alles Blicke jenseits des „normalen“ Kind-Haushalt-Mama-Tunnelblicks. Wie schön :-). Ein „Darf ich das jetzt wirklich?“: klar, dafür gibt’s dieses Format. Um Pläne zu schmieden, die eine super Basis für ein zufriedenes Leben mit Beruf und Familie bilden. Das ist für Euch und Eure Kinder, Eure Familie und alle, die mit Euch arbeiten werden. Wenn Ihr zufrieden seid, dann ist das auch für Euer Umfeld eine gute Basis.

Gruppendynamik

So langsam kommen wir auch in der Gruppe an, wir haben uns schon ein wenig kennengelernt, es gibt die ersten Running Gags. Die Kinder schauen zu oder wuseln herum, auch sie scheinen schon Bescheid zu wissen. Wenn mal was quietscht, dann stört es nicht, das kennt man ja von zu Hause. Die Mütter arbeiten sehr konzentriert an ihren Themen. Das ist DIE Gelegenheit, wir nutzen die Zeit effektiv.

Wieder eine Hausaufgabe: eine Hinführung zu der Formulierung unserer Vision. Jetzt dürfen wir mal so richtig fliegen – bevor wir dann in der fünften Session auf den Boden zurück kommen und unsere Gärten ansäen. Wir freuen uns auf nächste Woche!

Ergänzt am 03.05.2016: Basecamp Session 4

Heute sind wir geflogen. Wir haben als Hausaufgabe Filme gedreht (keine Angst – nur die Regie geplant, keine Produktion), bei denen unsere früheren oder heutigen Traumberufe als Inspiration dienten. Dabei ging es mal wieder nicht um das, nach dem die Aufgabe auf dem ersten Blick klingt. 

Tanja in Session 4Christine konnte heute dank eines Magen-Darm-Virus bei ihrem Großen nicht dabei sein. Es hat sie unglaublich gefuchst, gerade bei den Filmen nicht dabei gewesen zu sein. Aber Sicherheit geht vor – und man sieht es zahlt sich für die Notfälle auch aus die Sessions zu zweit zu machen. Wir waren gut vorbereitet und hoffen auf Verständnis bei den Teilnehmerinnen, dass Tanja heute ausnahmsweise alleine durch die Session geführt hatte!

Notizen machen am Ende„Wenn Peter von Paul erzählt, verrät Peter mehr über sich als über Paul.“ Der Vorteil einen Film zu drehen ist erst einmal, dass man nicht so direkt über sich redet und sich statt dessen denken kann: „es ist ja nur ein Film!“. Wir erzählten uns also heute einander lustige, spannende, ehrgeizige, verliebte, schöne oder soziale Geschichten und sammelten, was das wiederum mit uns zu tun hatte. Dabei sammelten wir unsere Lieblings-Zustände an der Wand und bauten einen großen Schatz auf, aus dem jede am Ende zwecks Zusammenfassung der eigenen Erkenntnisse schöpfen konnte. Dies alles war eine Hinführung zum Träumen. Denn die Hausaufgabe wird sicher die anspruchsvollste der bisherigen Hausaufgaben sein – aber auch die letzte! 🙂 Wir beschreiben unseren Alltag im Jahr 2020. Und zwar unter der Prämisse, das alles bis dahin einfach nur so „flutscht“. Dabei schöpfen wir von den heutigen Notizen und dem „Material“, das wir uns in den letzten vier Sessions erarbeitet haben. Unser nächstes Treffen findet dann im Mai 2020 statt. Zumindest mal für die nächste halbe Stunde, die wir uns sehen. Danach geht es zurück auf den Boden. Also Mädels, viel Spaß beim kreativ-sein!

Finale Session 5 (10.05.)

Die letzte Basecamp Session ist im neuen Blogbeitrag vom 10. Mai geschildert!

Nächstes Basecamp ist schon terminiert.

Und für die, die heute nicht dabei sein konnten. Das nächste Basecamp ist bereits terminiert ab dem 31.05. Wir bieten wieder einen Frühbucherrabatt, also schaut doch mal rein.

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Bude voll – Dominika’s Impuls-Session „Bloggen als Mama“

Erste Impuls-Session bei elterngarten

elterngarten Impuls-Sessions

Heute war die erste Impuls-Session. Nur ganz kurz, weil das ist neu: Impuls-Sessions sind für Eltern von Eltern in Elternzeit. Hier treffen wir uns als „Experten auf freiem Fuß“ und tauschen uns interdisziplinär aus zu Themen, für die wir Experten sind bzw. über die wir mehr wissen wollen. Während die anderen alle im Büro sitzen und ihrem Alltagsalltag folgen, können wir unsere Elternzeit nutzen und über unseren bisherigen Tellerrand hinaus schauen. Und das alles mit Kind, denn das darf bei uns mitkommen. Mehr dazu gibt es in einem Blog-Beitrag vom März: Vielfalt und Kreativität in der Elternzeit.

Dominika startet in ihrer Elternzeit mit dem Bloggen

In der Elternzeit mit Bloggen angefangen

Heute drehte sich alles um das Thema bloggen. Dominika berichtete von ihrem Einstieg in die Bloggerwelt während ihren Elternzeiten. Sie erzählte vom Aufbau ihres polnischen Blogs (Polka w Monachium) in der ersten Elternzeit als reines Hobby und dann den Aufbau des zweiten Blogs (From Munich with Love) in der zweiten Elternzeit mit der Perspektive, sich damit auch konkrete berufliche und private Chancen aufzubauen.

Was wir heute lernen konnten

Dominika erzählte uns, was wir idealerweise brauchen für den Aufbau eines Blogs und welche Voraussetzungen ein erfolgreicher Blog erfüllen muss. Sie teilte mit uns ihre Erfahrungen mit dem Schreiben und der Wahl von guten Inhalten und was sie dabei alles gelernt hat (und das ist jede Menge!). Es ging um die Vereinbarkeit des Bloggens mit dem Familienalltag und Erfahrungen mit Aufbau und Design, mit technischem Support (den man unter Umständen doch mal braucht), mit Netzwerken, Anerkennung und Expertenstatus, Verlinkungen in Social Media, Besucherzahlen, Fans, Umgang mit Kooperationen und -oh- die spannende Frage: „Wie kann ich damit Geld verdienen?“.

Eine Feststellung stand klar im Raum: das geht alles nicht von allein, es ist „harte Arbeit“, Professionalität ist gefragt. Man muss sich Zeit einplanen und darf auch die vielen Aufgaben neben dem reinen Schreiben und Artikel online stellen nicht unterschätzen.

Resümee

Die Bude war voll: Dominika und Tanja plus 10 Gäste (inklusive der erste Mann bei elterngarten 🙂 und erste elterngarten-Wiederholungstäter) plus 5 Kids (die mal wieder ziemlich entspannt waren mit dem Wissen, dass die Mama jetzt mal was anderes tut als normalerweise dienstags vormittags…). Viele Fragen wurden gestellt, einiges diskutiert, Erfahrungen wurden geteilt und das Wichtigste: Impulse gab es so einige. Vielleicht entsteht ja nun der ein oder andere neue Blog oder neue Rubriken und Aktivitäten in schon aufgebauten Blogs oder sonstige Business-Ideen im Online-Bereich.

Ich als Tanja von elterngarten bin glücklich: Impulse geben und schauen was daraus entsteht, das ist ein wundervoller Job und so kann es weiter gehen. Die nächsten Impuls-Sessions sind schon in der Pipe und werden in den nächsten Tage online gestellt. Es wird um Wiedereinstieg gehen, Gesundheit und Ernährung, die Produktion von guten Videos. Weitere Ideen sind gerade am brodeln. Und dies ist auch ein Aufruf an die Eltern in Elternzeit dort draußen, die gerne auch mal eine Impuls-Session anbieten möchten. Meldet Euch gerne bei elterngarten. Ich freue mich von Euch zu hören!

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Neue Impuls-Serie bei elterngarten

Gesagt – getan! Anlehnend an unseren Artikel über Vielfalt und Kreativität in der Elternzeit, der unter anderem auch im Lob-Magazin veröffentlicht wurde, setzen wir unsere Ideen nun um. Einmal startet unsere Impuls-Session Serie am nächsten Dienstag am Kapuzinerplatz mit einer Session mit Dominika Rotthaler „Bloggen als Mama“, in der sie darüber erzählt, wie sie in ihrer Elternzeit angefangen hat zu bloggen.

Dann gibt es auch Impulse online: In unserer neuen Impuls-Serie stellen wir ab sofort in regelmäßigen Abständen Mütter und Väter vor, für die die Elternzeit prägend war in Bezug auf die persönliche und/ oder berufliche Weiterentwicklung. Sie erzählen im Gespräch mit elterngarten über ihre Elternzeit und vor allem das, was sie neben Pekip und Babyschwimmen noch so für sich gemacht haben. Nicht selten sind hier Unternehmensgründungen entstanden, oder es sind einfach tolle Ideen ins Leben gerufen worden oder besondere Erlebnisse mit Menschen oder in Coachings haben das Leben umgekrempelt. Auch Geschichten über die Erfahrungen mit dem Arbeitgeber werden geteilt. Die Eltern reden über ihre persönlichen Impulserlebnisse während der Elternzeit und teilen mit Euch anderen Müttern und Vätern, die gerade in Elternzeit sind, ihre Tipps und Ideen.

Viel Spaß also nun beim dabei-sein! elterngarten brummt jetzt und zukünftig immer mehr mit tollen inspirierenden Online- und Offline-Geschichten aus der Elternzeit! 🙂

 


Vielfalt und Kreativität in der Elternzeit

Elternzeit ist möglicherweise die kreativste Zeit unseres Lebens… Elternzeit ist nicht nur aus der Baby-Mama-Papa-Perspektive ein Geschenk. In der Elternzeit werden mir drei wertvolle Rahmenbedingungen geschenkt (!), die ich in dieser Kombination nie sonst antreffen werde. Und wenn Ihr Euch darüber bewusst werdet, was passiert dann? Ein Feuerwerk an Möglichkeiten eröffnet sich auf einmal vor Euch. Und dem geben wir jetzt einen Rahmen und freuen uns schon sehr darauf, was nun passiert…

Einzigartiges Elternzeit-Geschenk Nr. 1: Abstand vom Job

Die erste ganz besondere Rahmenbedingung ist der Abstand von meinem Job. Räumlich und zeitlich, für meist mehrere Monate, teilweise sogar Jahre. Der Job mag noch so toll gewesen sein. Mit dem Job sind immer Routinen verbunden, die ich einfach schon total gut kenne. Und wie cool ist das denn, einfach mal raus zu dürfen aus diesen Routinen, meiner Expertise, meinem Kollegenkreis, meiner Welt… und Abstand zu gewinnen von dem, in dem ich gut bin, was ich sonst jeden Tag gemacht habe.

Einzigartiges Elternzeit-Geschenk Nr. 2: Im neuen Leben ankommen

Die zweite Rahmenbedingungen ist die Geburt des Kindes, natürlich! Aber jetzt mal aus einer anderen Perspektive. Zuerst einmal ist man absolut überwältigt – vor allem beim ersten Kind. Meist wird man ja komplett vereinnahmt von den ganzen neuen Eindrücken in der noch nie da gewesenen Situation. Ich komme immer wieder an die eigenen Grenzen – psychisch und physisch – und die ganzen Probleme „vom Leben davor“ relativieren sich plötzlich zu kleinen bedeutungslosen Fähnchen.

Einzigartiges Elternzeit-Geschenk Nr. 3: Die neue Vielfalt

Bei der dritten Rahmenbedingung der Elternzeit wird es jetzt richtig richtig spannend. Sie wurde bisher irgendwie unterschätzt oder ignoriert, ist aber so besonders! Man ist schon etwas eingelebter in der neuen Mama-Rolle und das Leben von vor der Geburt rückt tendenziell immer weiter weg. Und jetzt geht‘s los! Wir begegnen Menschen, denen wir sonst nie begegnet wären. Auf einmal sitze ich mit einer Ärztin im Sandkasten, einer Sozialarbeiterin, einem Filmregisseur, einer Graphikdesignerin, einem Unternehmensberater, einer Künstlerin oder einem Architekten, oder oder oder…

Diversity vom feinsten – vor Deiner Nase!

Hier setzt nun das an, was ich gerne „aufblasen“ möchte, wie es Matthew Mockridge sagen würde. Liebe Mütter (und Väter!), lasst uns im Sandkasten doch mal nicht nur über Mama-Baby-Themen sprechen. Ob klein-Luca letzte Nacht 3-mal wach war oder die Mia gestern zum ersten Mal alleine auf ihren Hochstuhl geklettert ist… das ändert ja eh nichts daran, ob mein Kleiner und ich heute ein gutes Team sind oder nicht. Lasst uns doch mal einen kleinen festen Zeit-Slot in der Woche über uns sprechen. Was kann ich von Dir lernen, liebe Ärztin, liebe Designerin, liebe Weltenbummlerin, was Du von mir? Wann werden wir sonst wieder so viel Zeit und Gelegenheiten haben uns zu treffen, vormittags, mitten in der Woche, während die anderen alle arbeiten?

Zu Zeiten, in denen wir normalerweise im Büro sitzen würden…

Lasst uns treffen, Mütter (und Väter) in Elternzeit: Wir haben tolle Geschichten mit den unterschiedlichsten Hintergründen. Wir treffen uns vormittags, unter der Woche, mit Kind! Zu Zeiten, in denen wir normalerweise im Büro sitzen würden, oder im Flieger oder irgendwo sonst mitten in unserer Berufstätigen-Welt vor der Geburt unseres Kindes. Wir sind jetzt frei von unseren ehemals festen Zeiten, unseren Routinen, unseren Chefs und beruflichen Verpflichtungen. Wir sind nun Experten auf freiem Fuß. Lasst uns treffen und uns gegenseitig inspirieren. Lasst uns voneinander lernen. Lasst uns gegenseitig erinnern, was wir sonst noch so sind außer Mama/ Papa. Lass uns gemeinsam kreativ sein und vielleicht sogar das ein oder andere gemeinsame Projekt starten. Hier ist ein interdisziplinärer Treff vom feinsten mit Impulsen aus den unterschiedlichsten Richtungen, Frauen/ Männer zu Hause sind eben nicht nur Mama/ Papa. Lasst es uns nutzen, dass wir uns begegnen können, wären wir uns doch sonst ohne Elternzeit niemals begegnet. Packt aus, wer Ihr sonst noch so seid. Teilt Euer Wissen und Eure Geschichten mit den anderen Müttern/ Vätern, lasst Euch inspirieren und macht aus Eurer Elternzeit die schönste und kreativste Zeit mit den vielleicht besten und tiefsten und bewegendsten Begegnungen Eures Lebens. Tankt Impulse auf, die alles verändern werden. Ihr werdet total bereichert aus Eurer Elternzeit kommen. Ihr teilt das, was Ihr zu geben habt und werdet tausendfach beschenkt. Willkommen in der schönsten Zeit Eures Lebens! Wer weiß, was diese Zeit noch alles aus Eurem zukünftigen Leben macht.

74% der Eltern möchten sich laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums während ihrer Elternzeit gerne weiterbilden, tatsächlich tun es nur 33%. Vielleicht haben bisher einfach die passenden Formate gefehlt. Fernkurse heißt in der Elternzeit meist: nachts lernen. Wochenend- und Abendkurse sind immer schwer zu organisieren. Aber was heißt denn Weiterbildung heutzutage? Vielleicht nicht unbedingt die Aneignung von Wissen alleine und die Erlangung von Zertifikaten. Vielleicht ist in der Elternzeit eine andere Art von Weiterbildung dran. Eine, die auf Vielfältigkeit und neuen Perspektiven baut.

Ungeahnte Möglichkeiten

Wir sind neugierig auf die anderen und möchten wissen, wer noch so hinter der Mama/ dem Papa steckt. Meistens sind das richtig inspirierende Geschichten, die bei uns jeweils neue Prozesse in Gang setzen. Wer Lust hat auf diese „Bewegung“ in der Elternzeit, eine neue Lebendigkeit, der ist herzlich eingeladen zuzuhören, mitzureden, mitzudenken, mit zu schöpfen, Wissen und Erfahrungen zu teilen. Wir freuen uns auf die Elternzeit 2.0 – Ich bin eben jetzt Mama UND möchte die einzigartigen Rahmenbedingungen der Elternzeit gerne über diese eine intensive Rolle hinaus nutzen. Wir können säen, was noch nie in unseren eigenen Gärten gesät wurde und mit Spannung, Freude und voller Überraschung zusehen, was hier auf einmal alles wachsen kann. Dank der Elternzeit!

Die neue Elternzeit-Bewegung!

Wer macht mit? Was könnt Ihr mit anderen Eltern teilen? Wer möchte einen kurzen Impuls-Vortrag vorbereiten und seine eigenen Geschichten, sein Wissen, seine Erfahrungen mit anderen Eltern teilen? Die Inhalte müssen nicht zwingend direkt mit Eurem Beruf zu tun haben, es könnte auch ein interessantes Hobby oder etwas aus Eurem Ehrenamt sein: Fotografie, Bloggen, Flüchtlingshilfe, etc. Überlegt Euch, was andere Eltern aus anderen Disziplinen interessieren könnte. Wir planen wie bei unseren Seminaren 90 Minuten für eine Session ein. Plant ca. 30 Minuten für Euren Impuls-Vortrag ein, der Rest der Zeit sollte für Fragen zur Verfügung stehen und natürlich auch fürs Netzwerken.

Meldet Euch bei uns oder tragt Euch direkt auf unserer Facebook-Seite ein. Nutzt die Gelegenheit Eure Rolle mal wieder zu wechseln und eine kurze Auszeit von der intensiven Mama-/ Papa-Rolle zu genießen. Erinnert Euch daran, was Ihr könnt und was Ihr noch so seid. Teilt Euer Wissen, Eure Erfahrungen und Geschichten und schenkt anderen Eltern neue Perspektiven und tolle Impulse. Lasst Euch im Gegenzug von den anderen inspirieren. Natürlich, die ersten sind die Mutigsten! Wir stellen Euch einen Raum zur Verfügung und kommunizieren Euren Impuls-Vortrag auf unserer Website. Kostenlos natürlich. Wir freuen uns auf Euch und diese neue „Elternzeit-Bewegung“!


Geschafft! :-) Schnupperseminar am Kapuzinerplatz

25.02.2016 Schnuppern am Kapuzinerplatz
25.02.2016 Schnuppern am Kapuzinerplatz

Hallo München!

Jetzt komme ich gerade von unserem ersten Schnupperseminar am Kapuzinerplatz. Unser zweiter Standort, an dem wir nun präsent sind.

Ich fühle mich zufrieden, aufgeräumt und voller Zuversicht, dass es den anderen heute Anwesenden ähnlich ergeht. Wir waren ursprünglich eine volle Gruppe mit 8 Teilnehmerinnen (wir warten immer noch auf den ersten Vater als Teilnehmer…), wobei eine Mutter wegen krankem Kind kurzfristig absagen musste.

Nach einer kurzen und mal wieder sehr dynamischen Vorstellungsrunde übernimmt unsere erfahrene Vorzeige-Vereinbarkeitscoach Christine den Staffelstab und lässt uns gemeinsam unsere Lebensbereiche erarbeiten, die wir gerne mal etwas und anders unter die Lupe nehmen möchten.

Heute sind es acht, und zwar diese hier: Beruf, Partnerschaft, Mama/ Erziehung, Freizeit/ Hobbys, Ehrenamt/ Soziales Engagement, Gesundheit/ Ernährung, Finanzen/ finanzielle Unabhängigkeit, Persönliche Weiterentwicklung.

Uns wird Zeit gegeben, in uns zu gehen, inne zu halten, und uns in unsere verschiedenen Rollen und Lebensbereiche einzufinden. Mit dem „Tool“ aus Christine’s Coaching-Koffer visualisierten wir unseren Ist-Zustand: wo sind wir zufrieden, wo nicht so ganz, wo wollen wir unbedingt etwas tun? Wo dulden wir die „Unperfektheit“?

Durch die Visualisierung überraschten wir uns teilweise selbst. War man am Anfang doch sicher: „weiß ich schon alles, ist doch klar…“ sehen wir doch ein oder ein paar Aspekte, die für uns in der Visualisierung dann doch etwas anders aussehen. Wir wundern aus, lassen die Visualisierung wirken, schauen auf die Blätter der anderen Mütter.

Wir teilen unsere Erkenntnisse miteinander. Auf der einen Seite sehen wir doch so einige Parallelen zum Leben der anderen Mütter. Auf der anderen Seite hat heute wieder jede von uns ganz eigene Aspekte mitgebracht. Wie sieht es mit meinen eigenen Ideen aus? Was kann ich tun, um in einem zu kurz gekommenen Lebensbereich (persönliche Weiterentwicklung?!) trotz Kind oder gerade wegen Kind doch etwas mehr zu tun, wenn es mir so wichtig ist? Wie machen das die anderen? Was könnte ich denn mal in meinem Alltag ausprobieren?

Das Seminar war viel zu schnell zu Ende. Wir konnten uns heute ein Bild davon machen, wie bei elterngarten gearbeitet wird. Wir können unsere Visualisierung mitnehmen und sie weiter auf uns wirken lassen: „Jetzt erst mal sacken lassen.“ Wir nehmen uns die neuen Impulse mit: wie wir uns vielleicht selbst überrascht haben und was ich als Inspiration von den anderen Teilnehmerinnen mitnehmen kann.

Einige äußerten den Wunsch, dass wir nun in dieser Gruppe weiter arbeiten. So einiges konnte nur angerissen werden und die nächsten Themen liegen auf dem Tisch. Vor allem in Richtung berufliche und persönliche Weiterentwicklung. Passende Coaching-Werkzeuge haben wir reichlich. Daher freuen wir uns nun auf das Follow-up mit einer Gruppencoaching-Serie für alle diejenigen, die bei den Schnupperseminaren dabei waren und weiter machen möchten. Mehr dazu in Kürze hier auf der Website.

Achja, und mal wieder ein großes Lob an die Kinder, die dabei waren: heute waren es zwei große (inklusive Christine’s Helena!), 2,5 Jahre alt, und zwei Kleine, 0,5 Jahre alt. Sie dulden es ziemlich entspannt, dass auch mal die Mama mit eigenen Themen dran ist. Wir fühlen uns bekräftigt mit unserer Start-up Idee: Lass mal die Mamas über Babythemen hinaus blicken, es wird allen gut tun: der zufriedenen Mama, aber auch dem Kind und dem Umfeld.

Gerne können die anderen Teilnehmerinnen hier oder auf Facebook kommentieren!

 


From Munich With Love

Heute ist ein zusätzlicher Tag im Jahr und wir sind ziemlich aktiv.

Zu erst mal hat ein Wiederholungstermin statt gefunden in Pullach mit neuen Teilnehmerinnen. Die Kinder haben gut mitgemacht und die Erwachsenen durften ihre Vorsätze und Entscheidungen unter die Lupe nehmen. Den Ablauf des Seminars haben wir wie das Schnupperseminar am 02. Februar gestaltet. Das könnt Ihr hier nachlesen.

Schnupperseminar in Pullach am 29.02.2016
Schnupperseminar in Pullach am 29.02.2016

Und Dominika von From Munich with Love hat in ihrer Mama Start-up Serie ein Interview mit Tanja veröffentlicht.

Viel Spaß beim Lesen…


Geschafft! :-) Schnupperseminar in Pullach

Schnupperseminar Pullach 02.02.2016
Schnupperseminar Pullach 02.02.2016

Heute ist der 02.02., Mittagszeit, und ich komme gerade vom elterngarten-Auftaktseminar in Pullach. Und, wie war’s? Toll? Interessant? Wie ging es den Babys, die dabei waren?

Ich fange mal vorne an.

Der Start war sehr dynamisch. Die klassische Vorstellungsrunde haben wir übersprungen. Statt dessen stellten wir uns nach bestimmten Vorgaben auf, z.B. zum Anfangsbuchstaben unseres Namens oder der derzeitigen Einbindung in dem Job, in dem wir Elternzeit machen. Dabei gab es so einige Gründe zum lachen und interessante Erkenntnisse zu meiner eigenen Position und der von anderen im Raum. Die Babys hatten was zu zuschauen, Action finde die ja immer gut.

Auf jeden Fall aufgelockert und nicht mehr müde ging es dann ran ans Eingemachte, bzw. an unser Unbewusstes. Was das bedeutet und wie das geht, das konnten alle Teilnehmer mit einer von Etta mitgebrachten Methode aus der Coaching-Praxis erleben. Etta stellte die Methode „Competing Commitments“ von Robert Kegan und Lisa Lahey ganz kurz vor und dann durften wir uns einen Vorsatz oder eine Entscheidung aus unserem Leben herausgreifen, den oder die wir nicht so ganz (oder bisher gar nicht) umsetzen. In zwei Durchläufen in 2er-Teams wurden wir durch einen Prozess geführt, der uns an die (bisher unbewussten) Gründe heran lässt, die uns an der Umsetzung unserer bewussten Vorsätze und Entscheidungen hindern. Dabei habe ich persönlich mal wieder einen „Aha-Effekt“ erlebt und anderen ging es offensichtlich ebenfalls so. Vorsätze und Entscheidungen wurden geändert, ergänzt, bekräftigt oder ersetzt. Je nach persönlicher Erkenntnis. Danke Etta für diese spannende Schnupper-Session!!

Nach einer spannenden Feedbackrunde zur Session blieben alle noch dort, obwohl die Zeit des Seminars eigentlich schon abgelaufen war. Wir redeten über elterngarten, die Idee und die Umsetzung. Alle waren sich einig: die Idee ist super, wir müssen nur bekannt werden und am besten gute Kooperationspartner finden. Und wo sind die Arbeitgeber?! Das Feedback einer Teilnehmerin „Ihr startet in 2016 durch!“ wirkt sehr bekräftigend nach. Wir redeten darüber wie elterngarten bekannter werden kann. Mehr Flyer, mehr Artikel über uns, mehr Social Media, Gutscheine von Arbeitgebern für Arbeitnehmer, Geburtsgeschenke: ein elterngarten-Seminar statt den großen Blumenstrauß. Auch interessant: Nicht nur Eltern in Elternzeit finden unser Angebot gut. Neben einer Teilnehmerin, die zwar noch in Elternzeit ist, aber ihr Kind bereits betreut hat und ohne Kind kam, war auch eine Teilnehmerin dabei, die Kinder im Schulalter hat. Unser Angebot spricht eben alle diejenigen an, die neue Impulse für ihr Leben wert schätzen.

Schritt für Schritt. Wir haben noch viel vor uns. Jetzt leben wir vor allem von Empfehlungen. Das geht vor allem an die, die jetzt ein Seminar mitgemacht haben: Erzählt von uns, verschickt die Links, empfiehlt uns weiter… Danke!! So gehen wir jetzt in den Frühling und schauen, wie alles so langsam wächst, was wir über den Winter gesät haben…

Danke an alle, die da waren, vor allem danke an Etta, aber auch an Christine und Hilla für die tatkräftige Unterstützung bei der Vorbereitung und Umsetzung des Seminars. Und großes Lob an die Babys: die anwesenden drei haben super mitgemacht und waren total relaxed. Meine Erklärung dafür: die merken, wenn es den Müttern gut geht!

In diesem Sinne, wir freuen uns auf die nächste Runde!


Das Jahr startet mit elterngarten!

Ein frohes Neues Jahr wünschen wir allen elterngarten-BesucherInnen und Besuchern! Die kommenden Wochen und Monate werden spannend! Das kleine Start-up elterngarten wächst jetzt von der Idee in die Realität herein und gestaltet sich nun vor allem mit Euren Ideen und Rückmeldungen. Ein erstes Schnupperseminar haben wir im Dezember veranstaltet und das Feedback unserer allerersten Besucherin war: „Ich hätte ja nicht gedacht, dass wir direkt so arbeiten. Da kann ich jetzt schon einige Impulse mit nach Hause nehmen. Nächstes Jahr komme ich wieder.“

So starteten wir gut und freuen uns schon auf das nächste Schnupperseminar zum kennenlernen. Es findet am 02.02.in Pullach statt, bitte meldet Euch über die Website an, die Teilnehmerzahl begrenzen wir auf 8. Für den 25.02. werden wir auch ein Schnupperseminar am Kapuzinerplatz anbieten, weitere Infos folgen.

Wir fangen jetzt mit der richtigen Werbung an. Die Flyer gehen diese Woche in den Druck und ab nächster Woche werdet Ihr unsere Flyer an den verdächtigen Anlaufstellen für Eltern in Elternzeit finden. Wenn nicht, dann sagt uns noch mal Bescheid! Wir werden auch unsere Standorte stetig ausweiten, so kündigen wir in den nächsten Wochen Seminare am Kapuzinerplatz und in Eichenau an.

Des weiteren werden wir auch mit den ersten Arbeitgebern sprechen. Unsere Seminare sind prädestiniert dafür, dass sie von Euren Arbeitgebern zumindest teilweise gesponsert werden. So haben die Arbeitgeber die Möglichkeiten, etwas für die Eltern in Elternzeit zu tun, ohne in den Familien-Schutzraum eindringen zu müssen. Das ist doch ein gutes Gefühl für Arbeitnehmer und Arbeitgeber!

Also, große Pläne und viel positive Grund-spannung begleiten uns für den Start des Neuen Jahres. Über Feedback, Tipps und gute Wünsche freuen wir uns immer sehr.

Falls Du über einen Newsletter auf dem Laufenden bleiben willst, dann melde Dich hier an.

Hier ist unser Flyer in digitaler Form: elterngarten Flyer Januar 2016


Tu‘ auch mal was für Dich…

Unsere Message ist vielleicht sogar ein „Tabu“ für „gute“ Eltern: Besuche ruhig eine Spielgruppe weniger und tu statt dessen auch mal was für Dich!

Die elterngarten-Seminare helfen, Dich stimmig mit Deiner neuen Lebenssituation für die Zukunft mit Familie und Beruf auszurichten. Wir sind da präventiv unterwegs. Du kannst lernen, wie Du aus dem Funktioniermodus heraus kommst oder gar nicht erst reinrutschst, Dein/ Euer Leben bewusst und aktiv gestaltest und Du Dich darin persönlich und beruflich weiter entwickeln kannst. Verfolge Deine Träume und tu nicht irgendwas, weil es „nur funktioniert“. Wenn Du für Dich ein glückliches Leben gestaltest, ist das die beste Basis für Deine Kinder. Sie profitieren davon, wenn es Dir gut geht und Du zufrieden mit Deinem Leben bist. elterngarten-Zeit ist daher nur auf dem ersten Blick „nur für Dich“.

Noch was:

Wenn Du Glück hast, fördert Dein Arbeitgeber die Teilnahme an den Seminaren als ein Elternzeit-Geschenk. Es sollte auch in seinem Interesse sein, dass Du in Deiner Elternzeit präventiv unterwegs bist, Du Dir ein nachhaltiges Leben gestaltest, Du Dich nicht nur mit Baby- und Haushaltssachen beschäftigst, sondern Du Dich auch mit Deinen Ressourcen und Talenten auseinander setzt, Dein „Hirn anstrengst“, Dir eine innere Klarheit organisierst und Dich persönlich weiter entwickelst.

Wir freuen uns daher auf die gemeinsame Reise, sei von Anfang an dabei und gestalte den Auf- und Ausbau von elterngarten mit! In einem von Dir selbst bestimmten Rahmen.

Mehr Infos gibt es auch noch hier.

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Zeitlicher und räumlicher Abstand…

Elternzeit bietet zeitlichen und räumlichen Abstand zu Deinem bisherigen Leben, vor allem Deinen Joballtag. Du bist mit dem Kind zu Hause und hast zwar viel zu tun, doch beim Wäsche waschen und aufräumen ist auch viel Zeit zum nachdenken. Du kannst die Zeit nutzen, um Dir Fragen zu stellen, für die Du schon lange keine Zeit mehr hattest:

  • Wie will ich leben?
  • Was will oder muss ich ändern?
  • Wie setze ich das um?

Du kannst die Elternzeit nutzen, um bewusste Entscheidungen zu treffen, die möglicherweise die Bahnen für Dein komplettes Leben legen. Du kannst hier endlich Neues ausprobieren, entdecken, erleben, staunen, schnuppern. Natürlich mit Kind, das ist fester Teil Deines neuen Lebens, warum sollte es in Deinen Lebensplanungsprozessen nicht auch physisch dabei sein?

Elternzeit ist nicht nur eine gute Zeit für die Familie und den Neuankömmling. Sie ist auch eine Zeit großer Veränderungen, in der sich die Eltern persönlich und/ oder beruflich reflektieren und weiter entwickeln können. Diese Chance verpufft nur allzu oft mangels Angeboten, die die Eltern in den Alltag mit Kind integrieren können, ohne dass sich Eltern oder Kind „verbiegen“ müssen. Im elterngarten bieten wir Formate an, bei denen das Kind einfach dazu gehört.

Wenn ich nachhaltig gesund und „in Balance“ bleiben möchte, dann möchte ich nicht die Zeit, wo wir mal als Familie komplett sein könnten – z.B. Wochenende oder der Abend – mit Seminaren zuplanen. Auch Fernkurse sind nicht ideal, das geht meist auf Kosten von Schlaf. Die Idee ist, auch mal den Alltag mit Kind für mich zu nutzen. Das ist ein neues Erlebnis. Das Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie entlädt sich mit neuer schöpferischer Kraft, anstatt in mentaler und körperlicher Erschöpfung zu enden.

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Mutter in Teilzeit – kann nichts anspruchsvolles sein??

Wie oft habe ich z.B. schon gehört, dass die Mama, die jetzt nur noch in Teilzeit arbeitet, viel weniger anspruchsvolle Tätigkeiten beim Arbeitgeber zu verantworten hat. Und die Mama auch damit einverstanden ist, sie ist ja nur ein Teilzeit da, was kann sie schon erwarten? Man bekommt halt nicht mehr so viel mit. Aber muss das sein?

Was ich gerade beim Aufbau des elterngartens erlebe ist was ganz anderes. Erst mal brenne ich für die Idee, der Aufbau macht mir riesigen Spaß. Etwas aufzubauen, was später Dutzenden anderen Müttern oder Vätern das Leben erleichtert oder verschönert, ist für mich auch eine sinnvolle Aufgabe. Wenn Benjamin mittags schläft, dann freue ich mich auf die Stunde, die ich am elterngarten weiter arbeiten kann. Das komplette Konzept habe ich mit Benjamin zusammen entwickelt. Im Alltag mit ihm kamen immer wieder Ideen, die ich schnell in mein Smartphone geklimpert habe, damit sie auf dem Weg nicht verloren gehen. Klar, das ist jetzt auch relativ einfach, ich kann mich voll mit der Idee identifizieren und ich bin mitten in der Situation, in der sich die befinden, die ich mit dem elterngarten adressiere…

Hatte ich dann mal wieder eine Stunde oder mehr am Stück Zeit, konnte ich die Ideen verbinden in einem Text oder einer Mail und sie aufschreiben. Die Ideen sprudeln, ohne dass es zu anstrengend oder erschöpfend wird. Im Gegenteil, das Projekt trägt mich durch den Alltag, es beflügelt mich. Der elterngarten soll andere Mütter (und gerne auch Väter) inspirieren, ebenso „ihre“ Aufgaben zu finden, die sie beflügeln und durch den Alltag tragen. Es gibt genug „sinnvolle“ Aufgaben zu tun auf dieser Welt. Man muss eben nur mal Raum und Zeit und ein paar gute Methoden haben diese um herauszufinden, was am besten passt.

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Gibt’s nicht? Dann mach‘ ich das jetzt

Ich bin Tanja und zurzeit in meiner 2. Elternzeit mit Sohn Benjamin, der jetzt 21 Monate alt ist. Benjamin ist seit eineinhalb Monaten teilweise vormittags in der Krippe und ich nutze die Übergangszeit zu meinem Job als Unternehmensberaterin für die Realisierung der Idee, die sich in mir während des Lebens zu Hause mit Benjamin entwickelt hat.

Ich habe festgestellt, dass die Elternzeit in vielen Situationen zu sehr abgewertet wird. Klar, auf der Oberfläche haben die Arbeitgeber nichts von der Elternzeit, nur den Verlust eines guten Mitarbeiters/ einer Mitarbeiterin für schlimmstenfalls über ein oder mehrere Jahre. Und auch viele Eltern klagen darüber, dass sie im Alltagstrott gefangen sind und Opfer der Wäscheberge, Krankheitswellen und nicht durch-geschlafenen Nächten in der Familie sind. Dabei wird das Hirn zu wenig angestrengt und anspruchsvolle intellektuelle Tätigkeiten haben keinen Raum mehr.

Dabei hat die Elternzeit neben der innigen Zeit mit dem Kind auch noch so viel positives für den Elternteil, der zu Hause bleibt. Ich habe gerade in meinen Elternzeiten so viel gelernt und erlebt. Und zwar nicht nur, wie ich möglichst effizient und effektiv den Haushalt organisiere und dabei noch eine liebevolle Basis für die Entwicklung meiner Kinder gestalte. Mir hat auch der zeitliche und räumliche Abstand zu meinem bisherigen arbeitsintensiven Leben sehr gut getan. Elternzeit habe ich als eine geschenkte Auszeit erlebt, in der ich meine Werte reflektiere und mir intensiv darüber Gedanken mache, wie ich mich persönlich und beruflich weiter entwickeln möchte.

Dann habe ich nach etwas gesucht, das mich in meiner beruflichen und persönlichen Lebensplanung und Weiterentwicklung unterstützt. Wochenendkurse, Abendkurse, Fernkurse… das alles geht nur ohne Kind oder dann, wenn das Kind schläft und ich viele andere Aufgaben zu erledigen habe. Richtig Elternzeit-alltagstauglich ist nichts davon. Dann habe ich mit einem Freund einen Coachingprozess durchgemacht. Doch ich musste für jede Session selbst eine Babysitterin organisieren und ein Coaching ist auch nicht günstig. Ich kenne viele Eltern in Elternzeit, die ebenfalls ihr Leben reflektieren und überlegen, wie sie sich, ihr Familien- und Berufsleben organisieren und wie sie sich weiterentwickeln können.

So habe ich beschlossen, eine Plattform aufzubauen für all die Eltern, denen es auch so geht, inklusive mir. Wir können hier entdecken, ausprobieren, planen, weiter entwickeln… Und wir können uns in diesen Prozessen die Kosten teilen, die Kinderbetreuung und Trainer/ Coaches gemeinsam organisieren.

Ich habe keine Ahnung, wie sich der elterngarten nun weiter entwickelt. Aber die Idee will entstehen und die Arbeit daran ist beflügelnd und macht Spaß. Sicher werde ich damit nicht reich im finanziellen Sinne. Aber wenn der elterngarten einigen oder gerne auch vielen Eltern neue Impulse für ein gesundes, ausgeglichenes und nachhaltiges Leben und eine gut ausgesuchte Weiterentwicklung bietet, dann wäre ich mächtig stolz auf dieses Projekt…!

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Eltern-Kind-Gruppen und was ich da gelernt habe…

Was denke ich mir? Können sich Eltern über „ihre“ Themen austauschen, wenn die Kinder im gleichen Raum sind?

Meine Erfahrung ist, dass man mitten im Alltag durchaus ein paar auch gerne bahnbrechende Impulse erhält, wenn man mal aus dem Funktionier-modus herauskommt und den jeweiligen Situationen ihre Qualität anerkennt.

Ich möchte heute vor allem über Hilla schreiben und was ich bei ihr gelernt habe. Wir haben uns vor vier Jahren kennengelernt, als ich für meinen ersten Sohn Leonard eine Eltern-Kind-Gruppe in Baierbrunn suchte, wo wir bald darauf hingezogen sind. Ich fand Hilla im Internet als Leiterin von Eltern-Kind-Gruppen unter dem Dach des Waldorf-Kindergartens in Baierbrunn. Ich war mit Leonard über ein Jahr regelmäßig jeden Freitag Vormittag dort. In dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt. Hilla hat ein unglaubliches Repertoire und vor allem eine unfassbare Klarheit, was die Bedürfnisse der Kleinen und auch der Großen (der Eltern) angeht. Sie kann die zwischenmenschlichen Dynamiken (unter Kindern, unter Eltern, zwischen Eltern und Kindern) so klar auffassen: machen lassen oder intervenieren und entscheiden, wann was sinnvoll ist.

Mit Benjamin war ich dann ebenfalls in der Eltern-Kind-Gruppe bei ihr und letztendlich haben mir die Erfahrungen in den Gruppen den Impuls für die Gründung des elterngartens gegeben. Es ging immer wieder ans Eingemachte, das gefiel mir besonders gut. Hilla machte auf lehrreiche Situationen aufmerksam und brachte uns ins Reflektieren. Die Impulse halfen uns unseren Alltag bei Bedarf zu ändern, unser Miteinander mit dem Kind, unser Leben als Paar mit dem Partner, unsere Rollen, manchmal sogar unser ganzes bisheriges Leben zu reflektieren und zu überlegen, wie es weitergehen soll nach der Elternzeit. Als (systemisch) ausgebildete Einzel-, Paar- und Familienberaterin und selbst 4-fache Mutter und verheiratete Ehefrau hat sie einfach einen super Hintergrund, aus dem sie schöpfen kann. Es ist schwer in Worte zu fassen, das muss man einfach erlebt haben. Und wenn das vielleicht butterweich klingen mag, ist das vielleicht die grundlegendste und beste Basis für ein glückliches und gesundes Familienleben ohne unter- oder überirdische Spannungen. Und eine glückliche Familie hat meistens auch glückliche Kinder und Eltern. Was wiederum die Basis für alles ist.

Dementsprechend fühlte ich mich total geehrt, als Hilla mir anbot mich bei der Konzipierung des elterngartens zu unterstützen. Am Anfang bat ich sie immer wieder um Hilfe und Ideen, letztendlich stieg sie voll ein und hat bei uns im elterngarten den Hut auf für das Wohl der Eltern, Kinder und die Organisation der Kinderbetreuung. Unsere Basis sind unsere Erfahrungen in den Eltern-Kind-Gruppen. Ja, es ist möglich, dass die Eltern zu ihren Themen kommen. Das Format muss nur stimmen, das Angebot für die Kinder, die zeitlichen und räumlichen Rahmenbedingungen, und die Ausrichtung der Eltern. Ich freue mich nun darauf, die „Hilla-Erfahrungen“ im elterngarten auf bestimmte Themen auszuweiten und den Eltern neue Möglichkeiten zu geben für ihre berufliche und persönliche Lebensplanung und Weiterentwicklung.

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elterngarten: Der Name und das Logo

Der Name „elterngarten“

… ist tatsächlich ursprünglich nicht aus dem Namen „Kindergarten“ abgeleitet worden – auch wenn das nahe liegt. Wir suchten nach einem Namen, mit dem Wachstum und Entfaltung leicht assoziiert werden kann. Forum, Institut, Plattform, Haus, Werkstatt, Akademie… das alles hat es für uns nicht so gut auf den Punkt gebracht wie „Garten“. Wir möchten etwas angenehmes und nicht anstrengendes vermitteln. Der Name „elterngarten“ ist einfach, prägt sich ein und verzichtet auf englische oder denglische Spielerei. Mit dem Zusatz „Impulse für Mütter und Väter in Elternzeit“ passt der Name gut zum Kern des Projektes. „Garten“ lässt viele gut passende Assoziationen zu: Die Elternzeit ist eine gute Phase, um im Leben gut Bewährtes wachsen zu lassen und zu pflegen, „Unkraut“ zu jäten, Neues zu sähen, etc. Insgesamt geht es im Garten um Wachstum und Potenzialentfaltung mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten. Die Assoziation zum „Kindergarten“ polarisiert und bringt elterngarten ins Gespräch. Unser Standpunkt ist klar: So wie der Kindergarten (im idealen Fall) eine Plattform für die bestmögliche Persönlichkeitsentwicklung und Potenzialentfaltung des Kindes im entsprechenden Alter darstellt, stellt elterngarten ebenfalls eine Plattform dar, die die Entwicklung der Eltern bestmöglich begleitet. Mit der Polarisierung spielen wir gerne und auf jeden Fall sorgt sie dafür, dass sich jeder den Namen gut behalten kann. Bei allem haben wir uns dafür entschieden, „elterngarten“ klein zu schreiben und damit klar zu machen, dass es ein Kunstbegriff ist. Und wer weiß, Kindergarten ist so ein mächtiger Begriff, dass er auch ins englische übertragen wurde. Diese Türen stehen uns nun zumindest auch offen…

Das Logo

war ursprünglich um 270 Grad gedreht, es saß ein kleiner Mensch auf dem Schoß von einem großen Menschen. Dann haben wir es weiterentwickelt. Die Bedeutung ist abstrakter geworden. Die runden Formen der Zeichen betonen das Lebendige, die Lebendigkeit, das Menschliche. Auf dem ersten Blick sieht man vielleicht Pfeile, die in die Zukunft zeigen. Die runden Formen zeigen: das Lebendige entwickelt sich, transformiert sich in die Zukunft.

Das Logo lässt bewusst einen Interpretationsspielraum: Es könnten zwei Libellen sein, die gemeinsam in die Zukunft fliegen. Das ist zumindest so für mich als Gründerin. Die Idee „elterngarten“ und auch die Logoentwicklung habe ich im Sommer 2015 aufgebaut und entwickelt. Dabei hat viel im und am See im Münchner Süden statt gefunden. Ich war mehrmals in der Woche am See. Als ich gerade im Logoentwicklungsprozess gemeinsam mit meiner Nachbarin Christine steckte und ich mich nicht so recht entscheiden konnte, in welchem Winkel die „Männchen“ sein sollten („sitzend oder fliegend“) schwamm ich im See und mir kam eine Frau schwimmend entgegen, die ganz angetan war vom flirtenden Libellenpaar, das mich in meiner Ahnungslosigkeit über den See begleitete. Die Frau machte mich darauf aufmerksam und die Entscheidung für das Logo war gefallen… Es könnte aber auch ein ein Kind mit Mutter/ Vater sein, oder zwei 3-köpfige Familien, oder ein Mensch der den anderen von hinten umarmt, oder Fußstapfen, etc. Das sahen bisher andere darin. Jedenfalls geht es immer nach vorne, in aller lebendigen Klarheit und Schönheit, gemeinsam in die Zukunft.

Das Wort ist bewusst durch die Schrift zweigeteilt: So können die beiden Teile auf dem ersten Blick besser gelesen werden. Eltern. Garten. Das fett Gedruckte wird übrigens bei einem Wort nicht zuerst gelesen, oder ist wichtiger. Hier hat das Design entschieden. So wie die Handschrift bei einem Wort am Anfang immer dünner ist und dann dicker wird, so ist auch elterngarten geschrieben. Das Lebendige soll sowohl in den Symbolen, als auch in der Schrift wirken.